Quelle: Blätter 1963 Heft 04 (April)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. Rudolf Hilf
       
       DEUTSCHLANDS OSTGRENZE
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       ...
       "Ein großes Unglück für die Einzelnen wie für die Völker liegt in
       der allzu  starken Erinnerung  an das,  was sie  gewesen sind und
       nicht mehr sein können. Die Zeit gleicht einem Flusse: sie steigt
       zu ihren Quellen nicht zurück." Antoine Rivarol
       ...
       ...
       "...daß die  deutsche revisionistische Bewegung potentiell antia-
       merikanisch ist, denn die am meisten Enttäuschten und Getäuschten
       werden die  Revisionisten sein.  Wenn es endgültig klar wird, daß
       es keine 'Befreiung' durch Gewalt und keine Revision an der Oder-
       Neiße geben  wird, wenn,  und sei es nur vorübergehend, eine Ent-
       spannung zwischen Moskau und Washington eintritt, dann werden die
       fanatischsten Anhänger  einer deutsch-russischen  Annäherung  und
       die unversöhnlichsten Ankläger Amerikas aus den revisionistischen
       Kreisen hervorgehen..."
       ...
       ...
       "Zwölf Jahre  lang verfolgte Adenauer eine Außenpolitik der engen
       Verbundenheit mit dem Westen und der Integration in ein vereintes
       Europa. Das war keine geringe Leistung für eine Nation, die immer
       in beiden  Richtungen geblickt  hat und  zu der  zwölf  Millionen
       Flüchtlinge aus  dem Osten gehören, die ihre Heimat nicht wieder-
       sehen  werden,  solange  Deutschland  mit  dem  Westen  verbunden
       bleibt."
       ...
       ...
       Der Romantiker  "...plädiert für  eine verlorene Sache und möchte
       ihre Wiederaufnahme herbeiführen. Er steht... 'außen' im Raum wie
       in der  Zeit. Sein Standpunkt ist der des Entmachteten mit... An-
       sprüchen. Im  Verhältnis zu seinen Zielen befindet er sich im Zu-
       stand des verlorenen Paradieses, das er im besten Falle noch über
       der Mauer  erblickt, und  es gibt keine schärfere Prüfung für ihn
       als dessen Verwirklichung."
       ...
       ...
       "Kein Volk  besitzt auf  dieser Erde  auch nur einen Quadratmeter
       Grund und  Boden auf  höheren Wunsch  und  laut  höherem  Recht."
       (Adolf Hitler, Mein Kampf)
       ...
       ...
       "Nur wer  Anteil hat  an den beiden Seiten einer Grenzlinie, kann
       dem Übergreifenden  und damit dem Frieden dienen, nicht, wer sich
       in der momentanen Ruhe eines fest Begrenzten sicher fühlt. Friede
       erscheint, wo  im persönlichen wie im politischen Leben eine alte
       Grenze ihre  Wichtigkeit und damit ihre Macht, Unfrieden zu stif-
       ten, verloren hat, auch wenn sie noch als Teilgrenze fortbesteht.
       Friede ist nicht spannungsloses Nebeneinander. Er ist die Einheit
       im Umfassenden,  in der  das Gegeneinander  lebendiger Kräfte und
       die Konflikte zwischen dem Alten und dem jeweils Neuen nicht feh-
       len, in  der sie aber nicht zerstörerisch ausbrechen, sondern ge-
       halten sind  im Frieden  des Übergreifenden... Alles, was ich vom
       Überschreiten der  Grenze gesagt  habe, gilt  auch für  das Über-
       schreiten der Grenze, die heute für die westliche Welt am schwer-
       sten zu  überschreiten ist,  die Grenze nach dem Osten... Und ich
       wünschte, ich wäre fähig, das auch zu denen auf der anderen Seite
       der Grenze zu sagen..."
       ...
       

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