Quelle: Blätter 1966 Heft 09 (September)


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       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. Robert M.W. Kempner
       
       ZWANZIG JAHRE NACH NÜRNBERG
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       ...
       "Nachdem ich  mich von  meinen früheren Vorstellungen freigemacht
       habe, ist es mein tiefstes Bedürfnis, mich bei Ihnen für das, was
       ich Ihnen  und Ihrer  Familie angetan  habe, zu entschuldigen und
       mein tiefstes Bedauern auszusprechen." Mit diesen Worten bat 1966
       im Tarnopol-Prozeß  vor dem  Stuttgarter Schwurgericht gegen zehn
       ehemalige SS-Angehörige der angeklagte frühere SS-Sturmbannführer
       Hermann Müller  unter Tränen den 53jährigen Zeugen Dr. Jakob Wolf
       Gilsohn aus  Israel um  Verzeihung. Gilsohn's  Eltern sind  wahr-
       scheinlich bei  einer von  Müller geleiteten sogenannten Aussied-
       lungsaktion in  den Gaskammern von Belzec umgekommen. Weinend und
       mit kaum  vernehmbarer Stimme fuhr Müller fort: "Ich bin mir mei-
       ner Schuld bewußt und bitte, meine Reue symbolisch für alle Opfer
       anzunehmen." Dr.  Gilsohn, der in Ostgalizien selbst unter der SS
       schwer gelitten  und viele Angehörige verloren hatte, antwortete:
       "Ich verzeihe Herrn Müller für meine Eltern."
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       Die Feigheit der Angeklagten
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       Was wußten Hitlers Generale?
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       Alte und junge Generation
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       Die Verhinderung frühzeitiger Prozesse
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       Propaganda zugunsten von Massenmördern
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       Juristische und personelle Probleme
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       Die Bestrafung der Mord-Ingenieure ist nötig
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       Schonung der Mord-"Richter" des Dritten Reiches
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       Richter als Mörder?
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