Quelle: Blätter 1957 Heft 08 (August)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Doz. Dr. med. habil. B. Manstein
       
       FRAUEN UND MÜTTER IM ATOMZEITALTER
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       ...
       "Viel ernster  ist die Gefahr der Erbschädigung durch Nachwirkun-
       gen radioaktiver  Strahlung, wie  sie sicherlich  im Falle  einer
       wirklichen Katastrophe  in großem  Ausmaß auftreten  würden. Aber
       dies ist  eine Gefahr, der wir sowieso nicht entgehen können, ei-
       nerlei, ob im Kriege oder Frieden."
       ...
       ...
       "Wenn nach einem zukünftigen Atomkriege zuviele der empfindliche-
       ren Männer  zeugungsunfähig seien, müßte man eben vorher an einem
       sicheren Ort  Samen in  Ampullen aufbewahren, um so das Weiterbe-
       stehen der  Menschheit durch  künstliche Befruchtung überlebender
       Frauen zu sichern. Dieses mag manchem recht sonderbar vorkommen."
       ...
       ...
       "Der Gesamtschaden, der für ein Volk durch die Verdoppelungsdosis
       entsteht, ist  wegen der vielen Kenntnislücken und der Schwierig-
       keit menschlicher  Erbforschung heute  nur schätzungsweise zu er-
       mitteln. Es  wird angegeben, daß etwa 2% der heute Geborenen erb-
       krank sind,  und man  darf annehmen,  daß etwa die 3-10fache Zahl
       erbliche Belastungen  trägt. Eine  Verdoppelung der Erbänderungs-
       rate würde  also in  einer 50-Millionen-Bevölkerung... zusätzlich
       etwa 1 Million Erbkranke und zwischen 3 und 10 Millionen Erbbela-
       stete erzeugen."  Dadurch ergibt  sich: "Verdoppelung der ärztli-
       chen Fürsorge,  der sozialen  Belastung und  des Ausfalls  an Ar-
       beitsleistung infolge  der Erbschäden." Er weist dann darauf hin,
       daß unsere  heutige Generation  verantwortlich ist für Leiden und
       Tod von Nachkommen bis zum Ende des nächsten Jahrtausends. Er be-
       klagt aber  auch die  heute noch  überall bestehende Unbildung in
       diesen Fragen,  so daß  sich die  Bevölkerung darin  nicht anders
       verhalte "als  primitive Urwaldeingeborene  den Naturgewalten ge-
       genüber."
       ...
       

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