Quelle: Blätter 1960 Heft 07 (Juli)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Heinrich Steege
       
       DER CHRIST UND DIE GESPALTENE WELT
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       ...
       "Ich habe  1933 gewußt, daß mit dieser Politik der deutsche Osten
       begraben würde,  und habe  das auch  gesagt. Ähnlich  geht es mir
       heute. Wenn das weiter gemacht wird, was wir jetzt treiben, - das
       ist unser  Ende. Wir rennen nicht an gegen die Bolschewisten, das
       ist nur  der Schleier;  sondern wir rennen an gegen die gewaltige
       Hand Gottes, vor der wir uns nicht beugen wollen, trotz zweimali-
       ger Niederlage,  und sie  wird uns  ganz zerbrechen. Keine Stimme
       erhebt sich, die uns davon zurückreißt."
       ...
       ...
       "Mich quält ja eins: Ich fürchte, die Bombe wird geschmissen! Ich
       fürchte, es ist alles umsonst. Wenn ich die Trägheit dieser Chri-
       stenheit sehe,  dann weiß ich, das kann Gott nicht schmecken. Wir
       wachen nicht.  Der ganze  Jammer, mit dem Gott uns warnen wollte,
       hat nichts  genützt. Wir  machen dasselbe noch einmal, und unsere
       hohen Kirchenfürsten  sind dazu  da, die  Kirche zum Schweigen zu
       bringen. Sie  müssen ihr im Auftrag der Gesellschaft den Mund zu-
       halten, damit  die Kirche  nicht so  schreit, wie  es wirklich in
       ihr, in  ihren  aus  dem  Glauben  lebenden  Herzen  in  Wahrheit
       schreit... Wie  werden wir bestehen vor den bleichen Angesichtern
       derer, die  schon einmal  durch unser Schweigen dahingegeben wur-
       den? Als  es mir im Frühjahr so schlecht ging, sah ich mich immer
       in diesem  schrecklichen Gericht.  Wir werden  auf tausend  nicht
       eins zu antworten wissen."
       ...
       ...
       "Die Aufrechterhaltung  des Kalten  Krieges und das Einexerzieren
       der Menschen  in Ost  und West  in diesen Ungeist ist geboren aus
       dem Unglauben  an den Frieden. Wer auch nur einen Augenblick sich
       dazu erheben  könnte, wieder  an den  Frieden zu  glauben, an den
       Frieden, der  die Grundlage für den Wohlstand und die Ordnung un-
       seres Lebens  ist, an den Frieden, den wir alle einstmals so heiß
       ersehnten, als  die Geißel  des Krieges  unbarmherzig und  schier
       endlos über  uns erging  - ich sage, wer einmal sich dazu erheben
       könnte, an diesen Frieden zu  g l a u b e n,  ihn im Glauben vor-
       weg zu  nehmen, auch  wenn tausend  Widerstände dagegen sprechen,
       der ist für immer verdorben für die Sprache und die Praktiken des
       Kalten Krieges."
       ...
       

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