Quelle: Blätter 1965 Heft 06 (Juni)


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       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
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       Bücher
       
       ANPASSUNG ANS SYSTEM
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       Theo Pirker,  Die SPD nach Hitler. Die Geschichte der Sozialdemo-
       kratischen Partei  Deutschlands 1945-1964.  Rütten  und  Loening,
       München, 360 S., DM 18,-.
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       "Schumacher konnte nationale Töne, Töne der nationalen Opposition
       anschlagen, soviel  er wollte; die sozialdemokratischen Politiker
       auf kommunaler Ebene, in den neuen Länder- und Zoneninstitutionen
       konnten dieser  'nationalen Opposition'  im Schumacherschen Sinne
       überhaupt nicht  folgen -  ob sie  selbst sie für richtig hielten
       oder nicht" (S. 45).
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       "Die politische  Amnesie, die  Krankheit unserer  Zeit, der Deut-
       schen im besonderen, bei Politikern in Westdeutschland ganz stark
       ausgebildet, ist  zu einer institutionalisierten Form des Verhal-
       tens und  der Orientierung in der SPD nach Hitler entwickelt wor-
       den. Das  Godesberger Programm  der SPD  kann  geradezu  als  ein
       krampfhafter Versuch des Parteivorstandes aufgefaßt werden, nicht
       nur die  Vergangenheit der  Partei, ihre  Geschichte vergessen zu
       wollen, sondern  auch die  jüngste Vergangenheit, die Politik der
       SPD nach Hitler, vergessen zu machen" (S. 8-9).
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       "Diesem Zwange  folgend, wählt  sie (die SPD) sich konturlose Ge-
       stalten -  Spezialisten, Funktionäre,  werbewirksame Figuren - zu
       Führern und betreibt Politik von Tag zu Tag, sogenannte Realpoli-
       tik, ohne jegliche Strategie oder Orientierung. Die Partei kann -
       trotz aller  Reklame -  kaum mehr  verdecken, daß sie nicht weiß,
       was sie politisch tatsächlich will" (S. 9).
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       "In der  Geschichte Deutschlands  hat die  SPD sich immer nur mit
       dem Schein  der Macht begnügt oder, wenn sie die Macht besaß, sie
       nicht zu  nutzen verstanden  und sie im Sinne autoritärer gesell-
       schaftlicher und politischer Kräfte eingesetzt..."
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       Jan Werk
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