Quelle: Blätter 1965 Heft 04 (April)


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       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. jur. Walter Lewald
       
       DIE BILANZ DER ÖFFENTLICHEN VERJÄHRUNGSDEBATTE
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       ...
       Der Aufsatz  des Herausgebers  der  "Neuen  Juristischen  Wochen-
       schrift" ist  noch vor der letzten, abschließenden Diskussion des
       Problems der  Verjährungsfrist von NS-Verbrechen im Bundestag ge-
       schrieben worden.  Dennoch halten  wir es für gerechtfertigt, ihn
       auch jetzt  noch abzudrucken,  trägt er  doch, wie  uns  scheint,
       nicht unwesentlich  zu einer  Klärung des Problems selbst bei und
       damit auch  zu einer  angemessenen Beurteilung  der inzwischen in
       Bonn getroffenen Entscheidung. D. Red.
       ...
       ...
       "So sehr  ich mich  also zu der Auffassung bekenne, daß nach gel-
       tendem Recht  beim Bonner  Grundgesetz eine  bloße  nachträgliche
       Verlängerung der  Verjährungsfrist durch  einfaches Gesetz an der
       selbstgesetzten Grenze  scheitert, eine  Auffassung, von  der ich
       für meine  Person nicht  um Haaresbreite  abgehe, auch nicht wenn
       wir vom  Ausland her  noch so sehr kritisiert werden, bin ich der
       vollen Überzeugung,  daß der  verfassungsändernde Gesetzgeber be-
       fugt ist,  hier eine Regelung zu treffen. Denn er hat eine andere
       Legitimation." (Adolf Arndt in der Bundestagsdebatte vom 10. März
       1965)
       "Die Richter  heute in Deutschland werden, wie man sagt, überfor-
       dert. Überfordert  zu sein, das scheint mir angemessen. Es gehört
       zum Menschen,  überfordert zu  werden. Sonst kommt das Beste, das
       er  vermag,   nicht  zur  Wirklichkeit."  (Karl  Jaspers  in  dem
       "Spiegelgespräch", Ausgabe vom 10. März 1965, S. 71)
       ...
       

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