Quelle: Blätter 1969 Heft 06 (Juni)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Emanuel Salomon Sachs, London
       
       RHODESIEN
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       Wilson kapituliert vor den Rassisten
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       Die nachfolgende Arbeit wurde verfaßt, bevor der rhodesische Pre-
       mierminister Jan  Smith die  Vorlage eines  Gesetzentwurfs ankün-
       digte, demzufolge  die faktisch  ohnehin bestehende Majorisierung
       der afrikanischen  Mehrheit in Rhodesien durch eine weiße Minder-
       heit für  alle Zeiten  brutal legalisiert werden soll. Vermutlich
       hat diese Ankündigung auf die folgende Erklärung der Organisation
       für Afrikanische  Einheit (O.U.A.)  anläßlich des  6. Jahrestages
       der Unterzeichnung  der O.U.A.-Charta vom Mai d.J. unter der Lei-
       tung des äthiopischen Kaisers Haile Selassie Einfluß gehabt: "Die
       Afrikaner, die  immer noch  unter kolonialistischer und rassisti-
       scher Herrschaft leben, sind sich völlig bewußt darüber, daß ihre
       Unabhängigkeit nicht durch friedliche Mittel erreicht werden kann
       und wird.  Gewalt ist  die einzige  Sprache, die kolonialistische
       und rassistische  Regime verstehen.  Die afrikanischen Nationali-
       sten sind  jetzt gezwungen, ihre Zuflucht zur Gewalt, zum bewaff-
       neten Kampf  auf dem Schlachtfeld zu nehmen, um ihre Freiheit und
       Unabhängigkeit zu  gewinnen." Im  übrigen kann  die von Jan Smith
       angekündigte "Verfassungs-Reform"  nicht eine  einzige  von  E.S.
       Sachs erarbeitete  Feststellung schmälern,  sondern eher  noch in
       ihrer Berechtigung verstärken. D. Red.
       ...
       Die sogenannten Sechs Prinzipien
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       ...
       "Die Geschichte  des Mr.  Rhodes und seiner Chartered Company ist
       ein einziger Strom von Blut. Er unternahm den Versuch, die Einge-
       borenen zu  versklaven, was die Matabeles zum Aufstand trieb. Wir
       alle wissen, wie dieser Aufstand unterdrückt wurde und in welchem
       Ausmaß die  Erde Südafrikas mit dem Blut des schwarzen Mannes ge-
       tränkt wurde, um die Minen mit Arbeitskräften zu versorgen. Diese
       Männer haben  kein Herz  und kein Gewissen... Wenn wir als Nation
       die Sklaverei  zu einem  Eckstein unseres  Empire machen  wollen,
       dann sollten  wir das  offen tun  und nicht im geheimen... Schluß
       mit dieser  Scheinheiligkeit, mit  dieser  verabscheuungswürdigen
       Heuchelei, die unsere Geistlichkeit, unsere Presse und unser Par-
       lament anständigen  Menschen widerwärtig  macht! Wir  sollten uns
       die Maske vom Gesicht reißen und uns sehen, wie wir sind"   (Mor-
       ning Leader, London, 17.12.1900).
       ...
       ...
       "Ich habe  meine Weihnachtsferien damit verbracht, mir die Bücher
       der Chartered-Company-Aktionäre  anzusehen. Ich finde, daß nahezu
       jeder, der  in dieser  Debatte hier,  im Oberhaus  und draußen im
       Lande gesprochen  hat, in  dem Maße  seinen Patriotismus gestärkt
       und seine  Reden verlängert hat, wie er am Aktienbesitz der South
       Africa Company  beteiligt ist:  alles in  allem sind das rund 350
       Generale, Armeeoffiziere  und Besitzer  von Zeitungen" (Aus einer
       Rede des Abgeordneten John Burns. Unterhaus. 6.2.1900).
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       Rhodesien und die Commonwealth-Konferenz
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       Eine von Wilson verpaßte günstige Gelegenheit
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       Der historische Hintergrund
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       Afrikanischer Widerstand
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       Die soziale und wirtschaftliche Lage der Afrikaner
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       Zusammenfassung
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