Quelle: Blätter 1962 Heft 01 (Januar)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Anmerkungen, Glossen, Zuschriften
       
       DIE ÖSTERREICHISCHE LÖSUNG
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       "Österreich wird  aber auch  daran erinnert, daß es für die Teil-
       nahme am  Kriege an der Seite Hitler-Deutschlands eine Verantwor-
       tung trägt,  der es  nicht entrinnen  kann, und daß anläßlich der
       endgültigen Abrechnung  Bedachtnahme darauf, wieviel es selbst zu
       seiner  Befreiung  beigetragen  haben  wird,  unvermeidlich  sein
       wird." (Dokumente I, S. 8)
       ...
       ...
       "Während der  Berliner Konferenz  hatten Bundesminister  Figl und
       ich ein  Gespräch mit  Außenminister Dulles. Er gab damals zu be-
       denken, ob  die vorher  erwähnte  Erklärung  der  Bundesregierung
       nicht doch große Risiken beinhalte, und schilderte uns die Bedeu-
       tung, die  die Zugehörigkeit  zu einem  großen Bündnissystem  für
       kleine Staaten  habe. Ich  erlaubte mir, ihm zu erwidern, daß ich
       sehr wohl  verstehe, daß sich kleine Staaten in einem Bündnis mit
       großen mächtigen  Nationen sicher  fühlen könnten,  daß aber  für
       Österreich bei  seiner geographischen  und politischen  Lage  (!)
       eine solche  Lösung deshalb nicht denkbar wäre, weil es seit 1945
       nur ein  Axiom der  österreichischen Politik  gebe, nämlich:  die
       Einheit des  Landes aufrechtzuerhalten. Den Anschluß an eines der
       bestehenden Bündnissysteme ins Auge zu fassen, würde unweigerlich
       die Teilung Österreichs bringen." (S. 7)
       ...
       ...
       "Es ist nichts auszuhandeln und nichts einzuhandeln. Die europäi-
       sche Integration ist notwendiger denn je."
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       "1. Zum Zwecke  der dauernden  Behauptung  seiner  Unabhängigkeit
       nach außen  und zum  Zwecke der Unverletzlichkeit seines Gebietes
       erklärt Österreich aus freien Stücken seine immerwährende Neutra-
       lität. Österreich  wird diese  mit allen  ihm zu Gebote stehenden
       Mitteln aufrecht erhalten und verteidigen.
       2. Österreich wird  zur Sicherung  dieser Zwecke in aller Zukunft
       keinen militärischen  Bündnissen beitreten und die Errichtung mi-
       litärischer Stützpunkte  fremder Staaten  auf seinem Gebiet nicht
       zulassen."
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       Hans W. Goldschmidt
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