Quelle: Blätter 1969 Heft 11 (November)


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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       Hans-Dieter Bamberg
       
       MILITÄRSEELSORGE IN WESTDEUTSCHLAND (II) *)
       ===========================================
       Psychologische Rüstung
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       Die statische Gesellschaft
       ==========================
       Der Sozialstaat
       ===============
       Der politische Prozeß
       =====================
       Das Feindbild 55)
       =================
       Zur Funktion der Bundeswehr
       ===========================
       Zur Funktion der Militärseelsorge
       =================================
       ...
       "Vorwärts, christliche  Soldaten, auf  dem Weg zum Sieg!" Feldbi-
       schof Rarkowski  im Frühjahr  1945 (Zit. bei Josef Fleischer, Das
       wahre Gesicht  der Militärseelsorge.  Zur Berufung  von  Kardinal
       Wendel als  Militärbischof, in: Das Andere Deutschland, Nr. 5/56,
       hier zit.  n. Karlheinz  Deschner, Mit  Gott und  den Faschisten,
       Stuttgart 1965, S. 164).
       ...
       ...
       "Meine Erfahrungen  im Frieden,  in den beiden Weltkriegen und in
       der Zeit zwischen ihnen sind mir Beweis für die Notwendigkeit der
       Soldatenseelsorge. (...)  Je kritischer die Lage, um so bedeuten-
       der war ihr Dasein. Der mit seiner Truppe vertraute Pfarrer hatte
       ein (...)  zuverlässiges Urteil  über die  Stimmung der Soldaten.
       Ein für  die Führung bedeutsamer Faktor" (Generalfeldmarschall L.
       66)).
       ...
       ...
       "Ich würde  eher ohne  meine Artillerie  in den  Kampf ziehen als
       ohne meine Feldgeistlichen. Ich bin überzeugt, daß eine Armee der
       moralischen Unterstützung  durch die  Kirche nicht entarten kann,
       denn der  moralische Faktor ist in einer Armee der entscheidende"
       (Marschall Montgomery  nach der  Schlacht  von  El  Alamein  1943
       67)).
       ...
       ...
       "In allen Kriegen der jüngsten Vergangenheit hat sie die Soldaten
       aller Armeen  in ihrem Pflichtbewußtsein gestärkt" (Herder Korre-
       spondenz, Freiburg i.Br., Februar 1952, über die Kirche).
       ...
       ...
       "Im Frieden und im Krieg muß der Soldat wissen, wofür und wogegen
       er steht.  Wissen formt Überzeugung. Aus ihr entspricht die mora-
       lische Stärke  der soldatischen  Pflichterfüllung"  ("Information
       für die Truppe", jeweils vorletzte Seite).
       ...
       ...
       "Der Soldat  mit dem getrösteten Gewissen ist der bessere Soldat!
       Für uns  ist der 'Lebenskundliche Unterricht' ein wertvoller Bei-
       trag zur  Festigung des Soldaten. Der Soldat muß wissen, wofür er
       kämpft. Das  Ziel unserer  Arbeit in  der Inneren Führung ist der
       psychologisch geschulte  Einzelkämpfer. Der  'Lebenskundliche Un-
       terricht' soll  Stützen geben  im Zweifel  und eine Basis vermit-
       teln, von  woher der  Soldat kämpfen  kann" (Oberst  Karbe in der
       Schule für Innere Führung, Koblenz 68)).
       ...
       ...
       "Religiöse Glaubensüberzeugungen  und die  liberalen  Ordnungsbe-
       griffe sind  geschwächt oder  unklar. Die Autorität ist nicht nur
       in einzelnen  Gebieten fragwürdig,  sondern steht  in  der  Krise
       überhaupt. In diese noch werdende, naturgemäß (I) schwierige Lage
       stößt der  Bolschewismus mit  seiner Agitation  und  Propaganda."
       "Durch die  Einrichtung des  'Lebenskundlichen Unterrichts' durch
       Geistliche erfahren  wir, von  der sittlichen Seite her, wirksame
       Unterstützung. Wir haben, verglichen mit früher, die Militärseel-
       sorge erheblich  verstärkt" (Oberst  Wolfgang Schall,  Leiter des
       Referats "Truppeninformation  und Psychologische Rüstung" im Füh-
       rungsstab der Bundeswehr 69)).
       ...
       ...
       "Durch die  Vergangenheit des  deutschen Soldatentums  zieht sich
       eine zeitbedingte  Koppelung von  Wehrdienst und Religion, in der
       sich unentwirrbar  tiefe religiöse  Glaubensüberzeugung mit  mehr
       vordergründiger  Religiösität   paaren.  Nicht  selten  trat  die
       christliche Religion in den Dienst der Wehrhaftmachung; weit häu-
       figer aber  ergab sie  in allen  Stufen ein  Fundament ab für den
       Ernst des Dienens. Eines ist sicher: Je entschiedener man sich in
       die Lage des Soldaten im atomaren Krieg versetzt, desto eher wird
       man gedrängt,  sich die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach Auf-
       erstehung und  Erlösung zu  stellen (...) Es ist keine Frage, daß
       die Militärgeistlichen  an der vordersten Front (!) der Verkündi-
       gung wirken  (...) Wer  tiefer steht,  der weiß,  daß die letzten
       Entscheidungen in  der weltweiten Auseinandersetzung im Felde (!)
       des Glaubens  fallen, mit  dem die  freie Welt der Ersatzreligion
       des totalitären Bolschewismus zu begegnen vermag" (Der Gegner der
       "Inneren Führung"  und Brigadegeneral  des Erziehungs-  und  Bil-
       dungswesens im Heer, Heinz Karst 70)).
       ...
       Konsequenzen
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