Quelle: Blätter 1981 Heft 09 (September)


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       Dokumente zum Zeitgeschehen
       
       BESCHLUSS DER FDP-SCHLESWIG-HOLSTEIN VOM 15. AUGUST 1981
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       GEGEN DIE NEUTRONENBOMBE
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       (Wortlaut)
       
       Auf seiner  Sitzung am 15. August 1981 hat der Landesvorstand der
       freien Demokratisches  Partei Schleswig-Holstein den im folgenden
       dokumentierten einstimmigen Beschluß gefaßt. D. Red.
       
       Die Entscheidung der US-Regierung über die Produktion der Neutro-
       nenwaffe beweist  einen bemerkenswerten  Mangel an  Rücksicht auf
       die Interessen der europäischen Verbündeten und besonders auf die
       Interessen Deutschlands.
       
       Die Existenz der Neutronenwaffe
       
       - verführt zu  frühzeitigem Einsatz  nuklearer Sprengsätze und zu
       entsprechender Einsatzplanung. Der Einsatz dieser Waffe erscheint
       nur in Mitteleuropa und besonders in Deutschland denkbar;
       - erhöht die  Gefahr, daß  ein auf  Mitteleuropa begrenzter Krieg
       führbar erscheint;
       - blockiert die  Anstrengungen der Bundesrepublik Deutschland und
       weiterer europäischer Länder, durch Einfrieren und Reduzieren der
       Rüstungen, wie z.B. bei den Mittelstreckenraketen, die Spannungen
       in Europa  zu vermindern und zu weiteren Übereinkünften nicht nur
       zur Begrenzung,  sondern zum Abbau der Rüstung in Ost und West zu
       gelangen.
       Der Landesvorstand  appelliert an die Bundesregierung, einer Sta-
       tionierung von  Neutronenwaffen auf  deutschem Boden  nicht zuzu-
       stimmen und auf eine Rücknahme des Beschlusses durch die amerika-
       nische Regierung zu drängen.
       

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