Quelle: Blätter 1962 Heft 10 (Oktober)


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       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Hans Wirtz
       
       ZUM ZWEITEN VATIKANISCHEN KONZIL
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       Sorge und Hoffnung
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       "Es hat  dem Heiligen  Geist und  uns gefallen, euch weiter keine
       Last mehr  aufzuerlegen als  diese Notwendigkeit: keine Teilnahme
       an Götzenopfern,  die Enthaltsamkeit von Blut und Ersticktem, so-
       wie von  der Unzucht."  (Das letztere war selbstverständlich. Die
       Enthaltsamkeit vom Fleisch der Götzenopfer usw. entsprach den mo-
       saischen Vorschriften für Heiden, die Juden werden wollten.)
       ...
       ...
       "Es ist die erste Pflicht des höchsten Kirchenvorstehers (Papst),
       zu wachen  und zu  beten: daß  die Bürde Christi nicht etwa durch
       Auferlegung neuer Lasten ein schweres Joch werde."
       ...
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       "Die heutige  Weltlage ist absolut untragbar wegen der ungeheuren
       stehenden Heere,  die durch Auslosung rekrutiert werden. Die Völ-
       ker, die mit Steuern überlastet sind, seufzen unter dieser Bürde.
       Der Geist  der Gottlosigkeit,  die zunehmende  Mißachtung der Ge-
       setze im  internationalen Bereich öffnen noch leichter den Weg zu
       illegalen und  ungerechten Kriegen.  Noch mehr: schreckliche Men-
       schenschlächtereien wüten  allenthalben und  ohne  Unterlaß.  Die
       Folge davon  ist: es  sind weniger  Mittel vorhanden, die man den
       Armen zuteilen  kann; Handel  und Verkehr  hören zu funktionieren
       auf; das Gewissen der Menschen wird entweder vollkommen gefälscht
       oder verdorben  oder in  schandbarer Weise  verletzt. Schließlich
       gehen viele  Seelen infolge  dieser Lage verloren." (Konzilsakte,
       Coll. Lac. vol. VII. col. 861)
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       "Wo Freiheit  des Geistes ist, da ist auch Freimütigkeit, die den
       Großen wie den Kleinen die Wahrheit sagt." (Bischof J.M. Sailer)
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       "Ich will  nichts ohne  euern Rat  und ohne Zustimmung des Volkes
       allein auf meine persönliche Meinung tun."
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       "Zwei Schwerter  sind also in der Gewalt der Kirche, das geistli-
       che und das weltliche. Das eine ist  f ü r  die Kirche zu führen,
       das andere  v o n  der Kirche. Das eine Schwert muß daher dem an-
       dern - die zeitliche Autorität der geistlichen - unterworfen wer-
       den."
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       ...
       "Es kann  nicht scharf genug getrennt werden zwischen Parteipoli-
       tik und Reich Gottes. Weil wir sonst unbewußt - statt nur dem In-
       teresse und  der Sache Gottes - einer bestimmten Partei- und Kul-
       turpolitik dienen.  Parteien sind  in ihrer Bedeutung zeitbedingt
       und vergänglich.  Deshalb darf  die Kirche  sich nicht auf Gedeih
       und Verderb an sie binden." (Enzyklika "Sapientiae christianae")
       ...
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       "Die politische  Macht wird die Kirche niemals schützen, ohne sie
       zu mißbrauchen.  Die Kirche  wird den  Staat nie anerkennen, ohne
       die Botschaft  abzuschwächen. Der  Staatsmann, auch der gläubige,
       wird nie den Herrn in ihr ansprechen, sondern die Macht."
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       "Wenn Gott  das Töten  verbietet, darf  bei  diesem  Gottesverbot
       keine Ausnahme gemacht werden von der Regel: daß es nämlich immer
       böse ist,  einen Menschen zu töten, der doch nach dem Willen Got-
       tes ein sakrosanktes Geschöpf sein soll."
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       "Die Bergpredigt  wurde jetzt  ein Werk der Übergebühr für beson-
       ders Fromme..  . Es  verwischen sich  die Grenzen zwischen Kirche
       und profaner  Welt. Die  Kirche wird zum Tummelplatz der Welt und
       der dämonischen Mächte." (Hernegger)
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       "Die katholischen  Theologen haben  immer den gerechten vom unge-
       rechten Krieg  unterschieden und es niemals in den Urteilsbereich
       des einzelnen  mit all  seinen Kurzsichtigkeiten und Gefühlsstim-
       mungen gelegt, im Kriegsfalle die Erlaubtheit oder das Unerlaubt-
       sein zu  erörtern, sondern die letzte Entscheidung der rechtmäßi-
       gen Autorität überlassen." ("Kirche u. Vaterland" S 103, Herder.)
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