Quelle: Blätter 1970 Heft 03 (März)


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       Dokumente zum Zeitgeschehen
       
       WORTLAUT DER "NEUN THESEN JUNGER OFFIZIERE",
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       VERÖFFENTLICHT IN HAMBURG IM JANUAR 1970
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       These 1
       Ich will  ein Offizier  der Bundeswehr sein, der eine Sache nicht
       um ihrer selbst willen tut.
       Begründung:
       Ich erinnere  an eine Studie über Innere Führung vom Mai 1969. In
       ihr wurde  vorformuliert, daß  die Bundeswehr  kein  Industriebe-
       trieb, sondern  eine Kampf-, Schicksals- und Notgemeinschaft sei.
       Auf diesem Hintergrund wurde weitergesagt, daß sie daher die ele-
       mentaren Grundlagen  der alten  Soldatentugenden  beinhalte,  wie
       Tapferkeit,  Ritterlichkeit,  Gerechtigkeit,  Fürsorge,  Kamerad-
       schaft, Entschlossenheit,  Opferbereitschaft, Disziplin  und  die
       Hingabe an eine Sache um ihrer selbst willen. Diese letzte Tugend
       führte zu dieser These.
       Ohne darauf einzugehen, ob die Tugenden, die hier formuliert wor-
       den sind,  als Soldatentugenden  tatsächlich Tugenden  sind,  die
       auch in  der übrigen  Gesellschaft als Tugenden anerkannt werden,
       muß ganz  klar gesagt werden, daß sich unsere These gezielt gegen
       die als Tugend ausgeworfene Hingabe an eine Sache um ihrer selbst
       willen richtet.
       Wir verstehen  unter einer Sache eine Tätigkeit im Rahmen unserer
       Berufsausübung. Eine  Tätigkeit im  Rahmen unserer Berufsausübung
       können wir  nicht um  ihrer selbst  willen tun, weil der Offizier
       ebendiese Tätigkeit  im Rahmen  seiner Berufsausübung nur zielge-
       richtet vollziehen kann. Das heißt also: Wir tun eine Sache nicht
       um ihrer selbst willen, sondern ihres Zieles wegen, weil das Ziel
       in einer  sinnvollen Funktion  gesehen wird. Diese Funktion heißt
       für uns  die Optimierung  der Gesellschaft.  Die Optimierung kann
       nicht wertfrei  sein, sondern ist gebunden an das Grundgesetz der
       Bundesrepublik Deutschland. Auf der Grundlage der Norm des Grund-
       gesetzes ist  die Zielgerichtetheit unserer Funktion in der Frie-
       denserhaltung und  in  der  Friedenswiederherstellung  zu  sehen.
       Friedenswiederherstellung kann einen Kampfauftrag beinhalten. Das
       heißt, daß  jede unserer  dienstlichen Tätigkeiten  nicht um  der
       dienstlichen Tätigkeit willen getan wird, sondern der Zielgerich-
       tetheit, also der Friedenserhaltung und Friedenswiederherstellung
       wegen.
       Ich weise  darauf hin, daß es in der Tradition des deutschen oder
       preußischen Offiziers  noch nie  als eine Tugend angesehen wurde,
       eine Sache nur um ihrer selbst willen zu tun. Es war vielmehr im-
       mer Tradition, eine Sache um ihres Zieles willen zu tun.
       
