Quelle: Blätter 1963 Heft 09 (September)


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       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Wolfgang Baranowsky
       
       DER MENSCH UND DIE KYBERNETISCHE MASCHINE (I)
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       Perfektionierte Gewissenlosigkeit
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       ...
       Professor Max Bense schrieb bereits 1952:
       
       "Nicht die  Erfindung der Atombombe ist das entscheidende techni-
       sche Ereignis unserer Epoche, sondern die Konstruktion der großen
       mathematischen Maschinen,  die man,  vielleicht mit einiger Über-
       treibung, gelegentlich  auch Denkmaschinen  genannt hat... Tiefer
       als bisher  ist damit die Technik in unser soziales und geistiges
       Leben eingebrochen. Wir können durchaus von einer neuen Stufe der
       technischen Welt oder der technischen Zivilisation sprechen."
       ...
       ...
       "Wir (können)  zwei verschiedene  Dinge, die wir von der Maschine
       verlangen, nicht  gleichzeitig haben:  Einerseits wollen wir, daß
       der 'Sklave'  gescheit sein  soll, andererseits,  daß er gehorsam
       sein soll.  Diese beiden Forderungen widersprechen einander. Ver-
       wirklicht man  die eine  vollkommen, so bedeutet dies, die andere
       nicht zu erreichen."
       ...
       ...
       "Das Denken  muß sich bescheiden können; muß wissen, wo innerhalb
       eines bestimmten  Bezugssystems seine  Grenze ist.  Grundsätzlich
       ist es  kein Verdienst, immer weitere Fragen zu stellen; das kann
       jedes Kind."
       ...
       ...
       "Das Denken  ist eine Funktion der höchsten Bewegungsform der Ma-
       terie, einer  Bewegungsform, die  sich qualitativ von allen Bewe-
       gungsformen der niederen Stufen unterscheidet; sie kann also nie-
       mals in  ihrem Wesen durch Modelle niederer Stufe wiederholt wer-
       den. Was  wiederholt werden kann, sind immer nur analoge Struktu-
       ren, gewisse  Seiten und  Züge. Der  qualitative Unterschied zwi-
       schen elektronischer  Rechenmaschine und  Gehirn kann  durch kein
       irgendwie geartetes  System von  Wörtern und Definitionen aus der
       Welt geschafft werden."
       ...
       Relativität der Begriffe
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