Quelle: Blätter 1959 Heft 10 (Oktober)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. Johannes Dieckmann, Präsident der Volkskammer der DDR
       
       ABRÜSTUNG! ABRÜSTUNG! ABRÜSTUNG!
       ================================
       ...
       Der Vorschlag  des sowjetischen Ministerpräsidenten vor der Voll-
       versammlung der  Vereinten Nationen am 18. September 1959 erweist
       sich mehr  und mehr als ein elementarer Einschnitt in der Weltpo-
       litik. Ein  Beitrag der  beiden Teile  Deutschlands zur militäri-
       schen Entspannung  erscheint heute als unabdingbare Voraussetzung
       zur friedlichen  Lösung der deutschen Probleme. Wir haben deshalb
       den Präsidenten  der Volkskammer der DDR, Dr. Johannes Dieckmann,
       gebeten, uns  speziell hierzu  seine Ansicht  zu übermitteln. Wir
       glauben, daß  ein genaues Studium dieser Ausführungen, ungeachtet
       aller politischen  und soziologischen Differenzen, dennoch zeigt,
       daß Ansätze  dazu vorhanden  sind, auf  dem Gebiete der militäri-
       schen Entspannung  in Europa den notwendigen deutschen Beitrag zu
       leisten. D. Red.
       ...
       ...
       "Der Abschluß  eines Friedensvertrages  mit Deutschland würde die
       souveränen Rechte  der deutschen Nation in vollem Maße wiederher-
       stellen, würde  zum Abzug  der ausländischen Truppen vom Territo-
       rium Deutschlands  führen und  äußere Bedingungen  schaffen,  die
       eine friedliche  Entwicklung Deutschlands  garantieren und es vor
       jeglicher äußeren Einmischung bewahren würden.
       Am Abschluß  des Friedensvertrages  mit Deutschland ist nicht nur
       das deutsche  Volk interessiert,  sondern auch  alle Völker,  die
       nach der  Erhaltung des  Friedens streben  und dadurch beunruhigt
       sind, daß in letzter Zeit Versuche unternommen werden, das Fehlen
       eines Friedensvertrages  dazu zu  benutzen, die  westlichen Teile
       Deutschlands in die Vorbereitungen zu einem Atomkrieg einzubezie-
       hen. Der  Abschluß eines  Friedensvertrages mit Deutschland würde
       diesen abenteuerlichen  Plänen, die voll verderblicher Folgen für
       das deutsche  Volk selbst sowie für die anderen europäischen Völ-
       ker sind, ein Ende machen,"
       ...
       ...
       "Es ist  völlig offensichtlich,  daß die Vorbereitung eines Frie-
       densvertrags mit  Deutschland nicht  ohne die Teilnahme deutscher
       Vertreter denkbar  ist. Die  Erzielung eines  Übereinkommens zwi-
       schen den Regierungen der DDR und der Bundesrepublik in der Frage
       der Teilnahme  an der  Vorbereitung  eines  Friedensvertrags  mit
       Deutschland würde  nach Meinung der Sowjetregierung eine der ent-
       scheidenden Voraussetzungen  für die  erfolgreiche Lösung  dieser
       Frage sein.  In diesem  Zusammenhang begrüßt  die Sowjetregierung
       den Vorschlag  der Regierung  der DDR über die Bildung einer Kom-
       mission von Vertretern beider deutscher Staaten.
       Indem sie sich von den in der vorliegenden Note dargelegten Erwä-
       gungen leiten  läßt, hat  die Sowjetregierung ebenfalls eine Note
       an die  Regierung der  Deutschen Bundesrepublik gerichtet, in der
       sie ihren Standpunkt im Zusammenhang mit der neuen Initiative der
       DDR zum  Abschluß eines Friedensvertrags mit Deutschland zum Aus-
       druck brachte.
       Die Sowjetregierung  erklärt, daß  sie ihrerseits  alles, was von
       ihr abhängt,  für eine schnelle Vorbereitung und den Abschluß ei-
       nes Friedensvertrags mit Deutschland unternimmt."
       ...
       "Erste Etappe:
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       Zweite Etappe:
       --------------
       Dritte Etappe:
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