Quelle: Blätter 1963 Heft 01 (Januar)


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       Das vollständige Dokument finden Sie entweder auf der "Blätter"-
       DVD,  die mehr als 9000 Beiträge von 1956-1989  enthält oder auf
       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. med. habil. Bodo Manstein
       
       ZIVILER BEVÖLKERUNGSSCHUTZ - PROPAGANDA UND REALITÄT
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       ...
       Ende Januar  erscheint als  Band 11  der "Politikum-Reihe"  im J.
       Fink Verlag,  Stuttgart, ein  neues Buch von Dozent Dr. med. Bodo
       Manstein: "Atomare  Gefahr und Bevölkerungsschutz". Verfasser und
       Verlag haben  uns freundlicherweise  einen Vorabdruck der folgen-
       den, im Hinblick auf die geplante Notstandsgesetzgebung besonders
       aktuellen Teile dieses Buches gestattet. D. Red.
       ...
       Planungen für den passiven Schutz
       ---------------------------------
       a) Evakuierungen
       ----------------
       b) Schutzbauten
       ---------------
       ...
       Zahl der Opfer      Zeit, in der sich die USA
                           wieder erholen würden
       
         2 Millionen             1 Jahr
         5    "                  2 Jahre
        10    "                  5   "
        20    "                 10   "
        40    "                 20   "
        80    "                 50   "
       120    "                100   "  1)
       ...
       ...
       Schutzbautyp S9: Höchstüberdruck 9   atü
                        Sog             1,0 atü
       Schutzbautyp S6: Höchstüberdruck 6   atü
                        Sog             1,0 atü
       Schutzbautyp S3: Höchstüberdruck 3   atü
                        Sog             0,6 atü
       Schutzbautyp S2: Höchstüberdruck 2   atü
                        Sog             0,4 atü
       Schutzbautyp S1: Höchstüberdruck 1   atü
                        Sog             0,2 atü
       ...
       ...
       "In jeder  Stadt, und  gerade wieder in den Stadtzentren, gibt es
       noch genug Altbauten, und in jeder Trümmermasse gibt es Hohlräume
       und Luftzufuhrkanäle  genug, um  dem Feuer Sauerstoff zuzuführen.
       Beispiele aus  dem letzten  Krieg beweisen  das zu Dutzenden; zum
       Beispiel brannten  Kohlenkeller unter geringster Sauerstoffzufuhr
       3 und  4 Wochen lang. An brennbaren Stoffen sollte es auch in mo-
       dernen Gebäuden  nicht fehlen. In jedem Haushalt gibt es brennba-
       ren Hausrat genug. Dazu kommen Büro-, Waren-, Geschäftshäuser mit
       ganzen Lagern  brennbarer Waren und Gegenstände, Fabriken mit ih-
       rem Bestand  an Rohstoffen  und  Fertigfabrikaten,  Hunderte  von
       Tankstellen mit  hochexplosiven Brennstoffen,  in jedem Haus Vor-
       räte an  Heizöl oder  anderem Brennmaterial.  Die Brandgefahr hat
       sich im Vergleich zu dem letzten Krieg keineswegs verringert. Bei
       genügender Hitzeentwicklung, die in Großbrandräumen immer gegeben
       ist, brennen auch moderne Betonbauten aus 4)."
       ...
       ...
       "Ich habe  zwei Vorsichtsmaßnahmen  getroffen für  den Fall,  daß
       eine nukleare Katastrophe Recht und Ordnung aufhebt. Ich habe mit
       meiner Familie  ein besonderes Klopfzeichen vereinbart als Signal
       zum Öffnen der stahlgepanzerten Tür des Bunkers. Und ich habe den
       Bunker mit Schußwaffen und Munition versehen..."
       ...
       c) Ernährungsvorrat - Medikamente
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       Verwundetenversorgung - ärztliche Aspekte
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       ...
       "Das Sanitätswesen  brach als  erstes zusammen. Es fehlte an Ärz-
       ten, an  Hilfslazaretten und an Medikamenten. Nicht besser war es
       auf dem  Gebiet der Lebensmittelversorgung und der Instandhaltung
       lebenswichtiger Betriebe  und Verkehrswege. Die Luftschutzmaßnah-
       men erwiesen  sich als  vollkommen unzureichend. Eine Lenkung des
       Flüchtlingsstroms war  undurchführbar. Auch  das  Fernmeldesystem
       war in kürzester Zeit außer Betrieb." 6)
       ...
       Die Konsequenzen
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