Quelle: Blätter 1982 Heft 10 (Oktober)


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       der aktuellen "Blätter"-CD, welche die  Beiträge ab 1990 enthält
       und beim gleichnamigen Verlag bezogen werden kann. Näheres siehe
       unter www.blaetter.de.
       
       G l i e d e r u n g  u n d  Z i t a t e:  
       
       DER FALL JÜNGER UND DIE "WENDE"
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       ...
       Gegen den  Einspruch der  Öffentlichkeit und  in Frankfurt selbst
       gegen den  Protest der  Stadtverordnetenfraktionen der Grünen und
       der SPD  (vgl. Dokumentation  in: "Blätter", 9/1982, S. 1143 ff.)
       ist Ernst Jünger programmgemäß der Goethepreis überreicht worden.
       Wie sollte  auch ein  Schriftsteller der Krise, möchte man sarka-
       stisch fragen,  nicht "zeitgemäß"  sein in einer Periode globaler
       und gesellschaftlicher (und nicht nur wirtschaftlicher) Krisener-
       scheinungen, in einer Situation, da sich dem verunsicherten Gemüt
       die Formen  rationaler und  parlamentarischer  Konfliktaustragung
       durch Diskussion, Verhandlung und Kompromiß als ungeeignet zu er-
       weisen scheinen,  in einem  Moment obendrein, wo das Gespenst der
       "Unregierbarkeit" an  die Wand gemalt wird. Da wird wieder in den
       Kategorien des "Ernstfalls" gedacht, und der neue CDU-Bundeskanz-
       ler kommt  solchen Gedankengängen  nahe, wenn er die kommende Re-
       gierungsperiode vor  allem als  "geistig-moralische  Herausforde-
       rung" wertet.  Wer könnte da besser assistieren als ein konserva-
       tiver Schriftsteller von sprichwörtlichem "Rang", der sich in den
       endzwanziger Jahren  so engagiert  für die  "totale Mobilmachung"
       von Arbeit,  Geist und  Militär eingesetzt hatte... - Aber greift
       diese, allein  den politischen  Effekt der Inszenierung der dies-
       jährigen Goethepreisverleihung  betreffende Sicht  nicht zu kurz!
       Kann der  Schriftsteller Ernst Jünger damit abgetan werden, Frank
       Benseler geht  in der folgenden Skizze auf literarische und lite-
       ratursoziologische Aspekte  von Jüngers Werk ein. Hans Heinz Holz
       und Walter  Boehlich setzen  sich in  den nachfolgenden Beiträgen
       von einer  isolierenden Betrachtung  des Literaten Jünger ab. Sie
       fragen, ob  die Faszination, die Jünger (wieder) auf manche Zeit-
       genossen (etwa Botho Strauß) ausübt, nicht angesichts der politi-
       schen Dimension  des Falls  Jünger und  der fragwürdigen Inhalte,
       die der  "kristalline" Stil transportiert, verhängnisvoll ist: Es
       geht "nur nebenbei um Jünger, in der Hauptsache aber um die demo-
       kratische Politik in diesem Land." D. Red.
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       Frösteln in historischer Passage: Ernst Jünger
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       Von Frank Benseler
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       Es geht nur nebenbei um Jünger
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       Von Hans Heinz Holz
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       NOCH EINMAL ERNST JÜNGER
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       Von Walter Boehlich
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