Quelle: Blätter 1962 Heft 01 (Januar)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Gerd Lauschke
       
       ENGLAND UND DIE EWG (II) *)
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       Die EWG - eine Bedrohung für Großbritanniens Wirtschaft
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       ...
       "Es gab einmal bei einem gewissen Stamm in Zentral-Afrika die An-
       gewohnheit, zu  Ende eines  jeden Jahres den älteren Teil der Be-
       völkerung zu  veranlassen, auf die Bäume zu klettern. Der jüngere
       schüttelte dann die Bäume, und jene älteren Leute, die sich nicht
       festhalten konnten und zu Boden fielen, wurden totgeschlagen. Ich
       habe es  aus berufenem  Munde, daß  diese Maßnahmen zu einer viel
       kräftigeren und moderneren lokalen Industrie geführt haben." (40)
       ...
       EFTA und Englands Beitritt zur EWG
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       ...
       "Heute bilden die neutralen Staaten eine klare Mehrheit unter den
       Mitgliedern der  Vereinten Nationen.  Woanders gibt  man den  Be-
       mühungen der  neuen Nationen,  einer neutralen Politik zu folgen,
       große Unterstützung,  und es  wäre überraschend, wenn die westli-
       chen Länder eine Politik durchsetzen würden, die der Außenpolitik
       der kleineren neutralen Staaten Schwierigkeiten bereiten würde."
       ...
       Die innerbritische Opposition
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       ...
       "Die Linken  sind nicht  nur antiamerikanisch, sondern auch anti-
       Adenauer, anti-de  Gaulle, anti-NATO,  und zu einem Gutteil anti-
       Franco und anti-Salazar. Weil sie das Gesicht des heutigen Europa
       nicht mögen,  sind sie  Neutralisten, und ihr Neutralismus drückt
       sich ganz  logisch in ihrer Opposition gegen die europäische Ein-
       heit aus." (53)
       ...
       Schluß
       ------
       ...
       "Wir glauben, daß die Vereinigten Staaten irgendeine Art der Han-
       delspartnerschaft mit  dem europäischen  Gemeinsamen Markt formen
       u n d   d i e   F ü h r u n g   ü b e r n e h m e n   m ü s s e n
       i n   d e r   w e i t e r e n   E n t w i c k l u n g   e i n e r
       W i r t s c h a f t s g e m e i n s c h a f t  d e r  f r e i e n
       W e l t."  (Gesperrt von G.L.)
       ...
       ...
       "Washington fürchtet, daß Europa seinen Widerstandswillen verlie-
       ren könnte,  und glaubt deshalb, daß es vor allem durch die Inte-
       gration der westlichen Welt unter seiner Führung keine Gefahr ei-
       nes europäischen und, vor allem, westdeutschen Neutralismus gibt.
       Deshalb fördern die Amerikaner den Gemeinsamen Markt und sprechen
       von der  nicht allzu  weit entfernten Möglichkeit, daß die Verei-
       nigten Staaten Mitglied würden."
       ...
       ...
       "Während der  Parlamentsdebatten über  Europa Ende  Juli gab  Mr.
       Sandys eine  Zusicherung, daß  das Parlament nicht ersucht werden
       würde, irgendwelchen  weiteren britischen Souveränitätsverzichten
       zuzustimmen als  jenen, die  im Vertrag  von Rom  enthalten sind,
       die, wie er sagte, auf den Wirtschaftssektor beschränkt seien. Es
       muß der  Regierung schwerfallen,  Sir Derek Walker Smith (56) und
       seine Freunde  zu überzeugen,  daß der Anschluß an eine "Staaten-
       Union" keine  Beeinträchtigungen der  Souveränität auf dem Gebiet
       der Außen-  und Verteidigungspolitik  beinhaltet, was  auch immer
       der neue  Vertrag (inhaltlich, G.L.) sagen mag. So vergrößert der
       französische Schritt die Möglichkeit einer Spaltung der Konserva-
       tiven Partei."
       ...
       

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