Quelle: Blätter 1982 Heft 12 (Dezember)


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       Dokumente zum Zeitgeschehen
       
       DIE HERAUSFORDERUNG DES FRIEDENS:
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       GOTTES VERHEISSUNG UND UNSERE ANTWORT
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       ENTWURF EINES HIRTENBRIEFS DER KATHOLISCHEN
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       BISCHOFSKONFERENZ DER USA ÜBER KRIEG UND FRIEDEN
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       (Auszüge)
       
       Auf einer vom 15.-18. November 1982 dauernden Sitzung hat die ka-
       tholische Bischofskonferenz  der USA  einen Entwurf zu einem Hir-
       tenbrief gebilligt,  mit dessen  im Mai  1983 zu verabschiedender
       Endfassung die  Bischöfe den etwa 50 Mio. amerikanischen Katholi-
       ken Entscheidungshilfen in Fragen der Friedenssicherung und Abrü-
       stung, der  Abschreckungsstrategie und möglicher Alternativen ge-
       ben wollen.  Der Entwurf, der im amerikanischen Original 110 Sei-
       ten umfaßt,  ist in vier Abschnitte gegliedert (I. Frieden in der
       modernen Welt:  Religiöse Perspektiven  und Prinzipien; II. Krieg
       und Frieden  in der  modernen Welt: Probleme und Prinzipien; III.
       Die Förderung des Friedens: Vorschläge und Verfahren; IV. Die pa-
       storale Herausforderung  und Antwort). Die im folgenden wiederge-
       gebenen Auszüge  sind dem  zweiten Abschnitt  entnommen. Die  Ar-
       beitsgruppe der  Bischofskonferenz, die  unter Vorsitz des Erzbi-
       schofs von  Chicago, Joseph  L. Bernardin,  steht, hat  seit Juli
       1981 in  vierzehn Sitzungen  zahlreiche Sachverständige  aus  dem
       kirchlichen und  öffentlichen Leben angehört, darunter auch hoch-
       rangige Politiker  der Reagan-Administration  und früherer US-Re-
       gierungen. Die Vorlage des Entwurfs des Hirtenbriefs hat die Rea-
       gan-Administration irritiert.  Der Sicherheitsberater des US-Prä-
       sidenten, Clark,  versuchte, die  Bischöfe mit  einem ultimativen
       Schreiben zur  Aufgabe ihrer  Kritik an der US-amerikanischen Ab-
       schreckungs- und  Aufrüstungspolitik zu  bewegen -  doch ohne Er-
       folg. Auch  eine vom Weißen Haus gewünschte Intervention des Pap-
       stes unterblieb.
       Nun wird  die endgültige  Fassung des  Hirtenbriefes im  Mai 1983
       verabschiedet werden.  Dem Vernehmen nach wird seine Formulierung
       noch entschiedener  den Forderungen  nach Frieden  und  Abrüstung
       Rechnung tragen  und den Zusammenhang zwischen Aufrüstung und der
       wirtschafts- und sozialpolitischen Entwicklung in den USA aufwei-
       sen. D. Red.
       
       ...
       Wir befinden uns in einer äußersten Krise, weil ein Atomkrieg die
       Existenz unseres Planeten bedroht; diese Bedrohung ist verheeren-
       der als  alles, was die Welt bisher gekannt hat. Es ist weder an-
       nehmbar noch  notwendig, daß wir dazu verurteilt sein sollen, un-
       ter solchen  Verhältnissen zu  leben. Aber  diese Verhältnisse zu
       überwinden, wird eine außerordentliche Kraftanstrengung, Vernunft
       und Mut erfordern...
       
       II. Krieg und Frieden in der heutigen Welt:
       -------------------------------------------
       Probleme und Prinzipien
       -----------------------
       
       ...
       
