Quelle: Blätter 1975 Heft 01 (Januar)


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       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
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       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       LEBENSWEG UND KARRIERE DES FRANZ JOSEF STRAUSS
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       Von Dieter Halfmann
       ...
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       Im Zeichen  rasch um  sich greifender  wirtschaftlicher Krisener-
       scheinungen hat sich die Bundesrepublik 1974 merklich nach rechts
       entwickelt. Wie  weit die  in allen  Bundestagsparteien sichtbare
       politische Kräfteverschiebung bereits gediehen ist, zeigt sich am
       deutlichsten wohl  daran, daß heute in der Fluchtlinie fast aller
       Diskussionen die  Figur des  Franz  Josef  Strauß  steht.  Strauß
       selbst  hat   in  einer   Erklärung  zum  Jahreswechsel  von  den
       "schwerwiegenden Entscheidungen"  gesprochen, die  das Jahr  1975
       mit sich  bringen werde.  Die kommenden  Landtagswahlen seien be-
       stimmend nicht nur für die Zusammensetzung einzelner Landesregie-
       rungen, sondern  "womöglich für  Sein und  Nichtsein  der  Bonner
       Koolitionsregierung" ("Die  Welt"  v.  24.  Dezember  1974).  Als
       Schlüsselfigur einer  von neuem  sich herausbildenden Allianz der
       Rechtskräfte aller Schattierungen treibt Strauß selbst damit jene
       Diskussion voran, in der heute bereits offen über die Bildung ei-
       ner neuen großen Koalition bis hin zur "Allparteienregierung" und
       über Strauß  in allen  Rollen vom  Kanzler bis  zum Außenminister
       spekuliert wird,  eine Diskussion, die sich in gleich welcher Va-
       riante stets  auf eine  Hauptfront konzentriert:  auf die Zurück-
       drängung aller  demokratischer Ansätze, die in der Bundesrepublik
       in den letzten Jahren erkämpft worden sind. "Diese Strategie kann
       nur vereitelt  und die  immer weitere Entwicklung der Bundesrepu-
       blik nach  rechts kann nur verhindert werden, wenn die demokrati-
       schen Kräfte  diesem Einschüchterungsdruck nicht nur widerstehen,
       sondern sich  gegen ihn auf breitester Front zu einer politischen
       Offensive zusammenfinden", schrieb Paul Neuhöffer im Dezemberheft
       der "Blätter".  Als einen  Beitrag zur Erhellung der Bedingungen,
       mit denen  eine neue  demokratische Offensive in der BRD konfron-
       tiert ist, verstehen wir es, wenn im folgenden besondere Aufmerk-
       samkeit auf  die an  Windungen reiche  Karriere jenes  Politikers
       (und auf seine Grenzen) gerichtet wird, der seit den Anfängen der
       Bundesrepublik stets  als ein Exponent der rechtesten ökonomisch-
       politisch-militärischen Kräfte  hervorgetreten  ist.  Nachstehend
       veröffentlichen wir  den ersten Teil einer politischen Biographie
       des Franz  Josef Strauß,  die in  den nächsten Heften fortgesetzt
       werden wird. D. Red.
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       I. Straußens Werdegang bis 1962
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       a) Vom Primus zum Sonderminister
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       1) Jugend und Kriegsjahre:
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       erste Begegnung mit der "Weltreichsidee"
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       2) "Mann der Amerikaner"
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       3) Franz Strauß und die Frühentwicklung der CSU
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       4) Die ersten Jahre in Bonn (1949-1953):
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       Kampf um die Remilitarisierung
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       5) Minister für besondere Aufgaben (1953-1955):
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       Im Kampf um EVG- und NATO-Beitritt
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       b) Vom Bundesatomminister zum Mann der "Spiegel"-Affäre
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       1) Ein Jahrzehnt nach Kriegsende: die veränderte Lage
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       2) Atomminister Strauß (1955/56)
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