Quelle: Blätter 1965 Heft 05 (Mai)


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       Dokumente zum Zeitgeschehen
       
       215 PROFESSOREN APPELLIEREN AN DIE GEWERKSCHAFTEN
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       An
       den Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes,
       an den Vorstand der
       Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden
       Industriegewerkschaft Bergbau und Energie
       Industriegewerkschaft Chemie, Papier, Keramik
       Industriegewerkschaft Druck und Papier
       Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands
       Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
       Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft
       Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen
       Gewerkschaft Holz
       Gewerkschaft Kunst
       Gewerkschaft Leder
       Industriegewerkschaft Metall
       Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten
       Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr
       Gewerkschaft der Polizei
       Deutschen Postgewerkschaft
       Gewerkschaft Textil-Bekleidung
       
       Sehr geehrte Damen und Herren,
       schon zwei  Jahre nach  den Änderungen des Grundgesetzes im Jahre
       1956, durch  die die  Wiederbewaffnung der  Bundesrepublik  juri-
       stisch konsolidiert  wurde, hat  die Bundesregierung damit begon-
       nen, einen weiteren Eingriff in unsere verfassungsrechtliche Ord-
       nung vorzubereiten:  die Einfügung  von sogenannten  Notstandsbe-
       stimmungen. Bis  heute hat  sie sich  mit diesem  Verlangen nicht
       durchsetzen können. Jetzt aber ist höchste Gefahr im Verzuge! Die
       Bundesregierung drängt  auf eine  Verabschiedung ihrer Notstands-
       verfassung und  einiger  sogenannter  einfacher  Notstandsgesetze
       noch in diesem Frühjahr. Während der jetzt bekanntgewordene Atom-
       minenplan ernsthaft  am Sinne der bisherigen Verteidigungspolitik
       zweifeln läßt,  befindet der Generalinspekteur des Heeres, daß zu
       ihrer Ergänzung  diese  Verabschiedung  "der  wichtigste  nächste
       Schritt" sei. Der Bundestag ist offenbar hierzu bereit.
       Die ersten Entwürfe für eine Ausnahmegesetzgebung mußten bekannt-
       lich zurückgezogen werden. Allzu offensichtlich war ihre Absicht,
       noch über  die Freiheitsbeschränkungen  und die diktatorische Ge-
       walt des  Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung hinauszugehen.
       Der neue  Entwurf ist denn auch in der Form wesentlich vorsichti-
       ger. In  den Bundestagsausschüssen  wird zur  Zeit  in  Tag-  und
       Nachtsitzungen versucht,  die letzten  Bedenken der parlamentari-
       schen Opposition  auszuräumen. Die  diktatorische Gewalt  für die
       Ausnahmesituation  des  Krieges,  der  schamhaft  "Verteidigungs-
       zustand" genannt  wird,  und  der  Mobilmachung  und  ihrer  Vor-
       bereitung, die  dort "Spannungszustand"  heißt, soll jetzt an die
       Mitwirkung eines  kleinen permanenten  Ausschusses aus  Bundestag
       und  Bundesrat,   den  sogenannten   Notstandsausschuß,  gebunden
       werden. Die  Bundesregierung hofft,  auf diese  Weise endlich die
       notwendige Zweidrittelmehrheit  für ihre Notstandsgesetzgebung zu
       erreichen.
       Aber die  Gefahr für  die freiheitlich-demokratische Grundordnung
       unseres Verfassungsrechts  ist dadurch  nicht gebannt,  die  Not-
       standsgesetze sind  nicht gezähmt  worden! Auch in der neuen Form
       entziehen sie  dem Parlamentsplenum die Entscheidungsbefugnis und
       die Rechtssetzungsgewalt  und führen  mit der  Einschränkung  von
       Grundrechten geradenwegs  zur Aufrichtung  diktatorischer Gewalt.
       Entscheidend ist  nämlich nicht,   w e r  den Ausnahmezustand er-
       klärt -  ein Ausschuß  oder die Regierung -, sondern daß der Aus-
       nahmezustand abermals  in Deutschland  erklärt werden  kann - von
       wem auch immer!
