Quelle: Blätter 1967 Heft 04 (April)


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       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Dr. Jacques Otto Grézer
       
       WER WILL DIE "WIEDERVEREINIGUNG DEUTSCHLANDS" WIRKLICH?
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       Unbequeme Wahrheiten
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       "Wer in  aller Welt  könnte etwa  bis 1985 ein deutsches Neunzig-
       Millionen-Volk in einem einheitlichen Nationalstaat im Herzen Eu-
       ropas wünschen?  Für  die  osteuropäischen  Nachbarn,  aber  auch
       Frankreich und  die anderen Nachbarn im Westen geradezu ein Alpt-
       raum, jedoch auch für Rußland und nicht zuletzt die USA ein Grund
       zu ernster Sorge... Dazu kommt noch: Westdeutschland als etwaiges
       Weltexportland Nummer  1 und Ostdeutschland als zweite Industrie-
       macht des sozialistischen Lagers. Wer wollte es wagen, dieses Po-
       tential auch  noch zu vereinigen?" (Fernsehkommentator Thilo Koch
       unter dem  Titel "Mit  der Teilung leben" in seiner ständigen Ko-
       lumne "So  sieht es Thilo Koch" im Konstanzer "Südkurier", 1965).
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       ...
       - "Man stelle sich vor, daß man zu der wirtschaftlichen und mili-
       tärischen Macht der BRD diejenige der DDR einfach hinzuaddiere...
       Ein solches  Gesamtdeutschland wäre  ein Machtfaktor  erster Ord-
       nung, dessen  Entstehen nicht nur das Gleichgewicht Europas, son-
       dern das  Weltgleichgewicht entscheidend  verändern müßte...  Wer
       möchte sich schon auf so ein Wagnis einlassen?" (Albrecht v. Kes-
       sel, ehemaliger  Bonner Diplomat,  in seinem Beitrag "Geheuchelte
       Initiativen!" in  der Hamburger "Zeit", 1965).
       ...
       ...
       - "Die Teilung hat die Deutschen  vom fatalen Gewicht ihrer eige-
       nen Größe befreit... Wir können nur wirklich sicher sein, solange
       Deutschland  geteilt bleibt...  Sagt  daher heute  jemand, daß er
       die Wiedervereinigung Deutschlands  tatsächlich  will, so  bleibt
       demgegenüber die Wahrheit dennoch,  daß sie  niemand wirklich als
       erwünschtes Ziel anstreben kann  und dementsprechend auch niemand
       bereit ist, echte Anstrengungen dafür  zu machen..." (A.J.P. Tay-
       lor, britischer Historiker, im Londoner "Sunday Express", 1965).
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       Verdrängte Tatsachen
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       "Die Ursache dieses Krieges liegt letztlich in der deutschen Ein-
       heit. Das Ziel dieses Krieges muß daher sein: um Europa erneut in
       Frieden erblühen  zu lassen,  ist jene  Gefahr zu beseitigen, die
       Einheit Deutschlands heißt und die nun schon seit drei Generatio-
       nen für  das europäische  Gleichgewicht unverdaulich  über diesem
       Kontinent lastet..."  (Charles Maurras in der "Action Française",
       Anfang September 1939).
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       Vergessene Zeugen
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       "Die wahren  Deutschen sind  zunächst Opfer der Preußen geworden,
       bevor andere  Völker Hitler  zum Opfer  fielen. Erst als sich die
       preußische Macht-  und Militärmaschine  den Nazis  zur  Verfügung
       stellte, wurde  der NS zur Weltgefahr... Preußen muß daher in Zu-
       kunft aus  einem neuen  deutschen Staatsverband ausgeschieden und
       die zentrale preußische Herrschaft über die anderen Deutschen ein
       für allemal  gebrochen werden, sollen Deutschland und Europa wie-
       der zu  zivilisierten Formen  zurückfinden..."  (Edgar  Stern-Ru-
       barth, "Exit Prussia". Duckworth Ltd., London 1940).
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       Vom Kriegsziel zum Kalten Krieg
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       "Schon aus  dem Bericht  des damaligen  britischen Außenministers
       Anthony Eden  über seine  ersten Besprechungen  mit Stalin vom 5.
       Dezember 1941  geht hervor,  daß auch  der Sowjetherrscher  einen
       Aufteilungsplan für  Deutschland befürwortete, der u.a. ein selb-
       ständiges Rheinland,  größere Gebietsabtretungen  im Osten zugun-
       sten Polens  und die eventuelle Bildung eines unabhängigen Bayern
       vorsah..." (Walther E. Schmitt, "Krieg in Deutschland - Strategie
       und Taktik  der sowjetischen  Deutschlandpolitik, Droste, Düssel-
       dorf 1961).
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       Konsequenzen der Entspannung
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       Aus der Fiktion in die Realität
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       Sieben Thesen für die Zukunft
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