       These 2
       Ich will  ein Offizier  der Bundeswehr  sein, der es ablehnt, ein
       Verhalten zu  praktizieren, das  "offizier-like" sein soll. Viel-
       mehr will  ich  eine  spezifisch  offiziermäßige  Rollenerwartung
       nicht erfüllen.
       Begründung:
       Wir lehnen  sie deshalb  ab, weil  eine spezifisch offiziermäßige
       Rollenerwartung, wie  sie zur Zeit in der Gesellschaft und in un-
       serer Armee  vorhanden ist, unserer Meinung nach von überkommenen
       Vorstellungen ausgeht. Überkommen aus dem Grund, weil sie mit der
       Funktion einer modernen Armee nicht zusammenhängt, denn die Funk-
       tion und  das Funktionieren  der Armee ist auf die Friedenserhal-
       tung und  Friedensgestaltung gerichtet.  Die Rollenerwartung, die
       heute noch  an den Offizier gestellt wird, entstammt der vortech-
       nischen Zeit und ist schlichtweg feudal und ständisch. Eine stän-
       dische und  feudale Rollenerwartung  ist aber, wie die Geschichte
       zeigt, weder  auf die  Friedenserhaltung noch die Friedensgestal-
       tung gerichtet.
       Der Offizier  ist weder ein Herr, ein Gentleman, noch ein Ritter,
       noch zurückhaltend,  noch unpolitisch,  sondern politisch und ge-
       sellschaftspolitisch denkend  und handelnd,  er ist  mißtrauisch,
       wenn jemand  sagt, Vertrauen  könne anerzogen  werden.  Vertrauen
       kann nicht anerzogen werden, sondern muß vorhanden sein. Die Vor-
       stellung vom anerzogenen Vertrauen entspringt einem pervertierten
       Vertrauensbegriff.
       Wir wollen  also keine  offiziermäßige, sondern  eine funktionale
       Rollenerfüllung.
       
       These 3
       Ich will ein Offizier der Bundeswehr sein, der eine Tradition ab-
       lehnt, die  lediglich aus epigonaler Reproduktion besteht und auf
       Neuschöpfung verzichtet.
       Begründung:
       Wir finden,  daß wir Menschen sind, die in der Geschichte stehen.
       Wir sehen  das, was  vor uns war, und wir sehen das, was nach uns
       kommen wird.  Das, was  vor uns war, ist ein Angebot an uns, aber
       nichts, was wir unbedingt übernehmen müssen. Das Angebotene über-
       nehmen wir  nicht, um es weiterzugeben oder weiter einzubehalten,
       wir wählen  auch nicht daraus aus, sondern wir nehmen das Angebot
       an und  machen etwas  Neues daraus.  Wenn wir  uns nur darauf be-
       schränkten, nur  irgendwo auszuwählen,  irgendeinen Wert,  der in
       der Vergangenheit bestand, zu übernehmen, fortzupflanzen, zu ver-
       treten, so  sind wir dort stehengeblieben, wo eigentlich die Ver-
       gangenheit war,  oder wir  sind noch in der Vergangenheit. In der
       heutigen Zeit müssen wir das, was einmal war, verarbeiten und et-
       was Neues, für unsere Zeit Gültiges und Aktuelles schaffen.
       In diesem  Zusammenhang wirft sich die Frage auf, was ein Wert in
       diesem Sinne  überhaupt ist.  Es gibt  entweder  zeitgemäße  oder
       zeitlose Werte.  Zeitlose Werte brauchen wir nicht zu übernehmen,
       die gab  es immer.  Zeitlos ist  zum Beispiel  das Eintreten  für
       Recht und  Freiheit. Solange  dies ein Wert ist, besteht er. Wenn
       er kein Wert mehr ist, besteht er eben nicht mehr. Damit ist Tra-
       dition für  uns das  Verwerten der  Geschichte, um etwas Neues zu
       schaffen. Wenn wir nichts Neues schaffen, dann haben wir die Welt
       nicht weitergebracht, dann haben wir versagt.
       
