Quelle: Blätter 1963 Heft 07 (Juli)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Die Lage
       
       Johannes Weidenheim
       
       NACH KENNEDYS BESUCH
       ====================
       ...
       "Unsere Probleme sind von Menschen geschaffen, deshalb können sie
       auch von Menschen gelöst werden. Und die Größe, die der menschli-
       che Geist  erreichen  kann,  bestimmt  der  Mensch  selbst.  Kein
       Schicksalsproblem der  Menschheit liegt  außerhalb der Reichweite
       des Menschen..."
       ...
       ...
       "Was erfordert  die Wahrheit?  Sie verlangt  von uns, daß wir den
       Tatsachen ins Auge sehen, daß wir uns von Selbsttäuschung freima-
       chen, daß wir uns weigern, in bloßen Schlagworten zu denken. Wenn
       wir für die Zukunft dieser Stadt arbeiten wollen, dann lassen Sie
       uns mit  den Gegebenheiten  fertig werden,  so, wie  sie wirklich
       sind, nicht  so, wie  sie hätten  sein können, und nicht, wie wir
       uns wünschen, daß sie gewesen wären."
       ...
       ...
       "Amerika setzt seine Städte aufs Spiel, um Ihre Städte zu vertei-
       digen, weil  wir Ihrer  Freiheit  bedürfen,  um  unsere  Freiheit
       schützen zu können."
       ...
       ...
       "...um die  NATO zu  festigen, um  den Handel auszuweiten, um den
       Entwicklungsländern beizustehen,  um eine  gemeinsame finanzielle
       Linie zu finden und um die Atlantische Gemeinschaft aufzubauen",
       ...
       ...
       "Wie ich schon gesagt habe und hier erneut betonen möchte, arbei-
       ten wir  auf den Tag hin, da es einen wirklichen Frieden zwischen
       uns und  den Kommunisten geben kann, und wir werden uns in diesem
       Bemühen von niemandem übertreffen lassen..."
       ...
       ...
       "Es wäre tragisch, würden die Erwartungen im Brackwasser des Ken-
       nedy-Besuches zu hoch geschraubt. Deshalb erscheint es klug, das,
       was gesagt  wurde, auch  im Lichte  der bisherigen Erfahrungen zu
       sehen. Und  die Erfahrungen  zeigen, daß manches, was Kennedy als
       rhetorische Geste  ausgesprochen hat,  später im Alltag revidiert
       werden mußte."
       ...
       ...
       "An eine  Wiederherstellung des  ehemaligen Deutschen  Reiches in
       den Grenzen  von 1937  sei überhaupt  nicht zu  denken, sagte der
       Bundestagspräsident. Jede  Diskussion werde  abrupt  abgebrochen,
       sobald diese  Frage auch  nur angeschnitten  werde. Es  sei sogar
       schwierig, für  die Wiedervereinigung zu werben. Bei den zahlrei-
       chen neuen  Mitgliedsnationen der UNO rufe die deutsche Frage oft
       nur ein Achselzucken hervor... Noch immer sei bei zahlreichen Po-
       litikern nicht  nur der  neutralen, sondern auch der befreundeten
       Nationen als  Konsequenz der  jüngsten deutschen  Geschichte eine
       kritische Distanz  gegenüber Deutschland  festzustellen. Er müsse
       daher vor  Illusionen der  deutschen  Wiedervereinigung  warnen."
       (Die Welt, 21.6.63)
       ...
       ...
       "Bisher haben  wir es  ohne die SED versucht, jetzt müssen wir es
       mit der SED versuchen" (Peter Bender im Westdeutschen Rundfunk im
       Rahmen der Sendereihe "Unteilbares Deutschland").
       ...
       ...
       "Der Wert  und der  Geist unserer eigenen Gesellschaft müssen un-
       sere Anstrengungen im Ausland rechtfertigen..."
       ...
       

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