       Ausnahmezustand heißt: Aufhebung der Informations-, der Nachrich-
       tenverbreitungs- und  Meinungsäußerungsfreiheit der  Bürger, Ver-
       sammlungsverbote, wirtschaftliche  Zwangsgesetze  usw.  Auch  das
       Streikrecht wäre  betroffen; denn  die Streichung des sogenannten
       inneren Notstandes kann nicht beruhigen. Selbst wenn das Koaliti-
       onsrecht des  Art. 9 Abs. 3 des Grundgesetzes formell nicht ange-
       tastet wird,  kann die Erklärung des "Spannungszustandes" benutzt
       werden, die  Arbeitnehmer einem  "besonderen Gewaltverhältnis" zu
       unterstellen, womit  das Recht auf Wechsel des Arbeitsplatzes und
       der Arbeitseinstellung  aufgehoben wird. Unleugbar läge hier eine
       ständige Versuchung  vor, einen  "Spannungszustand" zu  fingieren
       oder gar  zu provozieren, um innenpolitische und soziale Probleme
       totalitär zu lösen und noch die geringste Kritik an der Wehr- und
       Außenpolitik zu  ersticken. Ausnahmegesetze  sind -  wir haben es
       schon einmal  erlebt -  der Tod  der Demokratie. Sie sind es auch
       dann, wenn  sie im Namen der Demokratie beschlossen und angewandt
       werden.
       Wir sagen damit nichts Neues! Viele haben es bereits gesagt. Auch
       sind die  politisch Verantwortlichen  schon vielfach angesprochen
       worden, nicht  zuletzt von den Gewerkschaften, denen mehr als ein
       Drittel aller  Abgeordneten der im Parlament vertretenen Parteien
       entstammt. Die  Gewerkschaften haben ihre Ablehnung mit Beschlüs-
       sen bekräftigt.
       Das alles  ist nicht  wirkungslos geblieben.  Die Eile,  den Not-
       standskomplex -  ob auch  als "Kompromiß" - hinter verschlossenen
       Türen der  Bundestagsausschüsse jetzt abzuschließen, zeugt nur zu
       deutlich von der sachlich wie politisch-moralisch schwachen Posi-
       tion, in  der sich  seine Verfechter gegenüber den Kräften befin-
       den, welche  die Demokratie in Deutschland noch ernst nehmen. Da-
       mit ist  ein Stadium  erreicht, das  höchste Aufmerksamkeit  ver-
       langt. Es  bahnt sich  eine überhastete Verabschiedung an, da of-
       fenbar ein  Einverständnis der  Parteienspitzen  besteht,  dieses
       Thema, bei  dem es  um den  Grundgehalt unseres Staates geht, auf
       diese Weise  der öffentlichen  Diskussion im Wahlkampf zu entzie-
       hen. Sie behandeln die Frage, als sei sie längst beschlossen, und
       erwarten, daß die Mehrheit des Bundestages sich damit einverstan-
       den erkläre.
       Deshalb muß  mit Nachdruck  darauf hingewiesen  werden, daß  alle
       Warnungen, wie sie in letzter Zeit von zahlreichen Persönlichkei-
       ten in  der Öffentlichkeit geäußert worden sind, nicht länger ge-
       nügen. Wir  wenden uns  daher heute an die Gewerkschaften und den
       Deutschen Gewerkschaftsbund,  die unstreitig zu den Kräften gehö-
       ren, die  tatkräftig und  von Anbeginn an am Aufbau unseres demo-
       kratischen Staatswesens mitgewirkt haben. Wir fragen Sie:
       Können wir  wenigstens den Abgeordneten vertrauen, die Mitglieder
       der Gewerkschaften sind, daß sie sich den Machinationen widerset-
       zen, mit  denen wir  auf Entscheidungen festgelegt würden, die an
       die Fundamente  unserer demokratischen Ordnung rühren und die die
       Existenz unseres Volkes aufs Spiel setzen?
       Wir fragen Sie: Werden Sie bei Ihren Beschlüssen bleiben, und was
       gedenken Sie zu tun, um die Demokratie ernsthaft zu verteidigen?
       März/April 1965
       
       Prof. Dr.  phil Heinrich  Abel, Technische Hochschule Darmstadt -
       Prof. Dr.  jur. Wolfgang  Abendroth, Universität  Marburg - Prof.
