Quelle: Blätter 1976 Heft 10 (Oktober)


       zurück

       
       Dokumente zum Zeitgeschehen
       
       AUFRUF DES "INTERNATIONALEN KOMITEES FÜR SOLIDARITÄT MIT ZYPERN"
       ================================================================
       ZUR WELTKONFERENZ FÜR SOLIDARITÄT MIT ZYPERN UND ZUR DURCHFÜHRUNG
       =================================================================
       DER UNO-BESCHLÜSSE ÜBER ZYPERN VOM 29. BIS 31. OKTOBER 1976
       ===========================================================
       IN FRANKFURT/M.
       ===============
       
       (Wortlaut)
       
       Wir rufen die für die Wahrung des Völkerrechts, für Freiheit, Un-
       abhängigkeit und  Humanität eintretenden  Menschen in  aller Welt
       auf, eine Weltkonferenz für Solidarität mit Zypern und zur Durch-
       führung der  UNO-Beschlüsse über  Zypern zu unterstützen, die vom
       29.-31.10.1976 in Frankfurt/M. stattfinden wird.
       22 Monate  nach der Aggression gegen Zypern und entgegen den wie-
       derholten Forderungen der Vereinten Nationen,
       - alle ausländischen Streitkräfte von der Insel abzuziehen,
       - die sichere Rückkehr aller Flüchtlinge in ihre Wohnungen zu ga-
       rantieren,
       - die Unabhängigkeit,  Souveränität, territoriale  Integrität und
       Nichtpaktgebundenheit Zyperns zu respektieren,
       befindet sich  die Bevölkerung  der Insel noch immer in einer er-
       schreckenden Lage.
       Alle Probleme  sind ungelöst. Die Verhandlungen zwischen den bei-
       den Bevölkerungsgruppen,  die unter der Schirmherrschaft des UNO-
       Generalsekretärs durchgeführt  werden, sind zum Stillstand gekom-
       men. Die wachsende Einmischung aggressiver Kreise in Form von Mi-
       litärpakten in  diesem empfindlichen  Gebiet bedeutet die Teilung
       der Insel  die Zerstörung ihrer Unabhängigkeit und die Umwandlung
       ihres Territoriums in ein Netz von Militärstützpunkten.
       Infolge der Zypernkrise spitzt sich die ohnehin gespannte Lage im
       Nahen Osten  weiter zu  und wird  immer mehr zu einer ernsthaften
       Bedrohung des Friedens.
       Wenn der ausländischen Einmischung in die inneren Angelegenheiten
       Zyperns nicht  schnell und  wirksam begegnet  wird, entsteht  die
       akute Gefahr, daß dieser Präzedenzfall die weitere Mißachtung der
       Rechte von  UNO-Mitgliedern, Übergriffe  gegen blockfreie Staaten
       und Verletzungen von Geist und Inhalt der Schlußakte von Helsinki
       nach sich zieht.
       Diese Gründe machen die Einberufung einer internationalen Solida-
       ritätskonferenz mit Zypern dringend notwendig.
       Im Interesse  der europäischen  Sicherheit, des  Friedens und der
       Gerechtigkeit im  Nahen Osten,  in Asien,  Afrika und  der ganzen
       Welt muß Zypern ein unabhängiger, souveräner, einheitlicher, ter-
       ritorial ungeteilter,  blockfreier Staat  bleiben, ohne ausländi-
       sche Truppen  oder Stützpunkte, in dem alle Bevölkerungsgruppen -
       Griechen und  Türken - friedlich und freundschaftlich zusammenar-
       beiten, so wie sie es jahrhundertelang getan haben. Wir appellie-
       ren an  alle nationalen, regionalen und internationalen Organisa-
       tionen, Bewegungen  und Gruppen,  an alle Menschen, die für Frie-
       den, Freiheit,  Menschlichkeit und  Wahrung des Völkerrechts ein-
       treten, gemeinsam  zu handeln,  die gerechte  Sache des zyprioti-
       schen Volkes  zu unterstützen, sich für den Frieden in dieser Re-
       gion und  auf der  ganzen Welt  einzusetzen, und der öffentlichen
       Weltmeinung durch  diese Veranstaltung  machtvollen  Ausdruck  zu
       verleihen.
       Rettet Zypern - Rettet den Frieden!
