Quelle: Blätter 1977 Heft 02 (Februar)


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       Bücher
       
       NEUERSCHEINUNGEN / EINGESANDTE BÜCHER 02/77
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       Soziologie
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       Karl H.  Hörning (Hrsg.),  Soziale Ungleichheit.  Strukturen  und
       Prozesse sozialer  Schichtung, H.  Luchterhand Verlag,  Darmstadt
       und Neuwied  1976, (Soziologische  Texte, Bd.  105), 260 S., 29,-
       DM. - Der an der Gesamthochschule Kassel lehrende Herausgeber hat
       in dieser  mit einer umfangreichen Bibliographie versehenen Text-
       sammlung eine  Reihe sonst  nur schwer  zugänglicher Beiträge zum
       Thema der sozial und kulturell verfestigten Ungleichheit zwischen
       Menschen zusammengebracht, die für die empirische und die theore-
       tische Beschäftigung mit diesem Problem sehr wichtig sind.
       
       Richard Münch,  Theorie  sozialer  Systeme.  Eine  Einführung  in
       Grundbegriffe, Grundannahmen und logische Struktur, Westdeutscher
       Verlag, Opladen  1976 (Studienbücher  zur Sozialwissenschaft, Bd.
       30), 187 S., 19,80 DM.
       
       Lucian Kern (Hrsg.), Probleme der postindustriellen Gesellschaft,
       Verlag Kiepenheuer  & Witsch,  Köln 1976  (Neue Wissenschaftliche
       Bibliothek, Bd.  87), 381 S., 28,- DM. - Sammlung von Texten ame-
       rikanischer Sozialwissenschaftler  und Sozialpropheten  über  die
       Zukunft hochindustrialisierter  Gesellschaften mit  der  Quintes-
       senz, daß diese Zukunft einerseits "offen", andererseits vom Erbe
       der Gegenwart  "belastet" ist  bzw.  sein  wird.  Ein  Hornberger
       Schießen, jedoch mit vielen Anregungen verbunden.
       
       Klaus Allerbeck/Leopold Rosenmayr, Einführung in die Jugendsozio-
       logie. Theorien,  Methoden  und  empirische  Materialien,  Verlag
       Quelle & Meyer, Heidelberg 1976, 211 S., 24,- DM.
       
       Leo Kofler,  Soziologie  des  Ideologischen,  Kohlhammer  Verlag,
       Stuttgart 1975  (Urban Taschenbücher),  141 S., 10,- DM. - Kofler
       behandelt theoretische  Probleme des Ideologischen, die Rolle der
       Intellektuellen als Ideologen und die Dialektik von Genuß und As-
       kese. Er  stellt eine  zunehmende ldeologisierung in unserer Zeit
       fest und  sieht im Marxismus die "Ideologie der progressiven Eli-
       ten".
       
       Urs Jaeggi, Theoretische Praxis. Probleme eines strukturalen Mar-
       xismus, Suhrkamp  Verlag, Frankfurt/M. 1976 (Suhrkamp Taschenbuch
       Wissenschaft, Bd.  149), 213  S., 9,-  DM. Der in Westberlin leh-
       rende Soziologe befaßt sich mit dem Verhältnis von Soziologie und
       Geschichte, mit  dem Strukturalismus  und seinem  Verhältnis  zum
       Marxismus, mit  dem Problem  der Weiterentwicklung  von marxisti-
       scher Geschichts-  und Gesellschaftstheorie  und dabei  immer mit
       der Frage "Was können wir tun?"
       
       Recht
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       Josef Mück (Hrsg.), Verfassungsrecht, Westdeutscher Verlag, Opla-
       den 1975, 480 S., 33,- DM. - In diesem hoch zu rühmenden Band aus
       der Reihe  der Bad Wildunger Beiträge zur Gemeinschaftskunde fin-
       den sich  Beiträge von  G. Hoffmann, W. Abendroth, H. Ridder, Th.
       Ellwein, dem  Hrsg. sowie  die Wiedergabe  eines  Streitgesprächs
       zwischen Abendroth  und Ellwein zur Entwicklung des Grundgesetzes
       und der  Verfassungsstruktur seit der Entstehung der BRD. Es gibt
       keine bessere  Einführung in  die soziale Ordnung und das politi-
       sche System  in Verfassungsrecht  und Verfassungswirklichkeit der
       BRD für die Hand des Lehrers.
       
       Dimitris Th.  Tsatsos, Einführung  in das  Grundgesetz.  Grundbe-
       griffe -  Grundprobleme, Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1976 (Urban
       Taschenbücher), 172  S., 12,-  DM. - Etwas knapp, aber übersicht-
       lich; brauchbar  als eine aus liberaler Sicht konzipierte Einfüh-
       rung für Nichtjuristen.
       
       Dieter S.  Lutz/Volker Rittberger, Abrüstungspolitik und Grundge-
       setz. Eine  verfassungsrechtlich-friedenswissenschaftliche Unter-
       suchung, Nomos-Verlagsgesellschaft,  Baden-Baden  1976,  154  S.,
       29,- DM.  - Die  Autoren belegen  mit  ihrer  Interpretation  des
       Grundgesetzes eine  verfassungsmäßig vorgeschriebene  Pflicht zum
       Rüstungsverzicht, die allem staatlichen Handeln der BRD unterlegt
       ist. Sie  setzen sich  zugleich kritisch mit der insbesondere vom
       Bundesminister der  Verteidigung unterstützten These von der Ver-
       fassungsgarantie für die Bundeswehr auseinander. Das Buch ist ein
       wichtiges Ergebnis  der so  oft als ineffektiv gescholtenen Frie-
       dens- und Konfliktforschung.
       

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