       Dr. rer. pol. Hans Albert, Wirtschaftshochschule Mannheim - Prof.
       Dr. med.  Dr. phil. Robert Ammon, Universität Saarbrücken - Prof.
       Dr. rer.  nat. Christian  G. Amsturz,  Universität  Heidelberg  -
       Prof. Dr.  med. Dr.  phil. Hans  Anger, Universität  Köln - Prof.
       Fred Angerer,  Technische Hochschule  München -  Prof. Dr.  phil.
       Karl Otmar  Frhr. von  Aretin, Technische  Hochschule Darmstadt -
       Prof. Dr.  rer. nat.  Ph. D.  Michael Ashworth, Universität Saar-
       brücken -  Prof. Dr. phil. Reinhold Baer, Universität Frankfurt -
       Prof. Dr.  phil. Hans  Paul Bahrdt, Universität Göttingen - Prof.
       Dr. med  Philipp Bamberger,  Universität  Heidelberg;  Prof.  Dr.
       phil. Jakob Barion, Universität Bonn - Prof. Dr. jur. Jürgen Bau-
       mann, Universität  Tübingen -  Prof. Dr. phil. Eduard Baumgarten,
       Universitäten Freiburg  und Mannheim  - Prof. Dr. rer. nat. Ernst
       Becker, Technische  Hochschule Darmstadt  - Prof.  Dr. rer.  nat.
       Hans J.  Becker, Universität  München -  Prof.  Dr.  jur.  Walter
       Gustav Becker,  Freie Universität  Berlin - Prof. Dr. phil. Sieg-
       fried Behn, Universität Bonn - Prof Dr.-Ing. Helmut Behrens, Uni-
       versität Erlangen - Prof. Dr. phil. Karl Heinrich Bertau, Univer-
       sität Göttingen  - Prof.  Dr. phil.  h.c. Dr. jur. Franz Beyerle,
       Universität Freiburg  - Prof.  Dr.-lng. F.J. Bornscheuer, Techni-
       sche Hochschule Stuttgart - Prof. Dr. Karl Dietrich Bracher, Uni-
       versität Bonn  - Prof.  Dr. phil  nat. Georg  Brauer, Universität
       Freiburg -  Prof. Dr.  phil Eduard Brenner, Staatssekretär a. D.,
       Universität Erlangen  - Prof.  Dr.-Ing. Herbert Breth, Technische
       Hochschule Darmstadt  - Prof. Dr. phil. Günther Briegleb, Univer-
       sität Würzburg;  Prof. Dr.  phil. Walther Bulst, Universität Hei-
       delberg; Prof. D. Dr. phil. h.c. D. D. Rudolf Bultmann, Universi-
       tät Marburg  - Prof. Dr. phil. Dieter Claessens, Universität Mün-
       ster -  Prof. Dr.  phil. Karl  Otto Conrady,  Universität Kiel  -
       Prof. D.  theol. Hans  Conzelmann, Universität  Göttingen - Prof.
       Maximilian  Debus,   Technische  Hochschule   Stuttgart  -  Prof.
       Dr.-Inag., Dr.-Ing.  E.h. Richard  Döcker, Technische  Hochschule
       Stuttgart -  Prof. Dr.  phil. Heinrich  Döpp-Vorwald, Universität
       Münster -  Prof. Dr. phil. Heinrich Dücker, Universität Marburg -
       Prof. Dr. phil. Friedrich Edding, Technische Universität Berlin -
       Prof. Dr.  phil. Dietz  Otto Edzard,  Universität München - Prof.
       Dr. phil.  Gerhard Eis,  Universität Heidelberg - Prof. Dr. phil.
