Quelle: Blätter 1969 Heft 09 (September)


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       DVD,  die mehr als 9000 Beiträge von 1956-1989  enthält oder auf
       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Bücher
       
       BIBLIOTHEK DES WIDERSTANDES
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       Karl-Heinz Jahnke,  Weiße Rose  contra Hakenkreuz. Der Widerstand
       der Geschwister  Scholl und ihrer Freunde, 96 S., Paperback, 3,00
       DM.
       Willi Bohn,  Stuttgart geheim!  Dokumentation über den Widerstand
       gegen die  Hitler-Diktatur im Stuttgarter Raum 1933-1945. 288 S.,
       Paperback, 9,80 DM.
       Max Oppenheimer,  Der Fall  Vorbote. Zeugnisse des Mannheimer Wi-
       derstandes, 248 S., Paperback, 9,80 DM.
       Ursel Hochmuth und Gertrud Meyer, Streiflichter aus dem Hamburger
       Widerstand 1933-1945.  Berichte und Dokumente. 650 S., Paperback,
       27,00 DM.
       Sämtlich erschienen  in der "Bibliothek des Widerstandes", Röder-
       berg-Verlag, Frankfurt am Main.
       ...
       ...
       "Der Widerstand  breiter Schichten des deutschen Volkes gegen das
       Dritte Reich  ist ein weithin unerforschtes, aber leider auch der
       Öffentlichkeit weithin  unbekanntes Problem.  Ein großer Teil der
       bisherigen wissenschaftlichen  Arbeit hat sich darauf beschränkt,
       die Opposition  in der letzten Phase des Dritten Reiches zu über-
       prüfen. Auch  in der  politisch-pädagogischen  Literatur  und  im
       Schulunterricht wird meist nur der 20. Juli 1944 behandelt.
       Um so  wichtiger ist  es, auch  den Kampf  derjenigen Gruppen zur
       Darstellung zu  bringen, die  sich seit der Entstehung des natio-
       nalsozialistischen Staates  gegen die  unmenschliche Diktatur der
       NSDAP und ihrer damaligen Helfer gewandt haben, aber nicht zu den
       sozialen Oberschichten  oder politischen  Führungsgruppen  gehör-
       ten."
       ...
       ...
       "Während Scholl  im Feld war, erhielt ich von ihm einen Brief, in
       dem er mir mitteilte, daß er von den Russen ein ganz anderes Bild
       bekommen habe.  Vorher war  Scholl ein kolossaler Gegner des Bol-
       schewismus. Dem Briefinhalt nach mußte ich aber schließen, daß er
       seine Ansichten völlig geändert hat."
       ...
       ...
       "Die Studenten entstammen den Kreisen des liberalen Bürgertums...
       Ihre Entwicklung,  ihre Stellung  dem Leben gegenüber brachte sie
       in Konflikt  mit der  Realität des deutschen Imperialismus in Ge-
       stalt des Nationalsozialismus... Das anerzogene kritische Bewußt-
       sein, welches immer wieder mit der gegen die eigene Tradition und
       die Gesamtinteressen  des deutschen  Volkes gerichteten  Realität
       des faschistischen  Herrschaftssystems in  Konflikt gerät, zwingt
       sie, wenn  sie den  begonnenen Weg  weitergehen wollen, die durch
       Herkunft und  bisherige Entwicklung gesetzten Grenzen und Schran-
       ken zu überspringen. Als ständig Suchende gelingt es ihnen, erste
       Kontakte zur organisierten Widerstandsbewegung, die ihre Basis in
       der Arbeiterbewegung  hat, anzubahnen und ein teilweise vom Anti-
       kommunismus befreites  Bild über  die neue gesellschaftliche Ord-
       nung in  der Sowjetunion  zu gewinnen. Diese und andere Erfahrun-
       gen, vornehmlich im Zusammenhang mit der verbrecherischen Kriegs-
       politik des  deutschen Imperialismus,  führten sie zu ersten Ein-
       sichten und Erkenntnissen über die Zukunft Deutschlands, die weit
       über ihre bisherigen Auffassungen hinausgingen." -
       ...
       ...
       "Wenn wir Widerstand und Verfolgung nicht ohne weiteres als iden-
       tisch betrachten,  dann war der Widerstand in Mannheim zwar nicht
       ausschließlich, doch in der Hauptsache aus den Organisationen der
       sozialistischen Arbeiterbewegung erwachsener Widerstand. Das kann
       nach Sozialstruktur  und politischer  Kräfteverteilung keineswegs
       als erstaunlich aumuten."
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       Heinz Brüdigam
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