Quelle: MEW 8 August 1851 - März 1853


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       Karl Marx
       
       Die Wahlen in England - Tories und Whigs [243]
       
       ["New-York Daily Tribune" Nr. 3540 vom 21. August 1852]
       London, Freitag, 6. August 1852
       Das Resultat  der allgemeinen  Wahlen für das britische Parlament
       ist jetzt  bekannt. Dieses  Resultat werde ich in meinem nächsten
       Briefe ausführlicher analysieren. 1*)
       Welches waren nun die Parteien, die sich während der Wahlkampagne
       bekämpften oder unterstützten?
       Tories, Whigs,  Liberal-Konservative (Peeliten),  Freihändler par
       excellence 2*)  (die Leute der Manchesterschule [244], die Parla-
       ments- und Finanzreformer) und schließlich die Chartisten.
       Whigs, Freihändler  und Peeliten  bildeten eine Koalition, um die
       Tories zu bekämpfen. Zwischen dieser Koalition einerseits und den
       Tories andrerseits spielte sich der eigentliche Wahlkampf ab. Und
       in der  Opposition gegen Whigs, Peeliten, Freihändler und Tories,
       also im  Kampfe mit  dem ganzen  offiziellen England, standen die
       Chartisten.
       Die politischen Parteien Englands sind in den Vereinigten Staaten
       zur Genüge bekannt. Ich kann mich daher auf ein paar Federstriche
       beschränken, um  ihre charakteristischen  Merkmale ins Gedächtnis
       des Lesers zurückzurufen.
       Die Tories galten bis 1846 als die Hüter der Traditionen Old Eng-
       lands. Man  hatte sie  im Verdacht,  in der englischen Verfassung
       das achte  Weltwunder zu  sehen, laudatores temporis acti 3*) und
       begeisterte Anhänger des Throns, der Hochkirche [245], der Privi-
       legien und  Rechte des britischen Untertans zu sein. Das verhäng-
       nisvolle Jahr  1846, das  die Abschaffung  der Kornzölle  brachte
       [246], bewies, daß die Begeisterung der Tories, denen diese
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       1*) Siehe  vorl.  Band,  S.  358-363  -  2*) reinsten  Wassers  -
       3*) Lobredner vergangner Zeiten
       
       #337# Die Wahlen in England - Tories und Whigs
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       Abschaffung ein wahres Jammergeheul abpreßte, eben nur der Grund-
       rente galt;  und gleichzeitig  enthüllte sich das Geheimnis ihrer
       ganzen Liebe für die politischen und religiösen Einrichtungen Old
       Englands. Sind  doch diese  Einrichtungen die  allergeeignetsten,
       mit deren  Hilfe der   G r o ß g r u n d b e s i t z   bis  jetzt
       England beherrscht  hat und selbst heute noch seine Herrschaft zu
       behaupten sucht.  Das Jahr  1846 enthüllte in ihrer ganzen Nackt-
       heit die    m a t e r i e l l e n    K l a s s e n i n t e r e s-
       s e n,  die die  r e a l e  B a s i s  der Torypartei bilden. Das
       Jahr 1846  riß das  Löwenfell herunter,  das nur die Tradition zu
       einem  ehrwürdigen   gemacht  hatte   und  hinter  dem  sich  die
       Klasseninteressen der  Tories so  lange verborgen  gehalten.  Das
       Jahr 1846  verwandelte  die  Tories  in    P r o t e k t i o n i-
       s t e n.   Tory, das  war ihr  geweihter Name,  Protektionist ihr
       profaner; Tory,  das war ihr politischer Kampfruf, Protektionist,
       ihr ökonomischer Notschrei; hinter dem Tory schien eine Idee, ein
       Prinzip zu  stehen, hinter  dem Protektionisten  aber  steht  ein
       Interesse.  Und   was  protegieren  diese  Protektionisten?  Ihre
       eigenen Revenuen,  die Rente  aus ihrem  eigenen Grundbesitz.  So
       sind denn  die Tories im Grunde Bourgeois genau wie alle übrigen;
       denn wo  wäre der  Bourgeois, der  nicht  die  Protektion  seines
       eigenen Geldbeutels  zum Prinzip  erhebt? Sie  unterscheiden sich
       von  den   andern  Bourgeois  so  wie  sich  die  Grundrente  vom
       kommerziellen  oder   industriellen  Profit   unterscheidet.  Die
       Grundrente ist  ihrem Wesen nach konservativ, der Profit Ausdruck
       des Fortschritts; die Grundrente ist dem Wesen nach national, der
       Profit kosmopolitisch; die Grundrente glaubt an die Staatskirche,
       der Profit  ist Dissenter [2479 von Geburt. Durch die Abschaffung
       der Korngesetze im Jahre 1846 wurde lediglich eine längst vollzo-
       gene Tatsache,  eine in den Elementen der englischen Gesellschaft
       längst bewirkte  Veränderung anerkannt - nämlich die Unterordnung
       der  Interessen  des  Grundeigentums  unter  die  Interessen  des
       Geldes, des  Grundeigentums unter  den Handel, der Landwirtschaft
       unter die Industrie, des platten Landes unter die Stadt. Kann man
       an dieser  Tatsache noch zweifeln, wo doch in England die Landbe-
       völkerung zur  Stadtbevölkerung im  Verhältnis von  eins zu  drei
       steht? Die  materielle Grundlage  der Macht  der Tories  war  die
       Grundrente. Die  Grundrente wird  reguliert durch  die Preise für
       Nahrungsmittel. Die  Preise für  Nahrungsmittel aber wurden durch
       die Kornzölle  künstlich in der Höhe gehalten. Durch die Abschaf-
       fung der  Kornzölle wurden die Preise für Nahrungsmittel zum Sin-
       ken gebracht,  dadurch wiederum die Grundrente herabgedrückt, und
       mit der  fallenden Grundrente brach die reale Grundlage zusammen,
       auf der die politische Macht der Tories beruhte.
       Was also  führen die Tories jetzt im Schilde? Sie wollen eine po-
       litische Macht  aufrechterhalten, deren  gesellschaftliche Grund-
       lage zu existieren auf
       