       A. Die neue Situation
       ---------------------
       
       Im Zentrum  der Neubewertung  des nuklearen Wettrüstens steht die
       Anerkennung zweier  Elemente: (1) das Zerstörungspotential atoma-
       rer Waffen  und (2) die stringenten Entscheidungen, die das Atom-
       zeitalter sowohl  der Politik  als auch  der Moral  abverlangt...
       Papst Johannes Paul II. hat auf bewegende Weise seine persönliche
       und pastorale  Sorge um die Verhütung eines Atomkrieges bekundet,
       als er die Päpstliche Akademie der Wissenschaft beauftragte, eine
       Studie zu  erarbeiten, die die Erkenntnisse anderer wissenschaft-
       licher Gremien  bekräftigte. Der  Heilige Vater  hat diese Studie
       durch persönliche  Vertreter den Führern der Vereinigten Staaten,
       der Sowjetunion, des Vereinigten Königreichs (Großbritannien) und
       Frankreichs sowie dem Präsidenten der Generalversammlung der Ver-
       einten Nationen  übermittelt. Eine der Schlußfolgerungen der Stu-
       die bezieht sich speziell auf die öffentliche Debatte in den Ver-
       einigten Staaten:  "In jüngster  Zeit wird  davon gesprochen, daß
       man einen  Atomkrieg gewinnen  oder überleben  könne; darin kommt
       mangelndes Verständnis einer medizinischen Realität zum Ausdruck:
       Jeder Atomkrieg  würde unweigerlich Tod, Krankheit und Leiden von
       infernalischen Ausmaßen  auslösen, und  dies ohne die Möglichkeit
       wirksamer medizinischer  Hilfe. Diese Realität führt zu der glei-
       chen Schlußfolgerung, die die Ärzte zu allen Zeiten für lebensbe-
       drohende Epidemien  gezogen haben:  Vorbeugung ist die Vorausset-
       zung einer Verhütung...
       Heute... ist die moralische Aufgabe, ebenso wie die medizinische,
       vorzubeugen: Als  Volk müssen  wir uns  weigern, das  Konzept des
       Atomkriegs zu  legitimieren. Eine  solche Verweigerung wird nicht
       nur neue Ideen und neue Visionen verlangen, sondern auch das, was
       im Evangelium die Bekehrung des Herzens genannt wird.
       Zum Atomkrieg  "Nein" zu  sagen, ist eine notwendige und zugleich
       eine schwierige Aufgabe...
       Wir sehen  in voller  Klarheit: die politische Unsinnigkeit eines
       Systems, das auf der Drohung des gegenseitigen Selbstmords aufge-
       baut ist;  den psychologischen  Schaden, den  dies den  einfachen
       Bürgern, insbesondere der Jugend zufügt; die Verzerrung der wirt-
       schaftlichen Prioritäten  - wenn Milliarden bereitwillig für Ver-
       nichtungswaffen ausgegeben werden und zugleich Tag für Tag in un-
       seren gesetzgebenden  Gremien erbittert um einen Bruchteil dieses
       Betrages für  die Wohnungslosen,  die Hungrigen  und die Hilfsbe-
       dürftigen hierzulande und im Ausland gefochten wird...
       
       B. Die kirchliche Führung und die öffentliche Auseinandersetzung
       ----------------------------------------------------------------
       
       ...
       Die "neue  Situation", die in der öffentlichen Debatte über Atom-
       waffen entstanden  ist, bietet  die befruchtende  Gelegenheit und
       zugleich den  moralischen Imperativ,  das Verhältnis zwischen öf-
       fentlicher Meinung und Politik zu überprüfen. Wir glauben, daß es
       um der  Kriegsverhütung willen erforderlich ist, einen Damm gegen
       das Konzept  der Atomkriegsführung als einer anwendbaren Militär-
       strategie zu  errichten. Es  muß einen  klaren Widerstand der Öf-
       fentlichkeit gegen  die Rhetorik  "gewinnbarer"  Atomkriege,  des
       Überlebens"  von   Atomschlägen  und  der  Strategien  für  einen
       "Atomkrieg längerer  Dauer" geben.  Wir versuchen, in der Öffent-
       lichkeit eine  Haltung zu ermutigen, die der Art der Aktivitäten,
       die unsere  Regierung auf dem Gebiet der Atomstrategie in unserem
       Namen unternehmen will, entschiedene Grenzen setzt...
       
