Quelle: Blätter 1964 Heft 01 (Januar)


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       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Prof. Linus Pauling
       
       WISSENSCHAFT UND FRIEDEN (I)
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       ...
       "In der  tragischen Situation, vor der die Menschheit steht, sind
       wir der  Meinung, daß die Wissenschaftler sich in einer Konferenz
       vereinigen sollten,  um die  Gefahren abzuschätzen, die auf Grund
       der Entwicklung der Massenvernichtungswaffen entstanden sind...",
       ...
       ...
       "Vor uns  liegt, wenn  wir so  wählen, ständiger  Fortschritt  in
       Glück, Wissen  und Weisheit. Werden wir statt dessen den Tod wäh-
       len, weil  wir unseren  Streit nicht vergessen können? Wir wenden
       uns als  Menschen an  Menschen: Denkt an Euer Menschsein und laßt
       alles andere.  Wenn Ihr  das könnt,  öffnet sich  der Weg  in ein
       neues Paradies;  könnt Ihr  das nicht,  liegt vor Euch die Gefahr
       des allumfassenden Todes."
       ...
       ...
       "Der Verlust  auch nur eines menschlichen Lebens oder die Mißbil-
       dung auch  nur eines  Kindes, das auf die Welt kommt, nachdem wir
       sie schon  lange verlassen haben, sollte uns alle angehen. Unsere
       Kinder und Enkel sind nicht nur statistische Zahlen, denen gegen-
       über wir gleichgültig bleiben können."
       ...
       ...
       "Solange diese  Waffen nur  in den  Händen von drei Mächten sind,
       erscheint eine  Kontrollvereinbarung möglich.  Falls die  Bomben-
       tests fortgesetzt  werden und  weitere Regierungen  in den Besitz
       dieser Waffen  kommen, wird die Gefahr einer atomaren Kriegskata-
       strophe durch die rücksichtslose Aktion eines verantwortungslosen
       nationalen Führers rasch anwachsen.
       Eine internationale  Vereinbarung, die  Kernwaffenversuche  jetzt
       einzustellen, könnte als erster Schritt zur allgemeinen Abrüstung
       und der schließlichen wirksamen Abschaffung der Kernwaffen dienen
       und dabei die Möglichkeit eines Atomkrieges abwenden, der für die
       ganze Menschheit zur Katastrophe würde.
       Gemeinsam mit  unseren Mitmenschen sorgen wir uns um das Wohl al-
       ler Menschen.  Als Wissenschaftler kennen wir die vorhandenen Ge-
       fahren und  haben deshalb eine besondere Verantwortung, diese Ge-
       fahren bewußt  zu machen.  Wir halten  es für unerläßlich, daß in
       sofortiger Aktion eine internationale Vereinbarung erreicht wird,
       um alle Kernwaffenversuche einzustellen."
       ...
       ...
       "Schließlich muß  darauf hingewiesen  werden, daß  die Gesamtzahl
       der Ausfälle  nach 60  Tagen kein  Hinweis auf die endgültige To-
       desziffer zu  sein braucht.  Solche verzögerte  Auswirkungen, wie
       sie durch  die Auflösung  der Gesellschaft, den Zusammenbruch der
       Verkehrsverbindungen, die  Vernichtung der  Nahrungsmittel, durch
       genetische Schäden  und die langsame Entwicklung der Strahlenver-
       giftung durch die Aufnahme radioaktiver Stoffe in den Körper ein-
       treten, können die endgültige Verlustziffer bedeutend erhöhen."
       ...
       

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