       These 4
       Ich will  ein Offizier  der Bundeswehr sein, der das Verhalten (=
       dienstliche Anordnungen) eines Vorgesetzten in Frage stellen darf
       und sein eigenes Verhalten von Untergebenen bzw. von jedermann in
       Frage stellen  läßt; ich  möchte ein  Offizier sein,  der  nichts
       selbstverständlich findet.
       Begründung:
       Das ist letztlich eine Aufforderung bzw. ein Eigenanstoß zum Miß-
       trauen gegen  alles oder, entschärft formuliert, zur Kritik gegen
       alle. Insbesondere  die Kritik  an einer Person gründet sich dar-
       auf, weil  Personen oder  ihre Geisteshaltungen  und das, was aus
       diesen Geisteshaltungen  entsteht, also  das Verhalten,  die Ver-
       hältnisse machen.  So begründen  sich etwa Mißstände, Mißverhält-
       nisse auf  dem Verhalten  von Personen.  Deshalb kritisieren  wir
       nicht nur die Verhältnisse, diese konstatieren wir zunächst, son-
       dern fragen uns, wer diese Verhältnisse macht.
       Im Moment,  wo wir  erkennen, daß  ein Vorgesetzter  Verhältnisse
       schafft, die  ungut sind,  die wir  persönlich im  Moment für un-
       zweckmäßig halten oder für gefährlich, beanspruchen wir das Recht
       zum Meckern",  und zwar gegen diesen Vorgesetzten. Ja, wir wollen
       ihm sogar  sagen dürfen  und können,  daß wir  ihn für ungeeignet
       halten.
       Dieses Recht  beanspruchen wir.  Wir beanspruchen  weiterhin, daß
       uns unsere  Untergebenen sagen,  wenn sie uns für ungeeignet hal-
       ten. Wir verzichten darauf, uns nicht in Frage stellen zu lassen.
       Im Gegenteil,  wir beabsichtigen, unsere Vorgesetzten zu verunsi-
       chern und  zur Stellungnahme zu zwingen, wie wir dies von unseren
       Untergebenen erwarten. Erst dann verhindert man die Manipulation,
       die vorgenommen  wird, wenn  es heißt,  eine Sache sei selbstver-
       ständlich und dürfe daher nicht diskutiert werden.
       
       These 5
       Ich will  ein Offizier  der Bundeswehr  sein, der  weder Personen
       noch Dienststellen,  sondern nur  dem verfassungsmäßigen  Auftrag
       Loyalität entgegenbringt.
       Begründung:
       Wir anerkennen  nur eine  Sachloyalität. Personale  Loyalität ist
       unsere persönliche  Angelegenheit und darf unseren verfassungsmä-
       ßigen Auftrag nicht gefährden. Personale Loyalität ist in Verbin-
       dung mit  Sachloyalität weniger konfliktlos, aber nicht notwendig
       und sogar  in vielen Fällen eine Gefährdung unseres Auftrags. Wir
       finden uns  in gegenseitiger  personaler Loyalität  von oben nach
       unten und  von unten nach oben nur dort, wo die Sachloyalität so-
       wieso gegeben  ist. Deshalb fordern wir die Streichung dieser Er-
       scheinung aus  unserem Verhalten, da sie nur eine zusätzliche Ne-
       benerscheinung beschreibt.  Das heißt  also: Personale  Loyalität
       kann hinzukommen, gründet sich aber immer auf Sachloyalität. Ohne
       Sachloyalität kann  die personale Loyalität nicht vorhanden sein.
       Das Bemühen, trotzdem personale Loyalität zu praktizieren, obwohl
       keine Sachloyalität vorliegt, ist eine Vergewaltigung der eigenen
       Persönlichkeit und  eine Gefährdung  des verfassungsmäßigen  Auf-
       trags.
       