       C. Die Anwendung von Atomwaffen
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       ...
       1. Kriegsführung gegen  die Bevölkerung:  Unter keinen  Umständen
       dürfen Atomwaffen  oder andere  Massenvernichtungsinstrumente zum
       Zweck der  Zerstörung von  Bevölkerungszentren oder anderer über-
       wiegend ziviler Ziele eingesetzt werden...
       2. Die Auslösung  eines Atomkrieges: Wir können uns keinerlei Si-
       tuation vorstellen,  in der es moralisch gerechtfertigt wäre, aus
       freien Stücken  einen Atomkrieg  zu beginnen,  auf wie begrenzter
       Ebene auch  immer. Nichtnukleare  Angriffe eines  anderen Staates
       müssen mit anderen als Atomwaffen abgewehrt werden...
       3. Begrenzter Atomkrieg: Man könnte unseren ersten beiden Schluß-
       folgerungen zustimmen und dennoch nicht sicher sein, was den Ein-
       satz von  Atomwaffen für Vergeltungsschläge im Rahmen eines soge-
       nannten "begrenzten  Schlagabtauschs"  angeht.  Die  Meinung  der
       Praktiker und  die Schriften  der Moralisten bleiben hinsichtlich
       dieser Frage uneins. Unser Problem ist die reale, nicht die theo-
       retische,  Möglichkeit   eines  "begrenzten   atomaren  Schlagab-
       tauschs". Uns  ist bewußt,  daß die  Strategiedebatte  in  dieser
       Frage nicht  entschieden ist und daß alle Teilnehmer sich auf hy-
       pothetische Prognosen  über wahrscheinliche  Reaktionen in  einem
       Atomkrieg verlassen  müssen. Wir versuchen nicht, ein Urteil über
       die technische Debatte zu fällen. Wir nehmen sie zur Kenntnis und
       möchten eine Reihe von Fragen stellen, die die aktuelle Bedeutung
       des Begriffs  "begrenzt" in dieser Diskussion auf die Probe stel-
       len:
       - Würden die  Verantwortlichen  über  ausreichende  lnformationen
       verfügen, um  wirklich zu wissen, was bei einem nuklearen Schlag-
       abtausch vor sich geht?
       - Würden sie  unter solchen  von Streß, Zeitdruck und bruchstück-
       hafter Information gekennzeichneten Bedingungen in der Lage sein,
       die außerordentlich präzisen Entscheidungen zu fällen, die erfor-
       derlich sein  würden, um  den Schlagabtausch  begrenzt zu halten,
       sofern dies technisch überhaupt möglich ist?
       - Würden die  Militärbefehlshaber in  der Lage sein, inmitten der
       Zerstörung und  Verwirrung, die ein nuklearer Schlagabtausch aus-
       lösen  würde,  eine  Strategie,  "differenzierender  Zielauswahl"
       durchzuhalten? Ist  dies in  einem modernen Krieg, der über große
       Entfernung hinweg  mit Flugzeugen und Raketen geführt wird, über-
       haupt möglich?
       - Welche Sicherheiten haben wir, angesichts der uns bekannten Un-
       fälle schon  unter Friedensbedingungen,  daß Computerirrtümer in-
       mitten eines Atomkrieges vermieden werden könnten? - Würden nicht
       die Menschenverluste selbst in einem von den Strategieplanern als
       "begrenzt" definierten Krieg immer noch Millionen betragen?
       - Wie "begrenzt"  wären die langfristigen Auswirkungen der Strah-
       lung, des  Hungers, der  Zerstörung der  sozialen Bezüge  und der
       wirtschaftlichen Zerrüttung?
       Dieses Fragenbündel  macht uns skeptisch, was die wirkliche Rele-
       vanz des Begriffs "begrenzt" angeht.
       Angesichts dieser  furchterregenden und  hochgradig  spekulativen
       Debatte über  eine Angelegenheit, die Millionen von Menschenleben
       berührt, halten  wir es für den wirksamsten Beitrag, den eine mo-
       ralische Beurteilung leisten kann, wenn wir Perspektiven einbrin-
       gen, die  eine Bewertung  der empirischen  Debatte erlauben.  Das
       Problem des  begrenzten Krieges  betrifft nicht nur die Größe der
       in Betracht  gezogenen Waffen  oder die geplanten Strategien. Die
       Debatte sollte  die psychologische  und politische Bedeutung ein-
       schließen, die ein Überschreiten der Grenze von der konventionel-
       len zur  atomaren Ebene  in jeder  Hinsicht  haben  würde.  Diese
       Grenzlinie zu  überschreiten, hieße,  in eine  Welt  einzutreten,
       über die wir keinerlei Erfahrungen haben, etwa, ob dort noch eine
       Kontrolle möglich  wäre. Starkes  Beweismaterial spricht vielmehr
       gegen eine  solche Möglichkeit, und es gibt keine Rechtfertigung,
       die Menschheit diesem Risiko auszusetzen...
       