       Bernd Eistert,  Universität Saarbrücken; Prof. Dr. phil. Hans En-
       gel, Universität Marburg - Prof. Dr. phil. nat. Peter Engel, Uni-
       versität Mainz  - Prof. Dr. phil. nat. Alfred Faessler, Universi-
       tät München  - Prof.  Dr.-Ing. Sigurd Falk, Technische Hochschule
       Braunschweig - Prof. Dr. oec. publ. Eberhard M. Fels, Universität
       München - Prof. Dr. jur. et phil. Ossip K. Flechtheim, Freie Uni-
       versität Berlin  - Prof.  Dr.-Ing.  Hermann  Flesche,  Technische
       Hochschule Braunschweig  - Prof.  Dr. oec.  Dr.-Ing.  Carl  Föhl,
       Freie Universität  Berlin -  Prof. Dr. med. Werner Forßmann, Uni-
       versität Mainz  - Prof.  Dr. phil.  Ernst  Fraenkel,  Universität
       Frankfurt -  Prof. Dr. phil. Gerhard von Frankenberg und Ludwigs-
       dorf, Technische  Hochschule Braunschweig  - Prof.  Dr. phil Kurt
       von Fritz, Universität München - Prof. Hermann Geibel, Technische
       Hochschule Darmstadt  - Prof.  Dr. phil. Walter Gerstenberg, Uni-
       versität Tübingen  - Prof. Dr. phil. Hermann Glockner, Technische
       Hochschule Braunschweig;  Prof. Dr. rer. pol. Dipl.-Ing. Dietrich
       Goldschmidt, Freie  Universität Berlin - Prof. Dr. phil. Dr. rer.
       nat. h.c.  Stefan Goldschmidt,  Technische Hochschule  München  -
       Prof. D.  D. D.  Helmut Gollwitzer,  Freie Universität  Berlin  -
       Prof. Dr.  rer. techn. Heinrich Graf, Technische Hochschule Darm-
       stadt -  Prof. Dr.  phil. Ernesto  Grassi,  Universität  München;
       Prof. Dr.  med. Herbert Groh, Universität Saarbrücken - Prof. Dr.
       phil. Dr.  h.c. Wilhelm  Gundert, Universität Hamburg - Prof. Max
       Guther, Technische  Hochschule Darmstadt  - Prof. Dr. phil. Claus
       Häbler, Universität  Saarbrücken -  Prof. Dr.  phil Hans Haffner,
       Universität Hamburg - Prof. Dr. theol. Friedrich Hahn, Hochschule
       für Erziehung  a.d. Universität  Gießen - Prof. Dr. phil. Richard
       Hamann-MacLean, Universität  Marburg -  Prof. Dr.  phil. Wolfgang
       Hartke, Technische  Hochschule München  - Prof. Dr. Dr. h.c. Wil-
       helm Hasenack,  Universität Göttingen - Prof. Dr. phil. Karl Hei-
       sig, Universität  Marburg -  Prof. Dr.  phil. Hartmut von Hentig,
       Universität Göttingen  - Prof.  Dr. rer. nat. Gerhard Hertz, Uni-
       versität Münster - Prof. Dr. phil. Dr. jur. Alfred Heuss, Univer-
       sität Göttingen  - Prof. Dr. phil. Hans Hinterhäuser, Universität
       Kiel -  Prof. Dr. phil. Georg Hoeltje, Technische Hochschule Han-
       nover -  Prof. Dr. oec. publ. Werner Hofmann, Universität Göttin-
       gen -  Prof. Dr.  phil. Erich Hückel, Universität Marburg - Prof.
       Dr. rer.  nat. Dieter  Hummel, Universität Köln - Prof. Dr. phil.
       Erich Huster,  Universität Münster  - Prof. Dr. rer. pol. Herbert
       Jacob, Universität Hamburg -Prof. Dr. phil. Walter Jaenicke, Uni-
       versität Erlangen  - Prof.  Dr. phil.  Walter  Jens,  Universität
       Tübingen - Prof. Dr. rer. nat. Christian Junge, Universität Mainz
       - Prof.  Dr. phil.  Eduard Justi,  Technische  Hochschule  Braun-
       schweig -  Prof. Dr.  phil. Ulrich  Jux, Universität Köln - Prof.
       Dr. med.  Richard Kurt  Kepp, Universität Gießen - Prof. Dr. jur.
       Ulrich Klug,  Banidirektor a.D.,  Universität Köln  -  Prof.  Dr.
       phil. Erich Köhler, Universität Heidelberg - Prof. Dr.-Ing. Adolf
       König, Universität  Kiel - Prof Dr. phil. René König, Universität
       Köln -  Prof. Dr.  rer. pol.  Eugen Kogon,  Technische Hochschule
       Darmstadt - Prof. Dr. phil. Joachim Kopper, Universität Saarbrüc-
       ken -  Prof. Dr.  rer. nat.  Peter Kramp, Universität Frankfurt -
       Prof. Dr.-Ing. Robert Kraus, Technische Hochschule Braunschweig -
       Prof. D.  theol. Walter Kreck, Universität Bonn - Prof. Dr. phil.