       These 6
       Ich will  ein Offizier der Bundeswehr sein, der jeden Verstoß ge-
       gen ein Wehrkonzept im Rahmen der Gesamtverfassung bestraft sehen
       will.
       Begründung:
       Wir sind  davon ausgegangen,  daß die Einordnung der Armee in den
       Staat durch  Gesetze geschehen  ist, daß  die Armee  also rechts-
       staatlich gebunden  ist und  daher auf dem Boden des Rechtsstaats
       zu stehen  hat. Das heißt: Niemand, der für die Armee Normen set-
       zen will  oder Normen  sieht, die diesem Rechtsstaat entgegenste-
       hen, der  also behauptet, daß eine Normenkollision zwischen Armee
       und Rechtsstaat  stattfinden könnte oder bestehen könnte, ist für
       diese Armee,  die in  der Demokratie, also dem Rechtsstaat einge-
       bettet ist,  tragbar. Denn  er sieht die Armee außerhalb oder zu-
       mindest teilweise  außerhalb des  Rechtsstaates und fordert somit
       für sie  eine gewisse  Eigenrolle. Diese Eigenrolle lehnen wir ab
       und sagen sogar weiter, um dies ganz deutlich zu machen: Dies ist
       ein Exzeß  des Militärs.  Ein solcher Exzeß hat jedoch in unserer
       Demokratie keinen Platz und muß deshalb bestraft werden.
       Vom Friedensbild auf das Kriegsbild übertragen, würde eine solche
       Haltung den  alten Satz  "Not kennt kein Gebot" mehr oder weniger
       billigen. Daraus  folgt dann:  Was dem  Krieg nützt, das wird ge-
       macht, auch  wenn es gegen die Gesetze verstößt. Als Beispiel sei
       hier nur Vietnam genannt.
       Daher können  wir auch  nicht sagen,  daß Befehl und Gehorsam die
       Grundfesten der  Armee sind.  Die Grundfesten  der Armee sind die
       Normen des  Rechtsstaats, also das Grundgesetz. Was daraus folgt,
       muß daraus  entspringen und  muß darauf begründet sein. Alles an-
       dere ist abzulehnen, ist falsch, widerspricht dem Rechtsstaat und
       ist daher zu bestrafen.
       
       These 7
       Ich will  ein Offizier  der Bundeswehr  sein, der  nicht nur  den
       Frieden erhalten, sondern auch gestalten will.
       Begründung:
       Vorausgeschickt muß  werden, daß diese These eine Utopie ist, die
       nur nach  einer Bewußtseinsänderung  aller Teile der Gesellschaft
       verwirklicht werden kann.
       Wir gehen  davon aus, daß die Funktion des Soldaten in der heuti-
       gen Zeit  eine Abschreckungsfunktion,  eine absurde Funktion ist.
       Krieg vorzubereiten,  um ihn  zu verhindern,  ist  strenggenommen
       zunächst einmal  absurd. Wir werden auf Grund der Fragwürdigkeit,
       die die Massenvernichtungsmittel und Massenvernichtungssysteme in
       die Welt  gebracht haben, als Soldaten in Frage gestellt, und wir
       selbst müssen  uns auch  immer in  Frage stellen.  Das heißt, wir
       müssen unsere Position überprüfen.
       Wir sagen weiter: Weil heute die Vernichtungsmittel in dieser Art
       und Weise  gegeben sind,  ist unsere  Verantwortung gegenüber der
       Gesellschaft, gegenüber  dem Staat  eine ungeheure. In dieser Be-
       ziehung lehnen  wir die  Auffassung, Streitkräfte seien mit einem
       Industriebetrieb zu  vergleichen, ab.  Unsere  Verantwortung  ist
       weit größer  als die  eines Managers  in einem  Industriebetrieb.
       Denn wenn im Management eine falsche Entscheidung getroffen wird,
       mögen vielleicht  ein paar tausend Arbeiter arbeitslos sein. Wenn
       ein Soldat,  ein hoher  Soldat dagegen  eine falsche Entscheidung
       trifft, dann  hat das  Konsequenzen, die auf die Substanz des ge-
       samten Volkes einwirken.
       Deshalb müssen wir mehr tun, als nur den Frieden erhalten zu wol-
       len, um  eine Antwort  auf das eigene Infragegestelltwerden geben
       zu können,  um der eigenen Verantwortung gerecht zu werden und um
       die Absurdität  des Soldatenberufs  überwinden zu können. Ich muß
       für den Frieden arbeiten wollen. Ich muß meine Position nicht nur
       erklären -  meine Position  als Soldat einer Abschreckungsstreit-
       macht kann ich erklären, wenn sie auch logisch absurd ist -, son-
       dern ich  muß eine  Antwort geben.  Diese Antwort  kann nicht nur
       wieder eine  theoretische Antwort  sein, sondern sie muß ein Han-
       deln beinhalten.
       Daher fordern  wir: Die  Armee als  solche hat  sich nicht nur zu
       orientieren am  Kriegsbild, sondern auch am Friedensbild. Sie muß
       auf den Frieden hinarbeiten.
       Dazu ein  praktisches Beispiel:  Die Bundeswehr  hat zum Beispiel
       Friedensforschungsinstitute einzurichten,  hat zum  Beispiel  die
       Initiativen in  die Gesellschaft hineinzutragen, hat zum Beispiel
       Offiziere an  Schulen zu  schicken, um dort Sozialkundeunterricht
       zu geben,  damit unsere  Position den Schülern verdeutlicht wird.
       Der Offizier  wird damit  zum Kriegs-  und Friedensfachmann glei-
       chermaßen.
       Die Bundeswehr ist eine Institution in der Gesellschaft, zwar zu-
       erst einmal  als Instrument geschaffen, aber auch als Institution
       dazu da, in der Gesellschaft zu wirken und ihre Richtung mitzube-
       stimmen, also in ihr mitzuarbeiten, nicht nur als einzelner, son-
       dern auch als Institution.
       Wir haben also, um es etwas poetisch auszudrücken, auf die Leiter
       des Soldatentums  emporzusteigen, um  sie dann  zu überwinden und
       weiterzukommen. Wir  müssen durch aktives Handeln für den Frieden
       unsere eigene Absurdität überwinden. Wenn wir das nicht tun, sind
       wir in  20 Jahren  nicht nur in Frage gestellt, sondern unter Um-
       ständen haben wir es dann gar nicht mehr nötig, in Frage gestellt
       zu werden, weil im wesentlichen viele Menschen gar nicht mehr se-
       hen, daß wir notwendig sind.
       Eine Position,  die sich  darauf beschränkt,  rein den Frieden zu
       erhalten, nur Schlagkraft in gewissem Maße zur Verfügung zu stel-
       len, ist so etwas wie funktionaler Nihilismus.
       