       Ä g y p t e n:  Khaled el Moheieldin. -  A l g e r i e n:  Fathia
       Betahar, Präsidentin  der Panafrikanischen  Frauenorganisation. -
       A u s t r a l i e n:   Ruth Coleman, Senatorin, Arbeiterpartei. -
       B e l g i e n:   Alfred Bertrand, Vorsitzender der Christdemokra-
       tischen Fraktion  im Europa-Parlament;  Léon Defosset, Abgeordne-
       ter, Bürgermeister  von Etterbeek;  Adolphe Ducobu,  Abgeordneter
       der Christlich-Sozialen  Partei; Joseph Fievez, Abgeordneter; Er-
       nest Glinne,  Abgeordneter der  Sozialistischen Partei;  Jean Ke-
       vers, Senator;  Jean-Pierre de Keyn, Generalsekretär der Europäi-
       schen Union der Jungen Christdemokraten; Marcel Levaux, Abgeordu-
       eter der Kommunistischen Partei, Bürgermeister von Cheratte; René
       Petre, Abgeordneter  der Christlich-Sozialen Partei; Irène Petry,
       Abgeordnete der  Sozialistischen Partei,  ehem. Ministerin;  Yvan
       Ylieff, Abgeordneter,  Bürgermeister von Andrimont. -  B u l g a-
       r i e n:   Lubomir Kabaktschew,  Präsident  der  Schauspielerver-
       einigung, Präsident  der  bulgarisch-griechischen  Freundschafts-
       gesellschaft; Pankratii,  Metropolit der  bulgarischen orthodoxen
       Kirche; Slawtscho Wassew, Präsident des bulgarischen Komitees für
       Verständigung zwischen  den Ländern  des Balkans. -  B u n d e s-
       r e p u b l i k   D e u t s c h l a n d:  Prof. Dr. W. Abendroth;
       Prof. Dr.  F. Benseler;  Prof. Dr. E. Bloch; Peter O. Chotjewitz;
       Prof. Dr.  A. Dress;  Dr. Ingeborg  Drewitz; Armin  Kerker; Helge
       Knüppel: Prof. Dr. R. Kühnl; Dr. K. Neumann; D. Martin Niemöller,
       Dr. Karin  Priester; Prof. Dr. Dr. h.c. Renate Riemeck; Prof. Dr.
       H. Ridder;  Prof. Dr.  P. Römer;  Wolfdietrich  Schnurre;  Günter
       Wallzaff; Josef  Weber; Gerhard  Zwerenz; Dr.  E.  von  Xylander;
       Türkisches  Europa-Komitee  für  Frieden  und  Freiheit;  Verband
       Griechischer Gemeinden  in der  BRD und Westberlin; Verband Grie-
       chischer  Studentenvereine   in  der   BRD  und   Westberlin.   -
       C h i l e:   Camillo Salvo,  Abgeordneter, Mitglied des National-
       rats der  Radikalen Partei;  Jairne Soares, Senator, Mitglied des
       Zentralkomitees der  Sozialistischen Partei,  Minister in der Re-
       gierung Allende;  Volodia Teitelboim, Mitglied des Politbüros der
       KP Chiles.  -   D ä n e m a r k:   Knud Holst,  Schriftsteller. -
       D e u t s c h e     D e m o k r a t i s c h e    R e p u b l i k:
       Prof. Dr.  Günter Drefahl, Mitglied der Akademie der Wissenschaf-
       ten, Präsident  des Friedensrates;  Karin Janz,  Olympiasiegerin,
       Welt- und  Europameisterin im  Turnen; Dr.  Gerhard Lotz Oberkir-
       chenrat, Mitglied  der Volkskammer  der DDR;  Hans-Peter Minetti,
       Direktor der  staatlichen Schauspielschule  Berlin; Prof. Dr. Max
       Steenbek,   Vorsitzender   des   Forschungsrates   der   DDR.   -
       F i n n l a n d:     Essi  Renvall,   Bildhauer;  Paavo  Rintala,
       Schriftsteller; Mirjam  Vire-Tuominen, Abgeordnete. -  F r a n k-
       r e i c h:   Georges-Albert Astre,  Professor an  der Universität
       Paris-Nanterre; Nikos  Athanassiou, Generalsekretär  des Komitees
       Frankreich-Zypern; Claude  Bourdet, Journalist;  Daniel  Dalbera,
       Abgeordneter der  Kommunistischen  Partei;  Jacques  Debu-Bridel,
       ehem. Senator;  Jean-Marie  Domenach,  Direktor  der  Zeitschrift
       "Esprit"; Pierre  Emmanuel, Académie  francaise; Joannes Galland,
       Sekretär der Gewerkschaften C.G.T.; Dominique Gallet, Politischer
       Sekretär der  fortschrittlichen  Front;  Olivier  Germain-Thomas,
       Direktor der  Zeitschrift "L'Appel";  Michael Langignon, Sekretär
       der  Friedensbewegung;   Pierre  Lefranc,   Generalsekretär   des
       Instituts Charles  de Gaulle;  Jacques  Madaule,  Schriftsteller;
       Claude Perroud, Anwalt (Vereinigung der demokratischen Juristen);
       Anne Philipe,  Schriftsteller; Liliane  Princet, Professor;  René
       Rognon, Pfarrer;  Alain Vivien,  Abgeordneter der sozialistischen
       Partei; Michel  Weyl, Generalsekretär  des Internationalen Archi-
       tekten-Verbandes. -   G r i e c h e n l a n d:   Amalie  Fleming,
       Präsidentin  der   griechischen  Wissenschaftlerinnen;   Harilaos
       Florakis,  Erster   Sekretär  der  Kommunistischen  Partei  Grie-
       chenlands; Elias  Iliou, Präsident  der Demokratischen  Union der
       Linken (EDA);  Georges Jordanidis,  General a.D. und Abgeordneter
       des griechischen  Parlaments; Melina Mercouri, Schauspielerin; N.