       Karl Krejci-Graf,  Universität Frankfurt  - Prof. Dr. phil. Chri-
       stian Graf von Krockow, Universität Saarbrücken - Prof. Dr. phil.
       nat. Karl  Krömmelbein, Universität  Kiel - Prof. Dr. phil. Heinz
       Kronasser, Universität  Würzburg -  Prof. Dr. med. Helmut Kuhlen-
       kamff, Universität  Saarbrücken/Homb. -  Prof. Dr.  phil Dr. h.c.
       Hans Kuhn,  Universität Kiel - Prof. Dr. phil. Hans Joachim Lang,
       Universität Tübingen  - Prof.  Dr.-Ing.  Kurt  Lange,  Technische
       Hochschule Stuttgart - Prof. Dt. rer. nat. Detlev Laugwitz, Tech-
       nische Hochschule  Darmstadt -  Prof. Dr.  phil. Dr. h.c. Hermann
       Lautensach, Technische Hochschule Stuttgart - Prof. Dr. med. Emil
       Lehnarzt, Universität  Münster - Prof. Dr. med. Werner Leibbrand,
       Universität München, und Dr. Annemarie Leibbrand-Weltley, Univer-
       sität München - Prof. Werner Lendholt, Technische Hochschule Han-
       nover -  Prof. Dr.-Ing.  Fritz Leonhardt,  Technische  Hochschule
       Stuttgart- Prof.  Dr. phil. Wolfgang Lentz, Universität Hamburg -
       Prof. Dr.  jur. Dr. phil. M.A. Friedrich Lenz, Universitäten Gie-
       ßen und  Göttingen - Prof. Dr. rer. nat. Paul-Heinz List, Univer-
       sität Marburg  - Prof.  Dr.  phil.  Walther  Ludwig,  Universität
       Frankfurt -  Prof. Dr. Edgar Lüscher, Techn. Hochschule München -
       Prof. Dr.  jur. Werner  Maihofer, Universität Saarbrücken - Prof.
       Dr. phil.  Werner Mangold,  Pädagogische Hochschule  Osnabrück  -
       Prof. Dr.  rer. nat. Erich Martensen, Technische Hochschule Darm-
       stadt - Prof. Dr. jur. Dr. phil. Dr. oec. h.c. Alfred von Martin,
       Universität München  - Prof.  Dr. phil.  Heinz Maus,  Universität
       Marburg-Prof. Dr. Dr. h.c. Dr.-Ing. E.h. Walther Meißner, Techni-
       sche Hochschule  München -  Prof. Dr.  Dr. h.c. Gustav Mensching,
       Universität Bonn  - Prof.  Dr. phil.  Ferdinand Merz, Universität
       Marburg -  Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Wolfgang Metzger, Universität
       Münster -  Prof. D.  theol. Dr. phil. Manfred Mezger, Universität
       Mainz -  Prof. Dr.  phil. Eugen  Meyer, Universität Saarbrücken -
       Prof. Dr.  phil. Peter  Michelsen, Technische  Hochschule  Braun-
       schweig -  Prof. Dr.  med. Fritz  Miller, Universität  München  -
       Prof. Dr.  med. Alexander  Mitscherlich, Universität Heidelberg -
       Prof. Dr. Jürgen Moltmann, Universität Bonn - Prof. Bruno Müller-
       Linow, Technische  Hochschule Darmstadt - Prof. Dr. phil. Charles
       H. Nichols,  Freie Universität  Berlin -  Prof. Dr.  phil. Dieter
       Nörr, Universität  Münster -  Prof. Dr.  Kurt Otten,  Universität
       Marburg - Prof. Dr. phil. Eberhard Otto, Universität Heidelberg -
       Prof. Dr.  med. Gerhard  Petry, Universität  Marburg -  Prof. Dr.
       phil. Will-Erich  Peuckert, Universität  Göttingen  -  Prof.  Dr.
       phil. G.K.M.  Pfestorf, Technische  Hochschule Hannover  -  Prof.