       D. Abschreckung in Theorie und Praxis
       -------------------------------------
       
       ...
       (Die)... negativen Dimensionen der Abschreckung schließen alle im
       Folgenden genannten  Aspekte ein:  1) die  Absicht,  strategische
       Atomwaffen einzusetzen, die die Prinzipien der Unterscheidung und
       der Verhältnismäßigkeit verletzen würde; 2) die menschlichen Kon-
       sequenzen, falls  die Abschreckung  versagt; 3) der Charakter der
       politischen Beziehungen, unter denen die Abschreckung aufrechter-
       halten wird - Beziehungen eines radikalen Mißtrauens, welches Jo-
       hannes XXIII.  in "Pacem in Terris" als die Wurzel unserer inter-
       nationalen Probleme beschrieb; 4) die Drohungen, die im Namen der
       Abschreckung ausgesprochen  werden oder  ihr innewohnen  und  die
       keine Sicherheit dafür bieten, daß irgendwelche Grenzen eingehal-
       ten werden würden, wenn die Abschreckung versagt, und 5) der Ent-
       zug lebenswichtiger  und dringend  benötigter Ressourcen, die vom
       Wettrüsten verschlungen  werden. Die  Gesamtheit dieser  Verhält-
       nisse liefert  den Grund,  warum wir  das Wettrüsten, mit der Ab-
       schreckung als  seinem Kernstück,  einen "sündhaften Zustand" ge-
       nannt haben,  der geändert werden muß, wie langwierig und schwie-
       rig die Aufgabe auch sein möge...
       1) Falls die  Abschreckung nur  dazu da  ist, den   E i n s a t z
       nuklearer Waffen  durch Andere zu verhüten, dann muß Vorschlägen,
       die über  dieses Ziel hinausgehen und zur Beschaffung von Kriegs-
       führungsfähigkeiten ermutigen, Widerstand entgegengesetzt werden.
       Wir müssen  ein permanentes "Nein" zum Konzept des Atomkriegs sa-
       gen.
       2) Falls Abschreckung unser Ziel ist, dann ist eine zur Abschrec-
       kung  ausreichende  Bewaffnung  ("sufficiency")  die  angemessene
       Strategie der  Forderung nach Überlegenheit muß Widerstand entge-
       gengesetzt werden.
       3) Falls Abschreckung als "ein Schritt auf dem Weg zu fortschrei-
       tender Abrüstung''  dienen soll, dann muß jede vorgeschlagene Er-
       gänzung unseres strategischen Systems und jeder Wechsel der stra-
       tegischen Doktrin  genauestens geprüft  werden, und zwar im Licht
       der Frage, ob sie Schritte in Richtung auf Rüstungsbegrenzung und
       Abrüstung wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher machen...
       In Lichte dieser allgemeinen Prinzipien widersetzen wir uns eini-
       gen spezifischen  Vorschlägen hinsichtlich  unserer gegenwärtigen
       Abschreckungspolitik:
       1) Der Beschaffung  neuer Waffen,  die wahrscheinlich zum Angriff
       einladen und  deshalb die  Auffassung zu bestätigen scheinen, daß
       die  USA  eine  Erstschlag-Fähigkeit  zur  Zerstörung  gehärteter
       (d.h.: verbunkerter,  d. Red.)  Ziele  anstreben;  die  MX-Rakete
       könnte in  diese Kategorie  gehören; 2) (Wir widersetzen uns) der
       Bereitschaft, eine  strategische Planung  zu betreiben,  die eine
