Quelle: Blätter 1965 Heft 03 (März)


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       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
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       Bücher
       
       "DIE RADIKALE ALTERNATIVE"
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       ...
       Ossip K.  Flechtheim, Eine Welt oder keine? Beiträge zur Politik,
       Politologie und Philosophie, Frankfurt, 1964, Preis DM 14,80, 267
       S., kart.
       ...
       ...
       "Welche Lehren  wir auch immer im einzelnen aus dem fatalen Expe-
       riment des  Nationalsozialismus ziehen  wollen -  eins sollte nun
       ein für allemal klar werden: die Antiquiertheit der Gewalt in den
       Auseinandersetzungen sowohl  innerhalb der Staaten und Völker wie
       vor allem auch zwischen den Nationen, Mächten und Ideologien" (S.
       89). "Der  Konservatismus unterschätzt  vor allem  die Stärke und
       Zwangsläufigkeit der  wissenschaftlich-technisch-ökonomischen Dy-
       namik, die  weder einfach  aufgehalten, noch zurückgewandt werden
       kann. Er  sieht nicht, daß die Veränderungen in diesem Sektor be-
       deutsame Anpassungen  in den  anderen Kulturbereichen unerläßlich
       machen -  daß es in einem planetarischen Zeitalter keine isolier-
       ten Inseln mehr geben wird, daß die atomare Bedrohung, die Bevöl-
       kerungsexplosion, das  Erwachen  der  "Dritten  Welt",  die  sog.
       zweite industrielle Revolution, die Herausforderung des Kommunis-
       mus Reformen  in Richtung auf umfassende soziale Planung, weiter-
       reichende Demokratie und Weltintegration erheischen" (S. 98).
       ...
       ...
       "Nur derjenige Humanist wird zum Sozialisten, der tief durchdrun-
       gen ist  vom Bewußtsein des beispiellos dynamischen Charakter un-
       seres Zeitalters, von der Unmöglichkeit der Aufrechterhaltung des
       Status quo,  von der  Notwendigkeit, das  bestehende  System  der
       wirtschaftlich-sozialen Ungleichheit, der imperialistischen Kolo-
       nialpolitik und  der nationalstaatlichen  Souveränität abzubauen.
       Nur derjenige  Humanist wird  zum Sozialisten, der bereit ist, um
       eine Synthese von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu rin-
       gen, die im Gegensatz zum paternalistischen "Kommunismus" wie zum
       liberalen "Individualismus" die Verwirklichung einer Gesellschaft
       anstrebt, die  auf der  solidarischen Kooperation  nach Selbstbe-
       stimmung strebender Menschen beruht" (S. 133/4).
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       Harold Rasch
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