Quelle: Blätter 1975 Heft 12 (Dezember)


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       Dokumente zum Zeitgeschehen
       
       ZIONISMUS-RESOLUTION DER GENERALVERSAMMLUNG
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       DER VEREINTEN NATIONEN VOM 10. NOVEMBER 1975
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       (Wortlaut)
       
       Die Generalversammlung  der Vereinten  Nationen verabschiedete am
       10. November  1975 mit  72 gegen  35 Stimmen  bei 32 Enthaltungen
       eine Resolution,  in der  festgestellt wird,  "daß Zionismus eine
       Form von  Rassismus und  Rassendiskriminierung" sei. (Vgl. in der
       Chronik dieses Heftes unter "Naher Osten".) Nachstehend der Wort-
       laut der Resolution (aus dem Englischen). D. Red.
       
       D i e  G e n e r a l v e r s a m m l u n g,
       e r i n n e r n d  an ihre Resolution 1904 (XVIII) vom 20. Novem-
       ber 1963,  in der die Deklaration der Vereinten Nationen über die
       Beseitigung aller  Formen von  Rassendiskriminierung  proklamiert
       wurde, und  insbesondere an ihre Bekräftigung, daß "jegliche Dok-
       trin  der  Rassentrennung  oder  -überlegenheit  wissenschaftlich
       falsch, moralisch  verwerflich (und) sozial ungerecht und gefähr-
       lich" ist,  und an  den Ausdruck  ihrer Beunruhigung über "die in
       manchen Regionen  der Welt  immer noch  nachweislichen Äußerungen
       rassischer Diskriminierung,  von denen manche durch bestimmte Re-
       gierungen mittels legislativer, administrativer oder anderer Maß-
       nahmen verhängt werden",
       e r i n n e r n d   a u c h   d a r a n,  daß in ihrer Resolution
       3151 G  (XXVIII) vom 14. Dezember 1973 die Generalversammlung un-
       ter anderem  die unheilige  Allianz zwischen dem südafrikanischen
       Rassismus und dem Zionismus verurteilt hat,
       N o t i z  n e h m e n d  von der Deklaration von Mexico über die
       Gleichberechtigung der  Frau und ihren Beitrag zu Entwicklung und
       Frieden, proklamiert  durch die vom 19. Juni bis zum 2. Juli 1975
       in Mexico  City abgehaltene Weltkonferenz im Internationalen Jahr
       der Frau,  welche das Prinzip verkündete, daß "internationale Zu-
       sammenarbeit und  Frieden die  Erlangung der nationalen Befreiung
       und Unabhängigkeit  erfordern, die  Beseitigung von Kolonialismus
       und Neokolonialismus,  ausländischer Besetzung, Zionismus, Apart-
       heid und  rassischer Diskriminierung  in all  ihren Formen ebenso
       wie die  Anerkennung der  Würde der  Völker und  ihres Rechts auf
       Selbstbestimmung",
       N o t i z  n e h m e n d  a u c h  von Resolution 77 (XII), ange-
       nommen durch  die Versammlung der Staats- und Regierungschefs der
       Organisation für Afrikanische Einheit in Kampala vom 28. Juli bis
       zum 1. August 1975, die feststellte, "daß das rassistische Regime
       im besetzten  Palästina und  die rassistischen Regime in Zimbabwe
       und Südafrika einen gemeinsamen imperialistischen Ursprung haben,
       ein Ganzes  bilden und  dieselbe rassistische  Struktur haben und
       organisch miteinander  verbunden sind  in ihrer auf Unterdrückung
       der Würde und Integrität des Menschen gerichteten Politik",
       N o t i z   n e h m e n d   a u c h  von der Politischen Deklara-
       tion und  Strategie zur  Stärkung von Weltfrieden und -sicherheit
       und zur  Intensivierung von  Solidarität und  gegenseitiger Hilfe
       zwischen bündnisfreien Ländern, angenommen auf der Außenminister-
       konferenz bündnisfreier  Staaten in  Lima, Peru,  vom 25. bis 30.
       August 1975,  die den Zionismus auf das schärfste als eine Bedro-
       hung von Weltfrieden und -sicherheit verurteilte und alle Staaten
       aufrief, sich  dieser rassistischen und imperialistischen Ideolo-
       gie zu widersetzen,
       s t e l l t   f e s t,  daß Zionismus eine Form von Rassismus und
       Rassendiskriminierung ist.
       

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