       Dr.-Ing. Alf  Pflüger, Technische Hochschule Hannover - Prof. Dr.
       Dr. h.c.  Peter Pitzen, Universität Münster - Prof. Dr. phil. Jo-
       sef Plenk,  Technische Hochschule  Darmstadt - Prof. Dr. Dr. h.c.
       Helmuth Plessner,  Universität Göttingen  - Prof.  Dr.-Ing.  Hans
       Plieninger, Universität  Heidelberg -  Prof. Dr. rer. pol. Fried-
       rich Pollock,  Universität Frankfurt  - Prof.  Dr. phil. Heinrich
       Popitz, Universität  Freiburg - Prof. Dr. jur. h.c. Dr. jur. h.c.
       Dr. phil.  h.c. Dr.  h.c. Dr.  jur. Fritz Pringsheim, Universität
       Freiburg -  Prof. Dr.  phil. Helge  Pross, Universität  Gießen  -
       Prof. Dr.-Ing.  Joachim Raabe,  Technische Hochschule  München  -
       Prof. Dr.  phil. Franz  Rauhut, Universität  Würzburg - Prof. Dr.
       rer. pol.  Erich Reigrotzki, Universität Marburg - Prof. Dr.-Ing.
       Hermann Reiher, Technische Hochschule Stuttgart - Prof. Dr. phil.
       Erich Reitzenstein,  Universität Mainz  - Prof.  Dr.  phil.  Hans
       Rheinfelder, Universität  München - Prof. Dr. jur. Helmut Ridder,
       Universität Bonn - Prof. Dr. rer. nat. Alfred Roedig, Universität
       Würzburg -  Prof. Dr.  phil. Lutz  Röhrich, Universität  Mainz  -
       Prof. Dr.  rer. nat.  Franz Rost, Universität Saarbrücken - Prof.
       Dr. phil.  Heinrich Roth,  Universität Göttingen - Prof. Dr. med.
       Karl Rotschuh,  Universität Münster  - Prof.  Dipl.-Ing. Dr. h.c.
       August Rucker,  Bayerischer Staatsminister a.D., Technische Hoch-
       schule München  - Prof.  Dr. phil.  Dr. med.  Dr. phil. h.c. Karl
       Saller, Universität München - Prof. Dr. phil. Klaus Schäfer, Uni-
       versität Heidelberg  - Prof.  Dr. med. Hans Schaefer, Universität
       Heidelberg -  Prof. Dr.  rer. nat. Friedrich Schaller, Technische
       Hochschule Braunschwelg - Prof. Dr. phil. Walter Scheidt, Univer-
       sität Hamburg - Prof. Dr.-Ing. Gerhard Schenkel, Technische Hoch-
       schule Stuttgart  - Prof.  Dr. phil.  Anton Scherer,  Universität
       Heidelberg -  Prof. Dr. rer. pol. Erwin Kurt Scheuch, Universität
       Köln -  Prof. Dr.  phil. Karl  Schlechta,  Technische  Hochschule
       Darmstadt - Prof. Dr. phil. rer. nat. Dr. h.c. Josef Schmid, Uni-
       versität Mainz - Prof. Dr. phil. Curt Schmieden, Technische Hoch-
       schule Darmstadt  - Prof. Dr.-Ing. E.h. Paul Schmitthenner, Tech-
       nische Hochschule  Stuttgart -  Prof. Dr.  oec. publ.  Franz Paul
       Schneider, Universität  Würzburg -  Prof. Dr. phil. Karl Schoene-
       mann, Technische  Hochschule Darmstadt  - Prof.  Dr. phil.  Fritz
       Schremmer, Universität  Heidelberg -  Prof.  Dr.  phil.  Wolfgang
       Schulenberg,  Pädagogische  Hochschule  Oldenburg-Prof.  Dr.-Ing.
       E.h. Winfried  Otto Schumann,  Technische  Hochschule  München  -
       Prof. Dr.  rer. pol.  Bruno Seidel, Universität Göttingen - Prof.
