Quelle: Blätter 1957 Heft 01 (Januar)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. Heinz Sitta
       
       DER WESTEN UND DIE FARBIGEN VÖLKER
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       "Während die  USA-Regierung einen Überschuß von Agrarprodukten im
       Wert von  8 Md.  Dollar hortet... herrscht in weiten Gebieten des
       Fernen Ostens eine chronische Unterernährung, ja Hungersnot. Dies
       ist nicht  etwa auf  den Mangel  an Mechanisierung  der Landwirt-
       schaft zurückzuführen,  denn  in  diesen  übervölkerten  Gegenden
       herrscht ein Überfluß an Arbeitskräften, die viele Monate im Jahr
       unterbeschäftigt sind.  In manchen  dieser Länder,  wie in Japan,
       Java, Ägypten, wird der höchste Ertrag je ha Anbaufläche erzielt,
       aber ein  sehr geringer  Ertrag je  Arbeitskraft. Doch  die rech-
       nungsmäßig auf  den Kopf  der Bevölkerung entfallende Anbaufläche
       ist vielfach für die Ernährung ganz ungenügend..." (H. Berlitzer,
       Hunger und Außenpolitik, in "Außenpolitik", a.a.O.).
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       ...
       "In Japan ist der Druck der Bevölkerung von 88 Millionen so groß,
       daß Professor  Kitaoka im Oktober 1955 auf dem Kongreß für Gebur-
       tenkontrolle in  Tokio sagte,  die Nation  könne zu  einem  neuen
       Krieg gezwungen  sein. Er  befürwortete freie Verteilung von Mit-
       teln zur  Empfängnisverhütung durch  den Staat,  hohe Steuern für
       Familien mit  mehr als drei Kindern, Abbau der Zoll- und Handels-
       schranken, Übertragen  neuer Anbauflächen  in anderen Kontinenten
       auf Japan..." (H. Berlitzer, ebenda; sehr aufschlußreich ist auch
       der Artikel "Die unterentwickelten Länder und der Westen" in Heft
       8, Jahrg. X, Mai 1956, der "Herder-Korrespondenz", S. 376 ff.).
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