Quelle: Blätter 1964 Heft 04 (April)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       William Warbey, M.P.
       
       VIETNAM: KRIEG OHNE ENDE?
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       ...
       "Der Krieg  ist im  Wesentlichen ein  Konflikt der  Leute aus dem
       Süden, der  auch im  Süden selbst  ausgetragen wird.  Es  konnten
       keine nordvietnamesischen  Gefangenen im Süden gemacht werden und
       es wird  allgemein angenommen,  daß die  meisten Waffen  der Viet
       Cong den  südvietnamesischen Streitkräften  abgenommen  wurden...
       Einige Kader der Viet Cong sind im Norden ausgebildet worden oder
       haben in  der nordvietnamesischen  Armee gedient,  aber sie  sind
       selbst Südländer. Sondereinheiten, so Sanitäts- oder Zerstörungs-
       gruppen, wurden  ebenfalls im  Norden ausgebildet.  Die  normalen
       Guerillas sind  Südländer, die  kaum jemals  den Süden  verlassen
       hatten."
       ...
       ...
       "laut offiziellen vietnamesischen Zahlen mehr als 20 000 kommuni-
       stische Aufständische  in den  Sümpfen und Dschungel getötet wur-
       den, während  12 500 sich  ergaben. Aber von neuem haben sich die
       Viet Cong  schätzungsweise von 25 000 auf 27 000 vermehrt und der
       hydraköpfige Feind beherrscht nun bis zu 70% einige der Provinzen
       des sumpfigen Mekong-Deltas.
       Neutrale Beobachter am Ort weisen entschieden die Ansicht zurück,
       daß ein  Hauptstoß gegen  Nordvietnam den  Krieg im Süden beenden
       könne. Man  nimmt an,  daß ungefähr 2500 kommunistische Kader und
       Sondertruppen vom  Norden her  in den Süden eingesickert sind und
       daß einige  chinesische Waffen  -  hauptsächlich  Granatwerfer  -
       durch Dschunken  in das unübersichtliche Labyrinth des Deltas, in
       dem die  Guerillas operieren,  gebracht wurden. Aber im Wesentli-
       chen sind die Viet Cong auf sich selbst angewiesen."
       ...
       ...
       "Es besteht  die Gefahr, daß das neue Regime so damit beschäftigt
       ist, politische  Gegner auszuschalten,  in der Administration und
       in der  Armee Rechnungen mit alten Feinden zu begleichen und nach
       neuen zu forschen - dazu mögen noch die Fraktionskämpfe innerhalb
       der eigenen Reihen kommen -, daß der Krieg im Süden durch eigenes
       Verschulden verloren  geht und  der Vorstoß  gegen den Norden zum
       letzten verzweifelten Ausweg zu werden scheint."
       ...
       

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