Quelle: Blätter 1963 Heft 06 (Juni)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. Ernst Schwarz
       
       "WER SOLL DER ERDE HERR SEIN?"
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       Was ist Marxismus?
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       "Militarismus, Nationalismus, Kapitalismus - man kann keinen die-
       ser drei  vereinzelt anklagen, uns ins Unglück geführt zu haben."
       ...
       ...
       "Ich sah  nämlich", schreibt er in seinen "Geständnissen" (1854),
       "daß der  Atheismus ein  mehr oder  minder geheimes  Bündnis, ge-
       schlossen mit dem schauderhaft nacktesten, ganz feigenblattlosen,
       communen Communismus.  Meine Scheu  vor dem  letzteren hat  wahr-
       scheinlich nichts gemein mit der Furcht des Glückspilzes, der für
       seine Capitalien  zittert, oder  mit dem Verdruß der wohlhabenden
       Gewerbsleute, die  in ihren Ausbeutungsgeschäften gehemmt zu wer-
       den fürchten:  nein, mich beklemmt vielmehr die geheime Angst des
       Künstlers und des Gelehrten, die wir unsere ganze moderne Civili-
       sation... durch  den Sieg  des Communismus  bedroht sehen...  Die
       Emanzipation des  Volkes war die große Aufgabe unseres Lebens...,
       aber wir  können uns  nimmermehr verhehlen, wessen wir uns zu ge-
       wärtigen haben, sobald die große rohe Masse, welche die Einen das
       Volk, die  Anderen den  Pöbel nennen... zur wirklichen Herrschaft
       käme."
       ...
       ...
       "daß die  zivilisierte Ordnung jedes Laster, welches die Barbarei
       auf einfache Weise ausübt, zu einer zusammengesetzten, doppelsin-
       nigen, zweideutigen, heuchlerischen Daseinsweise erhebt."
       ...
       Lenin
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       ...
       "Alle revolutionären  Parteien, die bisher zugrundegingen, gingen
       zugrunde an  ihrem Hochmut..., an der Furcht, über ihre Fehler zu
       sprechen" (Fischer S. 272).
       ...
       ...
       "Gerade die  Fabrik, die  manchem  nur  als  Schreckgespenst  er-
       scheint, belehrt...  auch über ihre organisierende Seite (die auf
       der gemeinsamen Arbeit aufgebaute Disziplin)" (Fischer S. 281).
       ...
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       "Das Antlitz  Rußlands ändert  sich völlig. Nunmehr bestimmt sich
       das soziale  und politische Gewicht des Sowjetmenschen nicht mehr
       nach dem doktrinären Glauben, sondern nach seinem fachlichen Wis-
       sen, seinem  praktisch verwertbaren  Bildungsniveau. Die  Gesell-
       schaft wandelt sich... in eine Bildungsgesellschaft."
       ...
       Die Sowjetunion und die Demokratie
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       "Er ist  kein homöostatischer Prozeß... (er zeigt) ein Gewirr von
       Verrat, Abtrünnigkeit  und Betrug, das nur allzusehr ein Bild des
       höheren Geschäftslebens und des engverwandten Lebens der Politik,
       der Diplomatie  und des  Krieges ist"  (Kybernetik, 2.  Aufl.  S.
       230).
       ...
       ...
       "Die Französische  Revolution ist das erste entsetzliche Beispiel
       dafür, daß die Machtpolitik und Staatsräson der modernen demokra-
       tischen Volksstaaten  noch viel  dämonischere  Gewalten  auslösen
       konnte als  der Staat  der alten  aristokratischen  Gesellschaft"
       (Meinecke).
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       Die Ideologien und die Technik
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       "Ihr reichen Bürgerlichen, die ihr euch liberal nennt, gesteht es
       euch nur  zu, eure  eigene Herzensgesinnung ist es, welche ihr in
       den Sozialisten  so furchtbar und bedrohlich findet, in euch sel-
       ber aber als unvermeidlich gelten laßt, wie als ob sie dort etwas
       anderes wäre... Euch müßt ihr zuerst besiegen, wenn ihr irgendwie
       über die  Gegner eures Wohlstandes siegen wollt" (a.a.O. II, Aph.
       304).
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       Die wahre Freiheit
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