Quelle: Blätter 1968 Heft 03 (März)


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       Dokumente zum Zeitgeschehen
       
       OFFENER BRIEF AN DAS ZENTRALKOMITEE DER DEUTSCHEN KATHOLIKEN
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       Dr. Heinhard Steiger LL.M.
                               44 Münster, Mierendorffstr. 37, 21.2.1968
       Offener Brief
       an den
       Präsidenten des Zentralkomitees
       der Deutschen Katholiken,
       Herrn Dr. Albrecht Beckel,
       44 Münster,
       Franz-Hitze-Haus
       
       Sehr geehrter Herr Dr. Beckell
       
       Sie sind  in diesen Tagen zum Präsidenten des Zentralkomitees der
       Deutschen Katholiken gewählt worden. Nach einem Zeitungsinterview
       fassen Sie  "das Zentralkomitee als eine Koordination aller täti-
       gen Katholiken und Organisationen" auf. Sie bekräftigen damit den
       in der  Öffentlichkeit bestehenden Eindruck, als sei das Zentral-
       komitee das  "Spitzengremium der  katholischen  Laien"  (so  "Die
       Welt" vom  21.2.68). Es gibt zahlreiche tätige katholische Laien,
       zu denen  auch wir gehören, die das Zentralkomitee nicht als ihre
       Vertretung ansehen.  Wir bitten  Sie, öffentlich richtig zu stel-
       len, daß  das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken keinesfalls
       befugt ist, für alle tätigen Katholiken zu sprechen.
       
       Hochachtungsvoll
       
       gez. Josef  Reimers, Studienrat  - Matthias  Fomm, stud. theol. -
       Werner Wirtz,  stud. phil.  - Sylvia  Vosswinkel, stud.  theol. -
       Dorothee Stüttgen,  Hausfrau -  Dr. Albert  Stüttgen, Professor -
       Ludwig Frericks,  Bankkaufmann -  Dr. Heinhard  Steiger,  wissen-
       schaftlicher Assistent  - Heinz Stümper, Studienreferendar - Wer-
       ner Bronsterin,  Studienrat -  Paul Bröker,  Regierungsrat - Rita
       Otte, Hausfrau - Dr. Gerhard Otte, wissenschaftlicher Assistent
       
       Anmerkung: Eine  offizielle Stellungnahme des Zentralkomitees der
       Deutschen Katholiken  auf den  Offenen Brief der dreizehn prakti-
       zierenden Katholiken  aus Münster  lag bei  Redaktionsschluß  für
       diese Ausgabe  der "Blätter"  noch nicht vor. Wir veröffentlichen
       die Antwort des Zentralkomitees, sobald sie vorliegt. D. Red.
       

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