Quelle: Blätter 1960 Heft 08 (August)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Manfred Pahl-Rugenstein
       
       DIE LAGE
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       Zwischenbilanz der Symptome
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       ...
       "Wenn Recht  und Freiheit für alle gesichert sein sollen, so müs-
       sen alle  dafür Opfer  bringen. Die Aufgaben des zivilen Bevölke-
       rungsschutzes und  die wachsende Stärke der Bundeswehr werden zur
       Ausbildung aller wehrfähigen Bürger für die vielfältigen Aufgaben
       der Verteidigung  zwingen... Bei  einem einseitigen  Verzicht auf
       atomare Bewaffnung der Schildstreitkräfte kann die Bundesrepublik
       nicht verteidigt  werden... Die Bundeswehr muß dieselbe wirkungs-
       volle Bewaffnung  haben wie die verbündeten Schildstreitkräfte...
       Die Soldaten  der Bundeswehr haben Anspruch auf Waffen, die denen
       des Gegners mindestens ebenbürtig sind. Die Verantwortung für die
       anvertrauten Soldaten  zwingt die  Truppenführer, in der heutigen
       Situation die  für Schildstreitkräfte  unentbehrliche atomare Be-
       waffnung zu fordern... Diese Abschreckung fordert eine atomar und
       konventionell ausgewogene  Bewaffnung der  Schildstreitkräfte als
       Ergänzung der  strategischen Luftwaffe  und Marine... Die Bundes-
       wehr ist  die Armee  des ganzen  deutschen  Volkes....  (Aus  der
       "Denkschrift des  Führungsstabes der  Bundeswehr";  Bulletin  der
       Bundesregierung vom 20. August 1960.) *)
       ...
       ...
       "Wir wissen,  daß die  Macht hinter  dem Eisernen  Vorhang in den
       Händen von  Männern ist,  für die  Verantwortung vor  Gott  keine
       Rolle spielt.  Dafür sind wir Soldaten: daß diese Macht nicht ge-
       gen uns  gebraucht werden  kann, daß  die Macht aus atheistischen
       Händen wieder  in christliche  Hände übergeht".  (Minister Strauß
       auf dem  Eucharistischen Kongreß; vgl. Süddeutsche Zeitung vom 8.
       August 1960.)
       ...
       ...
       "Wir Angehörigen  der freien  Völker müssen beten um die Freiheit
       und den  Frieden für  die, die  bisher davon ausgeschlossen sind.
       Denn die  Zeit wird  kommen, in  der die heutigen kommunistischen
       Herrscher hinweggefegt werden. Bis zu diesem Tage aber dürfen wir
       nicht ruhen." (Kardinal Spellman auf dem Eucharistischen Kongreß;
       Süddeutsche Zeitung vom 8. August 1960.)
       ...
       ...
       "Der Zonen-Bevölkerung  müsse eine  Alternative zum  sowjetischen
       Friedensvertrag entgegengestellt  werden", empfahl in einer nicht
       näher  definierten   "politischen  Aktion"  der  Vertraute  Willy
       Brandts, der SPD-Abgeordnete Mattik, auf einer Tagung der Evange-
       lischen Akademie in Tutzing. Er forderte: "Wir müssen einen inne-
       ren deutschen  Druck entwickeln, der bis zu einer gewissen Konse-
       quenz getrieben wird. (Deutsche Zeitung vom 18. August 1960.)
       ...
       'Europäische Einigung' wozu?
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       Psychologische Militarisierung
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       Potemkinsche Argumente
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       Lediglich 'Taktisches Manöver'?
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       Die politische Alternative
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