Quelle: Blätter 1965 Heft 07 (Juli)


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       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. Wilfried Gottschalch
       
       STRUKTURPROBLEME UNSERER DEMOKRATIE
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       ...
       "In der Demokratie wählt das Volk seinen Führer, dem es vertraut.
       Dann sagt  der Gewählte:  'Nun haltet den Mund und pariert.' Volk
       und Parteien  dürfen ihm  nicht  mehr  hineinreden."  Ludendorff:
       "Solche Demokratie kann mir gefallen." (Lebensbild, S. 665).
       ...
       Sozialstruktur unserer Gesellschaft
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       Interessenverbände, Parteien und Bundestag
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       "Wenn ich  oben eine rote Kugel hineinwerfe, kommen unten bei der
       Verwaltung zehn schwarze heraus."
       ...
       ...
       "Die Ökonomie  kann ja  auch nach der radikalen liberalen Theorie
       keineswegs ohne  Politik bestehen. Zumindest braucht man Steuern,
       Armeen und Polizei. Aber in der Periode der Konzentration braucht
       man mehr  als das.  Das ökonomische  System wird  stark und damit
       krisenempfindlich. Großzügige  Subventionspolitik wird  erforder-
       lich, aber  eine Subventionspolitik,  die nicht  gleichzeitig die
       demokratische Bewegung stärkt. Hier liegt der Ansatz zum Faschis-
       mus. Da die Ökonomie den Staat braucht, will sie einen Staat, der
       die ökonomischen Machtverhältnisse nicht antastet. Der Faschismus
       entstand also  aus dem Bedürfnis der ökonomischen Machthaber nach
       einem starken  Staat, der aber nicht der Kontrolle des Volkes un-
       terworfen sein  durfte. Er  entstand nicht  als Reaktion  auf die
       kommunistische Gefahr,  sondern zur  Unterdrückung der demokrati-
       schen Bewegung,  die die  politische Macht zur rationalen und so-
       zialen Gestaltung der Ökonomie verwenden wollte 19)."
       ...
       

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