Quelle: Blätter 1961 Heft 11 (November)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Anmerkungen, Glossen, Zuschriften
       
       AUS DEM "TESTIMONY OF DR. LINUS PAULING"
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       ...
       Hearing before the Subcommittee to investigate the Administration
       of the  Internal Security Act and other Internal Security Laws of
       the Comittee on the Judiciary, United States Senate, eighty-sixth
       Congress, second session, June 21, 1960.
       Dr. Linus Pauling erklärte unter anderem:
       "...Dieses zweite Ansuchen bezieht sich auf die Namen von Leuten,
       die die Petition verbreitet haben und mir Kopien der Petition mit
       den Namen von Leuten schickten, die sie unterzeichnet hatten. ...
       Ich glaube,  daß man  dem Ziel,  welches diese Petition anstrebt,
       näher gekommen ist. Die Politik, die vertreten wurde, ist die Po-
       litik unserer Regierung, derjenigen der UdSSR und Großbritanniens
       geworden. ...
       Petitionen zu  verbreiten ist  ein wichtiger  Bestandteil unseres
       demokratischen Prozesses. Sollte er beseitigt oder wesentlich be-
       hindert werden,  würde unsere  Nation einen  Schritt hin zu ihrer
       Entartung gemacht haben - vielleicht in Richtung auf einen Dikta-
       turstaat, einen Polizeistaat.
       Ich bin  sehr an  unserer Nation interessiert, an den Vereinigten
       Staaten von Amerika, und an den Regeln, die in der Verfassung und
       der Bill of Rights festgelegt worden sind. Nun, was für Versiche-
       rungen auch  immer mir dieses Unterkomitee geben mag hinsichtlich
       des Gebrauches  der Namen von Leuten, die die Petition verbreite-
       ten, die ich geschrieben habe, ich bin davon überzeugt, daß diese
       Namen zu  Repressalien gegenüber  jenen Leuten  gebraucht würden,
       die an  das Verfahren  der Demokratie glauben; diese enthusiasti-
       schen, idealistischen,  hochgesinnten Arbeiter  für den  Frieden.
       Ich bin  davon überzeugt, da ich selbst Erfahrungen mit der Peri-
       ode des  Mc-Carthyismus gemacht  und bis  zu einem gewissen Grade
       darunter gelitten  habe, in  einer Weise,  die ich nicht erwähnen
       werde. Ich  bin davon  Überzeugt, da  ich die  Bestätigungen  des
       'Committee on  Un-American Activities'  des  Repräsentantenhauses
       und dieses  'Subcommittee on  Internal Security'  des  Rechtsaus-
       schusses des  Senates beobachtet  habe. Ich habe das Gefühl, daß,
       wenn diese Namen diesem Unterausschuß übergeben würden, der Hoff-
       nung für  den Frieden  in der  Welt ein  schwerer Schlag versetzt
       würde. Unsere  Nation ist  jetzt in großer Gefahr, einer größeren
       Gefahr als  jemals zuvor. Die Gefahr rührt nicht vom Frieden her,
       oder von  den Arbeitern für den Frieden, oder von den Leuten, die
       Petitionen verbreiten, die auf internationales Recht und interna-
       tionale Vereinbarungen abzielen. Sie rührt von der Ansammlung nu-
       klearer Waffen  her, die  in der Welt bestehen und die die Gewalt
       haben, die Welt zu zerstören... Diese Gefahr, die Gefahr der Ver-
       nichtung in  einem Atomkrieg, würde nur größer werden, wenn diese
       Arbeit für  den Frieden  in der  Welt, Frieden und internationale
       Gesetzgebung und  internationale  Vereinbarungen,  beeinträchtigt
       würde.
       In den  Vereinigten Staaten  wird zur  Zeit ein schrecklicher An-
       griff unternommen  gegen die Anstrengungen unserer Regierung, in-
       ternationale Vereinbarungen  über einen Stop der Atombombenversu-
       che und über Abrüstung zu erreichen. Dieser Angriff wird von Ver-
       tretern der  Verteidigungsindustrien unternommen,  die finanziell
       am Kalten Krieg profitieren. Zum Beispiel, ...
       Wenn zwei  Nationen, die  UdSSR und die Vereinigten Staaten, Jahr
       für Jahr  versuchen würden,  einer Politik  zu folgen, die darauf
       gerichtet ist,  die andere in ihrer Vernichtungskraft zu überflü-
       geln, dann  würden wir wahrhaftig zur Katastrophe verurteilt Dann
       würde der  nukleare Krieg,  der die  Zivilisation zerstören wird,
       mit Sicherheit kommen.
       Ich glaube  daran, daß  die Arbeit  für Frieden, Sittlichkeit und
       Gerechtigkeit auf der Welt jetzt intensiviert werden muß, und ich
       plane, was  immer ich  kann, zu  tun in der Arbeit für Frieden in
       der Welt,  in der  Arbeit für  internationale Vereinbarungen über
       Abrüstung; immer,  natürlich, in einer Weise, daß sie die Sicher-
       heit der Vereinigten Staaten erhöhen und sie nicht verringern..."
       ...
       

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