       These 8
       Ich will ein Offizier der Bundeswehr sein, der eine scharfe Tren-
       nung zwischen  Dienst und  Freizeit beansprucht,  weil ich meinen
       Beruf als verantwortungsvollen und strapaziösen Job sehe.
       Begründung:
       Wir lehnen  das totale Engagement ab, wenn es prinzipiell von uns
       gefordert wird.  Es kann  in Ausnahmefällen gefordert werden, und
       dann stehen wir dazu. Wir wollen im Rahmen des Erforderlichen, im
       Rahmen des  Zweckmäßigen Soldaten  sein, um  es anderen  und  uns
       selbst zu ermöglichen, das heißt, die Gelegenheit zu verschaffen,
       diese für  verteidigungswert erachteten  Werte, die  durch Normen
       gesetzt sind, auszukosten und zu genießen. Das heißt in einfacher
       Formulierung: Ich lebe, um zu genießen, und ich arbeite, um leben
       zu können, um genießen und um Freude haben zu können.
       
       These 9
       Ich will  ein Offizier der Bundeswehr sein, der die erforderliche
       Disziplinierung in  einem Heranführen  an die  Mündigkeit und der
       aus ihr entspringenden Selbstdisziplin sieht.
       Begründung:
       Wir verstehen  mündiges Verhalten,  in diesem  Falle das  mündige
       Verhalten unserer  Untergebenen,  als  rationales,  vernünftiges,
       zweckmäßiges Verhalten.  Wir möchten  unsere  Untergebenen  dahin
       bringen, daß  sie aus Einsicht, z.B. auch in die Pluralität aller
       Werte, sich  vernünftig verhalten und damit uns folgen. In diesem
       Punkt stimmen wir alle überein.
       Das heißt  global: In der Übereinstimmung der Auffassung, daß wir
       für eine  Demokratie sind,  liegt unsere  Gemeinsamkeit und unser
       mündiges Verhalten.
       

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