Quelle: Blätter 1966 Heft 02 (Februar)


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       DVD,  die mehr als 9000 Beiträge von 1956-1989  enthält oder auf
       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Heinrich Böll
       
       LITERATUR - HUMAN, SOZIAL
       =========================
       ...
       Literatur ist  nicht nur  ein Dekor  unseres Lebens,  sondern ein
       Teil der  Gestaltung und  Bewältigung der  Wirklichkeit.  In  der
       Sprache kann die Verbundenheit der Menschen hergestellt oder ver-
       fehlt werden,  die Sprache ist das erste und ursprünglichste Ele-
       ment der  Humanität und Sozialität. Von daher kommt der Literatur
       eine ungeheure  Bedeutung für  die Gesellschaft  und also für die
       politische Formung  der Gesellschaft  zu; schon  Konfuzius wußte,
       daß der Staat nur in Ordnung ist, wenn auch die Begriffe stimmen,
       und  forderte  als  erste  Aufgabe  des  weisen  Staatsmanns  die
       "Richtigstellung der  Begriffe". -  In der  ersten seiner Poetik-
       Vorlesungen an  der Frankfurter Universität, die er uns freundli-
       cherweise zum Erstabdruck zur Verfügung stellte, untersucht Hein-
       rich Böll den humanen und sozialen Aspekt von Sprache und Litera-
       tur; die Voraussetzungen einer humanen Ästhetik, in der das Enga-
       gement des  Schriftstellers zur Theorie seiner Kunst wird, werden
       abgetastet und damit die Frage nach dem Verhältnis des Autors zur
       gesellschaftlichen Wirklichkeit  gestellt. Zu einem Zeitpunkt, an
       dem in  West und  Ost die  politische Verantwortung der Literatur
       neu und  heftig diskutiert wird, scheint uns dieser Beitrag eines
       der repräsentativen  Vertreter der deutschen Literatur von beson-
       derer Wichtigkeit. D. Red.
       ...
       

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