Quelle: Blätter 1963 Heft 08 (August)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. Rudolf Hilf
       
       ZUR FRAGE DER DEUTSCH-TSCHECHISCHEN BEZIEHUNGEN
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       ...
       "Als bald  nach der  Ankunft Heydrichs  in der Goldenen Stadt die
       ersten Judentransporte angekündigt wurden, waren wir zum Messege-
       lände hinausgefahren,  um uns das anzusehen. Auf meine Bemerkung:
       'Eigentlich eine  traurige Sache',  erwiderte mein  Kollege: 'Das
       ist etwas  viel Schlimmeres! Ein eindringlicher Anschauungsunter-
       richt für ein gelehriges Volk wie die Tschechen, wie man sich ei-
       ner mißliebigen  Minderheit entledigen  kann.  Jetzt  wissen  die
       Tschechen, woran sie sind, wenn Hitler den Krieg gewinnt, und wir
       können uns  an den  fünf Fingern abzählen, was uns erwartet, wenn
       die Geschichte  schief geht.'  Ich war  entsetzt und  sagte  nur:
       'Vielleicht sind  wir dazu  zu  zahlreich'.  Seine  Antwort  war:
       'Schau, was  hier geschieht,  ist heller  Wahnsinn, und  Wahnsinn
       kennt keine  Maße und  Grenzen. Und ansteckend ist er auch. Viel-
       leicht werden wir froh sein, wenn alles noch so zugeht wie da.'"
       ...
       

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