       Papageorgiou, Präsident der griechischen Gewerkschaft; Andreas G.
       Papandreou, Chef  der Panhellenischen  Sozialistischen Partei; R.
       Tziniadi,  Präsidentin   der  griechischen   Frauenföderation.  -
       I n d i e n:  H.D. Malviya, Mitglied des Parlaments, Kongreß-Par-
       tei; V.P.  Sathe, Mitglied  des Parlaments,  Kongreß-Partei; R.L.
       Bhatia, Mitglied  des Parlaments, Kongreß-Partei, Shashi Bhushan,
       Mitglied des  Parlaments, Kongreß-Partei;  Sardar Amjad Ali, Mit-
       glied des Parlaments, Kongreß-Partei; Bhupesh Gupta, Mitglied des
       Parlaments, Kommunistische Partei; Kalyanroy, Mitglied des Parla-
       ments, Kommunistische  Partei; Yogendra Sharma, Mitglied des Par-
       laments, Kommunistische  Partei. -  I r a k:  Aziz Sherif, frühe-
       rer Staatsminister, Präsident des Irakischen Komitees für Frieden
       und Solidarität.  -   I s r a e l:  Daniel Amit, Professor an der
       Hebräischen Universität,  Jerusalem; David Burstein, Sekretär des
       Komitees für gerechten Frieden zwischen Israel und den arabischen
       Ländern; Arthur  Goldreich, Architekt; Tawfiq Toubi, Mitglied des
       Parlaments. -   I t a l i e n: Giorgio la Pira, Mitglied des Par-
       laments, Christlich-Demokratische  Partei, Präsident der außenpo-
       litischen Kommission  des Parlaments  (Abgeordnetenkammer)  Carlo
       Fracanzani,  Mitglied  des  Parlaments,  Christlich-Demokratische
       Partei, Sekretär der außenpolitischen Kommission des Parlaments;;
       Michele Achili, Mitglied des Parlaments, Vizepräsident der parla-
       mentarischen Gruppe  der Sozialistischen  Partei;  Maria  Magnani
       Noy, Mitglied  des Parlaments,  Sozialistische Partei, Sekretärin
       des italienischen  Parlaments; Allessandro  Menchinelli, Mitglied
       des Zentralkomitees  der Sozialistischen  Partei; Umberto Cardia,
       Mitglied des  Parlaments, Kommunistische Partei, Mitglied der au-
       ßenpolitischen Kommission  des Parlaments;  Tulio Vecchieti, Mit-
       glied des Parlaments, Mitglied des politischen Büros der Kommuni-
       stischen Partei;Vittorio  Orilia, Mitglied  des Parlaments,  Mit-
       glied des leitenden Rates des "Forum Italiano" für Sicherheit und
       Zusammenarbeit in Europa und im Mittelmeer Dr. Gorgio Giavannoni,
       Sekretär des  "Forums Italiano". -  M a r o k k o:  A. Youssoufi,
       Rechtsanwalt. -  Ö s t e r r e i c h:  Prof. Rudolf Weiler, Dekan
       der  theologischen  Fakultät  der  Wiener  Staats-Universität.  -
       P o l e n:   Josef Cyrankiewicz, früherer Premierminister, Präsi-
       dent des  polnischen Friedensrates,  Mitglied des  Parlaments.  -
       S p a n i e n:   Anton Canyellas, Generalsekretär der Christdemo-
       kratischen Partei.  -   S r i   L a n k a:   Meruyn Casie Chetty,
       Richter; Rev  Medaxoda, buddhistischer  Priester. -    S ü d a f-
       r i k a:   Alex La  Guma, Schriftsteller, Mitglied der nationalen
       Befreiungsbewegung. -   S c h w e i z:   Dr.  Max Habicht, Inter-
       nationaler Rechtsberater;  Kurt Marti,  Schriftsteller; Prof. Dr.
