Quelle: Blätter 1964 Heft 09 (September)


       zurück       Anzeige mit ausgesterntem Text


       Aus Copyrightgründen kann DEA hier keine Volltextausgabe machen.
       ----------------------------------------------------------------
       Das vollständige Dokument finden Sie entweder auf der "Blätter"-
       DVD,  die mehr als 9000 Beiträge von 1956-1989  enthält oder auf
       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Die Lage
       
       Dr. Achim v. Borries
       
       FÜR EINE "POLITIK DES SCHLUSSSTRICHS"
       =====================================
       ...
       In der  WELT vom  27. August war in einem Bericht aus Bonn zu le-
       sen:
       
       "Der 1.  September wird  in Bonn  ein Tag  wie jeder andere sein.
       Vermutlich wird Bundeskanzler Erhard der 25. Wiederkehr jenes Ta-
       ges, an  dem deutsche  Truppen die polnische Grenze überschritten
       und damit den Zweiten Weltkrieg begannen, in einem Artikel geden-
       ken. Vielleicht  wird er  auch einige  Worte im  Rundfunk zu  uns
       sprechen. Das aber ist alles.
       Was sollte  denn mehr  geplant sein?  Ein  Bundestagsabgeordneter
       fragte uns  das erstaunt,  als er  auf dieses  Thema angesprochen
       wurde. In seinem Erstaunen kam das weitverbreitete Unbehagen dar-
       über zum  Ausdruck, immer  nur der  Katastrophen und Niederlagen,
       der gescheiterten Attentate und Aufstände, der falschen und sogar
       verbrecherischen Politik gedenken zu müssen.
       Niemand in der Bundesregierung, niemand im Bundestag kam auch nur
       auf den  Gedanken, am  1. September  in einer  besonders betonten
       Form, mit einer Sitzung oder was immer es sei, den Blick 25 Jahre
       zurückzulenken  und   daraus  Folgerungen   und  Lehren  für  die
       Gegenwart zu ziehen."
       ...
       ...
       "Inzwischen hört man aus Bayern merkwürdige Gerüchte. Unter Beru-
       fung auf  gaullistische Methoden  soll sich dort ein Bündnis zwi-
       schen dem  rechten Flügel  der CSU,  den radikalen Vertretern der
       Vertriebenen und  den Kreisen  um die  Nationalzeitung  anbahnen.
       Diesmal heißt  es, rechtzeitig  aufpassen. Ein  Rückfall in einen
       Nationalismus, in  welchem Gewand  auch immer  er auftreten möge,
       wäre das  Ende jeder  Hoffnung auf  Wiedervereinigung und der Tod
       jeder Einigung Europas."
       ...
       

       zurück