Quelle: Blätter 1982 Heft 02 (Februar)


       zurück       Anzeige mit ausgesterntem Text


       Aus Copyrightgründen kann DEA hier keine Volltextausgabe machen.
       ----------------------------------------------------------------
       Das vollständige Dokument finden Sie entweder auf der "Blätter"-
       DVD,  die mehr als 9000 Beiträge von 1956-1989  enthält oder auf
       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       DIE FRIEDENSBEWEGUNG UND DIE POLENKRISE
       =======================================
       ...
       Stellungnahmen von Wolfgang Abendroth, William Borm,
       Erhard Eppler, Christian Götz, Jörn-Erik Gutheil,
       Nikolaus Koch, Walter Kreck, Werner Lutz, Gunnar Matthiessen,
       Uta Ranke-Heinemann, Harold Rasch, Christoph Strässer
       und Josef Weber
       ...
       ...
       Die ernste  Entwicklung in  Polen läßt niemanden unberührt, schon
       gar nicht die Friedensbewegung. Menschen, die gemeinsam gegen die
       wachsende Atomkriegsgefahr  demonstriert haben,  sind über  Polen
       geteilter Meinung. Das war schon vor dem 13. Dezember 1981 so und
       kann in  einer aus  so unterschiedlichen Richtungen zusammenströ-
       menden Bewegung wohl kaum anders sein. Gefahr für die Friedensbe-
       wegung erwüchse daraus erst, wenn jetzt das Trennende in den Vor-
       dergrund gestellt  und darüber  das Gemeinsame  -  letztlich  das
       Überlebensinteresse   aller   Menschen   im   atomkriegsbedrohten
       Deutschland und  Europa -  aus den Augen verloren würde. Was sich
       bisher als die besondere Stärke der neuen Friedensbewegung erwie-
       sen hat  - ihre große Spannweite und politische Vielfalt - könnte
       dann,  wenn   es  nach  ihren  Gegnern  geht,  dazu  dienen,  sie
       "unschädlich" zu machen.
       Es darf  u.E. nicht  übersehen werden, daß - insbesondere von den
       USA ausgehend  heute versucht  wird, das Thema Polen zur Verdrän-
       gung, Ablenkung und Aufspaltung des Widerstands gegen Atomrüstung
       und Kriegsvorbereitungen zu instrumentalisieren.
       Die Reagan-Administration  setzt ganz unverblümt auf eine weitere
       Verschärfung der Lage in Polen - ohne Rücksicht auf die Notsitua-
       tion des Landes und die Gefahr eines Bürgerkrieges mit unabsehba-
       ren Folgen  weit über Polen hinaus - und übt massivsten Druck auf
       Verbündete und  "Gegner" aus,  um die  polnische Krise  zu  einer
       Weltkrise, zu  einer allgemeinen  Ost-West-Konfrontation zu eska-
       lieren. Das  ist keine Hilfe für Polen, es dient nicht der Aufhe-
       bung des Ausnahmezustandes und der Lösung der tiefen Wirtschafts-
       und Versorgungskrise  dieses Landes - es soll vielmehr der Durch-
       setzung und  der nachträglichen Legitimation des Reaganschen Auf-
       rüstungsprogramms, des  größten der Geschichte, und seiner sozia-
       len Kosten sowie der Disziplinierung und Unterordnung der Verbün-
       deten dienen,  ungeachtet der  schweren Gefahren  und  Nachteile,
       denen z.B. die Bundesrepublik selbst dadurch ausgesetzt würde.
       Die besorgte  und um Krisenentschärfung bemühte Haltung, die Hel-
       mut Schmidt  trotz seiner atlantischen Grundeinstellung und trotz
       seines unveränderten  Festhaltens an  der "Nachrüstung"  nach dem
       13.  Dezember  1981  gegenüber  der  neuen  Kriseneskalation  aus
       Washington an  den Tag  gelegt hat, läßt den ganzen Ernst der Si-
       tuation ahnen.  Man stelle  sich vor,  die  neuen  amerikanischen
       Atomraketen ständen schon in Westeuropa...
       Die ungeheure Gefahr, gegen die die Friedensbewegung sich erhoben
       hat, hat  sich in  diesen Wochen  weiter verschärft  - verschärft
       nicht durch Polen, sondern durch die unbesonnene und auf Konfron-
       tation ausgehende  Politik der USA. Um so dringlicher ist es, daß
       die Friedensbewegung  die gegenwärtige  Herausforderung in  einer
       Weise erörtert,  die ihre  Wirksamkeit, ihre  Fähigkeit,  1982/83
       durch  neue   eindrucksvolle  Manifestationen  und  Aktionen  die
       "Nachrüstung" zu verhindern und Abrüstungsschritte möglich zu ma-
       chen, stärkt.  Es gibt  - trotz Haig - nichts Wichtigeres als den
       Frieden!
       Die Redaktion der "Blätter" hat, um zur Klärung beizutragen, Per-
       sönlichkeiten aus  den unterschiedlichen, in der Friedensbewegung
       zusammenwirkenden  Strömungen   um   Stellungnahmen   zum   Thema
       "Polenkrise und  Friedensbewegung" gebeten,  die wir  nachstehend
       veröffentlichen. D. Red.
       ...
       ...
       Wolfgang Abendroth
       ...
       Sanktionen gegen UdSSR und Polen - Intervention in Polen?
       ---------------------------------------------------------
       ...
       William Borm
       ...
       Wer spricht eigentlich für die Europäer?
       ----------------------------------------
       ...
       Erhard Eppler
       ...
       Polen wird zum Prüfstein einer
       ------------------------------
       europäisch konzipierten Friedenspolitik
       ---------------------------------------
       ...
       Christian Götz
       ...
       Die Friedensbewegung darf sich nicht auseinanderdividieren lassen
       -----------------------------------------------------------------
       ...
       Jörn-Erik Gutheil
       ...
       Der Friedensengel aus Hollywood
       -------------------------------
       ...
       Petra K. Kelly
       ...
       Reagan als Schirmherr der polnischen Freiheit?
       ----------------------------------------------
       ...
       Nikolaus Koch
       ...
       Die Polenkrise als Konfrontationsmittel
       ---------------------------------------
       ...
       Walter Kreck
       ...
       Zwischen Hilfe und Einmischung deutlich unterscheiden
       -----------------------------------------------------
       ...
       Werner Lutz
       ...
       Für Friedensbewegung und Entspannungspolitik keine neue Situation
       -----------------------------------------------------------------
       ...
       Gunnar Matthiessen
       ...
       dem Druck widerstehen
       ---------------------
       ...
       Uta Ranke-Heinemann
       ...
       Für eine blockfreie, neutrale Zone in Mitteleuropa
       --------------------------------------------------
       ...
       Harold Rasch
       ...
       Das Neben- und Gegeneinander der großen Machtblöcke durch
       ---------------------------------------------------------
       eine vertraglich gesicherte Friedensordnung ersetzen
       ----------------------------------------------------
       ...
       Christoph Strässer
       ...
       Jetzt wichtiger denn je: Frieden durch Abrüstung!
       -------------------------------------------------
       ...
       Josef Weber
       ...
       Konsequente Fortsetzung der Friedensbewegung -
       ----------------------------------------------
       beste Hilfe für Polen
       ---------------------
       

       zurück