Quelle: Blätter 1963 Heft 01 (Januar)


       zurück       Anzeige mit ausgesterntem Text


       Aus Copyrightgründen kann DEA hier keine Volltextausgabe machen.
       ----------------------------------------------------------------
       Das vollständige Dokument finden Sie entweder auf der "Blätter"-
       DVD,  die mehr als 9000 Beiträge von 1956-1989  enthält oder auf
       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       ES IST DEIN DEUTSCHLAND!
       ========================
       ...
       "Aberwitzige Ansprüche  an den  Bundesetat von etwa 64 Milliarden
       DM wurden auf 56,8 Milliarden zusammengestrichen... Ist das alles
       nun vergebens  gewesen? Sind  die guten Vorsätze von gestern ver-
       gessen? Gelten  die Beschlüsse  nichts mehr?  Oder gerade  nur so
       viel, als sie sich mit dem Opportunismus der Tagespolitik vertra-
       gen? ...  Noch ehe  die neuen  Minister dem Bundestag vorgestellt
       wurden, wurde  dem Haushaltsausschuß  des Bundestages  zugemutet,
       unmittelbar vor Schluß des Haushaltsjahres und wenige Wochen nach
       der Genehmigung  eines Nachtragshaushalts  von einer  Überziehung
       des  Verteidigungshaushalts  im  Umfang  von  1,1  Milliarden  DM
       "zustimmend Kenntnis  zu nehmen". ... Dabei aber bleibt es nicht.
       Für den  Bundeshaushalt 1963  liegen inzwischen, nach wenigen Wo-
       chen, so  viele zusätzliche  Ausgabenabsichten vor, daß von einem
       "Stabilisierungsetat" keine  Rede mehr sein kann. Es handelt sich
       nicht um  wenige hundert Millionen, sondern um mehrere Milliarden
       DM... Diese  Überlegungen führen auch zu der Schlußfolgerung, daß
       die Bundesrepublik  unter den  gegenwärtigen Umständen  eine  be-
       trächtliche Vermehrung  der Bundeswehr  mit einer ruinösen Preis-
       und Lohninflation  bezahlen müßte. Jetzt muß widerstanden werden.
       Es ist  an der  Zeit, die  Alarmglocke zu  ziehen.  Noch  hat  es
       Sinn... Das  Stabilisierungsprogramm, halb  schon vergessen,  muß
       abermals durchgesetzt werden. Dabei geht es nicht bloß um Finanz-
       und Konjunkturpolitik;  es geht  um die  Verteidigung und die Fe-
       stigkeit der  freiheitlichen Gesellschaftsordnung, die durch eine
       inflationäre Entwicklung mit Sicherheit ruiniert würde."
       ...
       ...
       Manfred Pahl-Rugenstein
       ...
       

       zurück