Quelle: Blätter 1967 Heft 01 (Januar)


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       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. Wilhelm Raimund Beyer
       
       REVOLUTIONÄRE RECHTSPHILOSOPHIE: HEGEL - 1817, LENIN - 1917
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       Anläßlich des  125. Todesjahres Hegels wurde 1956 in Nürnberg die
       "Deutsche Hegel-Gesellschaft  e.V." gegründet,  die aus örtlichen
       Ansätzen eines "Hegelianum" hervorging und später in die interna-
       tionale "Hegel-Gesellschaft  e.V." umgewandelt  wurde. Dem Willen
       ihres Gründergremiums  gemäß setzte  sich  die  Gesellschaft  von
       vornherein die  Aufgabe, die  Philosophie Hegels nicht nur histo-
       risch, sondern  auch als eine gedankliche Realität aktuell zu be-
       greifen. Der  Gründung einer  Institution, die sich mit Hegel und
       seinem Erbe  beschäftigt, lag die Einsicht zugrunde, daß die Phi-
       losophie Hegels  entscheidend zur  Bildung des Weltverständnisses
       unserer Epoche  beitrug und daß sich die Positionen gegenwärtigen
       Philosophierens in der Auseinandersetzung mit ihr konkretisieren.
       Wollte sie dieses Programm einer aktuellen Wirklichkeitsbeziehung
       durchhalten, so mußte sich die Gesellschaft allen philosophischen
       Richtungen öffnen,  die sich in irgendeiner wesentlichen Weise zu
       Hegel in  Beziehung  setzen.  Dazu  gehört  auch  der  Marxismus-
       Leninismus, dessen  Vertreter sich an den seit 1956 in zweijähri-
       gem Abstand  stattfindenden Tagungen der Gesellschaft stets aktiv
       beteiligten. Diese  Bereitschaft, in die Diskussionen auch Philo-
       sophen aus den osteuropäischen Ländern einzubeziehen, hat der He-
       gelgesellschaft und  ihrem Vorstand zeitweilig heftige Anfeindun-
       gen seitens  einiger Kreise  der bundesrepublikanischen Universi-
       tätsphilosophie eingetragen.  Der unermüdlichen  Tätigkeit  ihres
       ersten Vorsitzenden,  Dr. Wilhelm R. Beyer, gelang es jedoch, den
       internationalen Wirkungskreis  der Gesellschaft  von Jahr zu Jahr
       zu erweitern,  wovon die wachsende Teilnehmer- und Referentenzahl
       der Kongresse  über Hegels Logik in Genf 1962, über Hegels Ästhe-
       tik 1964  in Salzburg  und über  Hegels Rechtsphilosophie 1966 in
       Prag Zeugnis  ablegt. So  wurde die "Hegel-Gesellschaft" zu einem
       wichtigen Forum  konkreter wissenschaftlicher  Auseinandersetzung
       auf einem zentral gelegenen Felde des ideologischen Bereichs. Der
       Prager Kongreß  im September  1966 vereinigte 220 Philosophen aus
       fast allen wichtigen Ländern der Welt und brachte Vorträge von 52
       Referenten. Das  internationale Echo  ist u.a.  durch ganzseitige
       Berichte in  der  "Neuen  Zürcher  Zeitung"  und  in  der  Basler
       "Nationalzeitung" charakterisiert.  Nachstehend drucken  wir  den
       Vortrag ab,  den Wilhelm  R. Beyer zur Eröffnung des VI. interna-
       tionalen Hegel-Kongresses in Prag hielt. D. Red.
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