       nukleare Kriegsführungs-Fähigkeit anstrebt;
       3) (Wir  widersetzen uns)  Vorschlägen, die  eine  Absenkung  der
       Atomschwelle bewirken  und den Unterschied zwischen nuklearen und
       konventionellen Waffen verwischen.
       Wir unterstützen  das Konzept  der "sufficiency",  also  der  Be-
       schränkung auf  ein angemessenes  Abschreckungspotential, und wir
       empfehlen deshalb im Lichte der gegenwärtigen Größe und Zusammen-
       setzung der  strategischen Arsenale  sowohl der  USA als auch der
       Sowjetunion:
       1) Unterstützung für  sofortige, bilateral überprüfbare Vereinba-
       rungen über einen Stopp für die Erprobung, die Produktion und die
       Stationierung neuer strategischer Systeme;
       2) Unterstützung für  die bilaterale  Aushandlung  tiefgreifender
       Verringerungen in  den Arsenalen beider Supermächte, insbesondere
       bei solchen  Waffensystemen, die  destabilisierende Eigenschaften
       haben;
       3) Unterstützung für ein umfassendes Teststoppabkommen;
       4) einen Abzug  der Atomwaffen aller Seiten aus Grenzgebieten und
       die Stärkung der Kontrolle der politischen und militärischen Füh-
       rung über  taktische Atomwaffen,  um  deren  versehentlichen  und
       nicht autorisierten Einsatz zu verhüten.
       Wir würdigen  es, daß  es viele  entschiedene Stimmen  unter  uns
       Bischöfen und  innerhalb der  breiteren katholischen Gemeinschaft
       gibt, die  generell in  Frage stellen,  daß die Strategie der Ab-
       schreckung eine  angemessene Antwort  auf das  heutige Wettrüsten
       sein kann.  Sie betonen die geschichtlich erwiesene Tatsache, daß
       die Abschreckung keinen Prozeß der Abrüstung in Gang gesetzt hat.
       Im Gegenteil.  sie hat  die Impulse für eine fast unbegrenzte Be-
       schleunigung der Waffenproduktion gegeben.
       Darüberhinaus äußern  diese Stimmen  zu Recht  die Besorgnis, daß
       selbst die  nuancierte und  bedingte Billigung  der Abschreckung,
       wenn sie  in einem  Brief wie  diesem dargelegt wird, von manchem
       als Bekräftigung der Aufrüstungspolitik mißbraucht werden könnte.
       Stattdessen sollten  wir, so  rufen sie uns auf, die Gemeinschaft
       der Gläubigen mit einer prophetischen Herausforderung konfrontie-
       ren - einer Herausforderung, die über die Abschreckung, selbst in
       ihrer bedingten  Form, hinausgeht  und entschiedenere Schritte in
       Richtung auf  wirkliche bilaterale  Abrüstung und Friedenspolitik
       einschlägt. Wir  sehen die  geistigen Grundlagen, auf denen diese
       Argumentation aufgebaut  ist, und die religiöse Sensibilität, die
       ihr starke Kraft verleiht.
       Die Gefahren  des Atomzeitalters und die enormen Schwierigkeiten,
       denen wir uns auf dem Weg zu einem angemesseneren System globaler
       Sicherheit, Stabilität  und Gerechtigkeit gegenübersehen, verlan-
       gen Schritte, die über unsere gegenwärtigen Vorstellungen von Si-
       cherheit und Sicherheitspolitik hinausführen...
       

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