Quelle: Blätter 1957 Heft 10 (Oktober)


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       Dokumente zum Zeitgeschehen
       
       INDIENS ABRÜSTUNGS-RESOLUTION
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       Am 26. September legte Indien der UN-Vollversammlung eine Resolu-
       tion vor,  die  eine  Aufforderung  zu  einem  "Aufrüstungs-Stop"
       enthielt. Indien  stellte an  die Vollversammlung folgende Forde-
       rungen:
       1. Verbot der Beschaffung weiteren spaltbaren Materials für mili-
       tärische Zwecke;
       2. Verbot, spaltbares  Material aus dem zivilen Vorrat in den mi-
       litärischen Vorrat zu überführen;
       3. Verbot der Herstellung und der Anwendung von Kern- und Wasser-
       stoffwaffen;
       4. Verbot der  Herstellung, Verwendung  und Übertragung von soge-
       nannten taktischen Kern- und Wasserstoffwaffen;
       5. Fortschreitende Ausräumung  der bestehenden  Lager an Kernwaf-
       fen;
       6. Verbot des Exportes von Kernwaffen und anderen Waffen der Mas-
       senzerstörung;
       7. Freiwillige Unterwerfung  unter die  Bestimmungen des UN-Gene-
       ralsekretärs über die Militärbudgets der Mitgliedstaaten;
       8. Fortschreitende Einführung  der notwendigen  Maßnahmen zur In-
       spektion und  Kontrolle zu Land und See, um Vertrauen und ein Ge-
       fühl der Sicherheit in der Welt herzustellen.
       Die Präambel  dieser Resolution forderte die Versammlung auf, von
       zwei weiteren  Resolutionen Kenntnis  zu nehmen. 1. über die Aus-
       setzung der  Kernwaffen-Versuche, 2.  über die  Wiederaufstellung
       des Abrüstungs-Ausschusses und seines Unterausschusses.
       

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