       Dr. rer. techn. Dr. phil. Herbert Seifert, Universität Heidelberg
       - Prof.  Dr. med.  Walter Seitz,  Universität München - Prof. Dr.
       phil. Herbert  Siebenhüne, Universität Würzburg - Prof. Dr. Ernst
       Siegmann, Universität  Würzburg -  Prof. Dr.  phil. Erika  Simon,
       Universität Würzburg  - Prof.  Dr. phil.  Max Solms,  Universität
       Marburg -  Prof. Dr. phil. Jürgen Frhr. v. Stackelberg, Universi-
       tät Göttingen - Prof. Dr. rer. nat. Egon Stahl, Universität Saar-
       brücken - Prof. Dr. phil. Rudolf Stark, Universität Saarbrücken -
       Prof. Dr.  phil. Ludwig  Steinberger, Universität München - Prof.
       Dr. med.  Philipp Stöhr,  Universität Bonn  - Prof. Dr. med. vet.
       Anton Stoß, Universität München - Prof. Dr.-Ing. Fritz Straßmann,
       Universität Mainz  - Prof. Dr. phil. Wilhelm Sturmfels, Universi-
       tät Frankfurt  - Prof.  Dr. rer.  nat. Georg Süßmann, Universität
       Frankfurt - Prof. D. theol. Dr. phil. Wolfgang Trillhaas, Univer-
       sität Göttingen  - Prof.  Dr. rer. nat. Fritz Umland, Universität
       Münster -  Prof. Dr.  techn. Franz  Unger, Technische  Hochschule
       Braunschweig -  Prof. Dr.  phil. Dr.  rer. nat. h.c. Albrecht Un-
       söld, Universität  Kiel - Prof. Dr. phil. Walter Vogel, Universi-
       tät Bonn  - Prof.  Dr. phil.  Eckhardt Vogt, Universiät Marburg -
       Prof. D.  theol. D.  D. h.c.  Otto Weber, Universität Göttingen -
       Prof. Dr.  rer. nat  Hans Arwed Weidenmüller, Universität Heidel-
       berg -  Prof. Erich  Weigelin, Universität Bonn - Prof. Dr. phil.
       Wilhelm Weischedel, Universität Berlin - Prof. Dr. med. Karl Wez-
       ler, Universität  Frankfurt -  Prof. Dr.  phil. Theodor  Wieland,
       Universität Frankfurt  - Prof. Dr. agr. Hans Wilbrandt, Universi-
       tät Göttingen  - Prof. Dr. rer. nat. Karl Wildermuth, Universität
       Tübingen -  Prof. Dr. rer. pol. Folkert Wilken, Universität Frei-
       burg -  Prof. Dr. phil. Kurt Wölfel, Universität Erlangen - Prof.
       D. theol.  Dr. theol.  h.c. Ernst  Wolf, Universität  Göttingen -
       Prof. Dr.  phil. Lothar  Zotz, Universität  Erlangen -  Prof. Dr.
       rer. nat. Wilhelm Zwölfer, Universität München.
       
       Nachträglich haben  sich dem Appell noch folgende Professoren an-
       geschlossen:
       
       Prof. Dr.-Ing.  Fritz Hunger,  TU Berlin  - Prof.  Dr. rer.  pol.
       Fritz Eberhardt, Berlin - Prof. Dr. phil. Dr. rer. nat. h.c. Otto
       Haupt, Erlangen  (ord. Mitglied  der Akademie der Wissenschaften,
       München, etc.) - Prof. Dr.-Ing. Erich Lange, Erlangen - Prof. Dr.
       phil. Peter  von Oertzen,  TH Hannover  - Prof. Dr. med. Kurt Ku-
       schinsky, Mainz  - Prof.  Dr.-Ing. Wilhelm  Klein, TH Darmstadt -
       Prof. Dr.  theol. Günter  Klein, Kiel  - Prof.  Dr. theol. Werner
       Jetter, Tübingen  - Prof.  Dr. phil. Helmut Witte, TH Darmstadt -
       Prof. Dr. phil. Wolf Dieter Stempel, Bonn - Prof. Dr. phil. Aloys
       Wenzl, München  - Prof.  Dr. rer.  pol. Georg Bergler, Erlangen -
       Prof. Dr. rer. pol. Ingeborg Esenwein-Rothe, Erlangen.
       

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