       Adolf  Muschg,   Dozent  für   Germanistik,   Schriftsteller.   -
       U n g a r n:  Gyorgy Antallfy, Präsident der ungarischen Vereini-
       gung von  Juristen, Rektor  der Universität  in Szeged, Dr. Tibor
       Bartha, calvinistischer  Bischof, Mitglied des Weltfriedensrates;
       Ferenc Bessenyei, Kossuth-Preisträger, Mitglied des Nationalthea-
       ters; Dr. Jozef Bognar, Direktor für Weltwirtschaftsforschung der
       ungarischen Akademie der Wissenschaften; Ivan Boldizsar, Schrift-
       steller, Chefredakteur,  Mitglied des Weltfriedensrates, Laszlonè
       Erdei, Präsidentin, Nationalrat der ungarischen Frauen; Gabor Ga-
       rai, Schriftsteller, Generalsekretär des ungarischen Schriftstel-
       lerverbandes; Judit Halasz, Jaszai Mari-Preisträger, Mitglied des
       Vig-Theaters, Janos Hantos, Generalsekretär des ungarischen Komi-
       tees der  Rot-Kreuz-Vereinigung, Dr. Jozsef Ijjas, Erzbischof von
       Kalocsa; Dr. Zoltan Kaldy, lutheranischer Bischofspräsident, Mit-
       glied des  Weltfriedensrates;  Andrasnè  Kiraly,  Sekretärin  des
       Budapester Komitees  der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpar-
       tei; Janosnè Keserue, Ministerin; Dr. Ferenc Marta, Generalsekre-
       tär der  ungarischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Gyula Ortu-
       tay Akademiemitglied, Direktor des Institutes für Völkerkunde der
       ungarischen Akademie  der Wissenschaften;  Pal  Patzay,  Kossuth-
       Preisträger, Bildhauer;  Emil Petrovics,  Komponist; Janos Peter,
       Vizepräsident des Parlaments; Nandornè Sebestyen, Generalsekretä-
       rin des  ungarischen Nationalrates,  Mitglied  des  Weltfriedens-
       rates; Dr.  Mihaly Simai, korrespondierendes Mitglied der ungari-
       schen Akademie  der Wissenschaften, Direktor des Forschungsinsti-
       tutes für  Weltwirtschaft der  ungarischen Akademie  der  Wissen-
       schaft; Gyulanè  Szentistvanyi, Mitglied  des Zentralkomitees der
       Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei; Sekretärin des Natio-
       nalrates der  Vaterländischen VolLsfront; Dr. Zoltan Zsebuk, Kos-
       suth-Preisträger, Professor,  Direktor der Strahlenforschungskli-
       nik. -   U n i o n   d e r  S o z i a l i s t i s c h e n  S o w-
       j e t r e p u b l i k e n:  Evgen Fjodorow, Mitglied der Akademie
       der Wissenschaften,  Abgeordneter; Boris Polewoi, Schriftsteller;
       Walentina Tereschkowa,  erste Kosmonautin  der Welt.  -    V e r-
       e i n i g t e   S t a a t e n   v o n   A m e r i k a:   Dr.  van
       Confondakis, Professor  an der  Indiana-Universität; Prof. Howard
       L. Parsons,  Präsident der  Philosophischen Fakultät, Universität
       von Bridgeport.  -  I n t e r n a t i o n a l e  O r g a n i s a-
       t i o n e n:     Afro-Asiatische  Volks-Solidaritätsorganisation;
       Asiatische Buddhistische  Konferenz für  den Frieden; Christliche
       Friedens-Konferenz;  Europäische  Union  der  jungen  Christdemo-
       kraten; Internationale  Föderation der Widerstandskämpfer; Inter-
       nationale Vereinigung  Demokratischer  Juristen;  Internationales
       Sekretariat für europäische Sicherheit und Zusammenarbeit; Inter-
       nationale  Journalisten-Organisation;  Internationale  Union  der
       Sozialistischen Jugend;  Internationale Architekten Union; Inter-
       nationale  Studenten-Union;  Internationale  Gewerkschaftsorgani-
       sation der  Landwirtschaft und  Forsten;  Internationale  Gewerk-
       schaftsorganisation der Transportarbeiter, Internationale Gewerk-
       schaftsorganisation  der  Chemie  und  Öl;  Internationale  Demo-
       kratische  Frauen-Föderation;   Internationale  Frauen-Liga   für
       Frieden und  Freiheit;  Union  der  arabischen  Advokaten:  Welt-
       Assoziation der  Weltföderalisten; Weltkonföderation  der Arbeit;
       Föderalistische  Weltjugend;  Weltföderation  der  demokratischen
       Jugend;  Weltgewerkschaftsbund;  Weltfriedensrat;  Weltföderation
       der Lehrer-Gewerkschaften.
       

       zurück