Quelle: Blätter 1961 Heft 12 (Dezember)


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       DVD,  die mehr als 9000 Beiträge von 1956-1989  enthält oder auf
       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       DIE LAGE
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       Die fatale Koalition
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       "Pannen" und Zeichen
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       Entspannung in Berlin
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       ...
       "In zweifacher Hinsicht erfüllt die Mauer eine positive Funktion.
       Seit 1945 geht die größte einzelne Bedrohung von der Instabilität
       in Zentraleuropa  aus, die  auf dem  Fehlen eines unterzeichneten
       deutschen Friedensvertrages  beruht. Eine Vereinbarung über einen
       Vertrag ist  so weit  entfernt wie  je; aber  mittlerweile unter-
       streicht die  Mauer den  Status quo. Sie riegelt das Niemandsland
       ab, in  welchem Politiker kalkulierte Resiken einzugehen versucht
       sein könnten;  und sie  schafft einen allgemein anerkannten Stol-
       perdraht, dessen Durchbrechung bestimmt Krieg bedeuten würde. So-
       lange die Mauer steht, ist ein Krieg wegen Berlins unmöglich.
       Zweitens, und paradoxerweise, kann die Mauer denen Hoffnung brin-
       gen, die  hinter ihr  leben. Durch  die Verstärkung  der  Teilung
       Deutschlands und das damit anwachsende Sicherheitsgefühl Rußlands
       erlaubt sie  Mr. Chrustschow  größere Freiheit zu Experimenten in
       seinem Reich.  Seine frühere Politik der Liberalisierung kam 1956
       teilweise darum zum Scheitern, weil die 'Revisionisten' in Ungarn
       eine offene  Grenze zum  Westen errichtet hatten - und ihn so vor
       die brutale Wahl stellten, entweder seinen Satelliten vollständig
       preiszugeben oder  die sowjetische  Herrschaft mit  Gewalt wieder
       herzustellen..."
       ...
       Wie lange noch ohne Friedensvertrag?
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