Quelle: Blätter 1963 Heft 02 (Februar)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Die Lage
       
       Dr. Achim von Borries
       
       "BRÜSSEL" UND DIE NOTWENDIGKEIT EINER MULTILATERALEN
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       DEUTSCHEN AUSSENPOLITIK
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       ...
       "Indem sie sich der Briten bedienen, suchen die Amerikaner in Tat
       und Wahrheit  einen großangelegten Dreh einer Freihandelszone mit
       Irland, Island  usw. zu verwirklichen. Die Amerikaner werden ihre
       Ware nicht  mehr an  die Afrikaner,  die Südamerikaner,  ja nicht
       einmal mehr  an die Araber los - es sei denn sie verschenken sie.
       Begreiflich, daß  sie da versuchen müssen, an Europa zu verkaufen
       - das  zahlungsfähig ist."  (Nach: Die Tat, Zürich, v. 7.11.1963)
       1).
       ...
       ...
       "Indem nun die Deutschen in ihren wesentlichen Teilen auf das Er-
       greifen einer  eigenen Aufgabe verzichteten und für das Linsenge-
       richt eines  neuen, wenn  auch nur scheinbaren Machtzuwachses den
       Weg der  Integration in  ein von  Frankreich geführtes Westeuropa
       beschritten haben, ja, sich nun neuerdings noch mit Frankreich zu
       einer in  dieser Form  unzeitgemäßen Politik  im Hinblick auf die
       Schaffung einer  dritten Kraft verbinden wollen, sind sie in eine
       Zwickmühle  hineingeraten,   die  ihnen  nur  noch  erlaubt,  mit
       Frankreich in  eine für sie untragbare Isolierung hineinzugeraten
       oder aber Handlanger für den Anglo-Amerikanismus zu werden."
       ...
       ...
       "So wurde  nun in Westberlin demonstriert, zu welchen politischen
       Zuständen die  'Gemeinsamkeit' führt - zur Lähmung oder Unterwer-
       fung. Die  Beilegung der Koalitionskrise in Berlin ist kennzeich-
       nend dafür,  wie das  parlamentarische Leben  erstarrt, wenn eine
       wirksame Opposition  fehlt. Obwohl  die Sozialdemokraten  in  der
       ehemaligen Reichshauptstadt  über eine  regierungsfähige Mehrheit
       verfügen, haben  sie sich  um der  Gemeinsamkeit willen nicht zum
       Handeln  aus   eigener  Kraft  entschließen  können.  Die  Chance
       'Politik zu  machen' wurde  auf dem  Altar einer fragwürdigen Ge-
       meinsamkeit geopfert.  Die SPD ist anscheinend in den sich selbst
       angelegten Fesseln  schon so  gefangen, daß  sie auch  in  Berlin
       'keine Experimente' mehr wagen konnte."
       ...
       

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