Quelle: Blätter 1961 Heft 07 (Juli)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. Richard Werner
       
       GEDANKENKONSTRUKTIONEN KONTRA ABRÜSTUNG
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       ...
       "Die Vollversammlung  ist der Ansicht, daß die Frage einer allge-
       meinen, vollständigen Abrüstung das wichtigste Problem darstellt,
       dem sich  die Welt  heute gegenüber  sieht. Sie fordert daher die
       Regierungen auf, sich in jeder nur möglichen Weise darum zu bemü-
       hen, eine  konstruktive Lösung  dieses Problems herbeizuführen...
       Sie gibt  hiermit der  Hoffnung Ausdruck, daß Maßnahmen, die eine
       allgemeine und vollständige Abrüstung unter wirksamer internatio-
       naler Kontrolle zum Ziel haben, in ihren Einzelheiten ausgearbei-
       tet werden  und über diese in der kürzest möglichen Zeit Überein-
       stimmung herbeigeführt wird."
       ...
       Die Sabotage der Engagierten
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       Mit der Kriegsdrohung leben?
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       Irreführende "Kontroll"-Pläne
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       Militärische Gleichgewichtsstörung?
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       Tatsachen wiegen schwerer
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       Notausgang für den Ernstfall
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       Applaus aus Bonn
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       "Defaitismus - der schwerste aller Fehler"
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       ...
       "Viele Menschen,  die eine  Abrüstung von ganzem Herzen ersehnen,
       werden die  Ansicht, daß ein allseitiger Vertrag bald unterzeich-
       net und  ratifiziert werden  könnte, für billigen Optimismus hal-
       ten. Aber es ist eine unerbittliche Tatsache der heutigen Weltpo-
       litik, daß nun nichts Geringeres als ein solcher allseitiger Ver-
       trag die  Sicherheit der Menschheit zu gewährleisten vermag. Nie-
       mand, der  seit 1919  die Abrüstungsverhandlungen  genau verfolgt
       hat, wird  sich so leicht eines billigen Optimismus über die Aus-
       sichten auf  Erfolg schuldig  machen. Aber niemand, der sich über
       das gegenwärtige Wettrüsten im klaren ist, sollte sich auch eines
       billigen Pessimismus  schuldig machen.  Denn dieser  ist der  bei
       weitem schwerere  Fehler. Defaitismus gegenüber der Durchführbar-
       keit von  Abrüstungsplänen und gegenüber einem durch Verträge ge-
       regelten Frieden  ist der unheilvollste aller Fehler, den die de-
       mokratischen Regierungen unserer Zeit begangen haben. Dadurch ha-
       ben sie  die Hoffnungen der großen Mehrheit aller Menschen in al-
       len Nationen  verraten,  die  tatsächlich  das  Ende  der  Kriege
       herbeisehnten, wie  sie es  auch heute noch tun. Ihr Wille sollte
       Ziel aller Staatskunst der Zukunft sein."
       ...
       

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