       #338# Karl Marx
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       gehört hat. Und wie können sie das erreichen? Durch nichts Gerin-
       geres als eine  K o n t e r r e v o l u t i o n,  d.h. durch eine
       Reaktion seitens  des Staates  gegen die Gesellschaft. Mit Gewalt
       wollen sie jene Einrichtungen und jene politische Macht erhalten,
       die dem  Untergang geweiht  waren von  dem Augenblick an, als die
       städtische Bevölkerung  die ländliche um das Dreifache überragte.
       Ein solches  Unterfangen aber  muß notwendig mit ihrem eignen Un-
       tergang enden;  es muß die soziale Entwicklung Englands beschleu-
       nigen und sie zuspitzen, es muß eine Krise herbeiführen.
       Die Tories rekrutieren ihre Gefolgschaft aus den Reihen der Päch-
       ter -  sei es,  weil diese noch nicht die Gewohnheit abgelegt ha-
       ben, in  ihren Grundherrn  ihre natürlichen  Oberherren zu sehen,
       oder von ihnen ökonomisch abhängig sind, oder noch nicht einsehen
       gelernt haben,  daß die  Interessen des Pächters und des Grundbe-
       sitzers nicht mehr gemein haben als die Interessen des Schuldners
       und des  Wucherers. Anhänger  und Stützen  der Tories sind ferner
       die Gruppen, deren Interessen sich konzentrieren in den Kolonien,
       in der Schiffahrt, in der Staatskirche, kurz, alle jene Elemente,
       die es  für notwendig  halten, ihre  Interessen zu schützen gegen
       die unvermeidlichen  Resultate der  modernen industriellen Waren-
       produktion und gegen die soziale Revolution, die sie vorbereitet.
       Als alte  Erbfeinde stehen  den Tories  die Whigs gegenüber, eine
       Partei, die  mit den amerikanischen Whigs [248] nichts gemein hat
       als den Namen.
       Die britischen  Whigs bilden  in der  Naturgeschichte der Politik
       eine besondere  Art, die  gleich allen Amphibien leicht entstehen
       und leben, aber schwer zu beschreiben sind. Sollen wir sie Tories
       außer Amt nennen, wie es ihre Gegner machen? oder sollen wir, wie
       es bestimmte  Schriftsteller auf  dem Kontinent  so gerne tun, in
       ihnen die  Repräsentanten gewisser  p o p u l ä r e r  Prinzipien
       sehen? Wir  kämen im  letzteren Falle in Verlegenheit wie der Hi-
       storiker der Whigs, Mr. Cooke, der in seiner "History of Parties"
       mit großer  Naivität gesteht,  daß die Partei der Whigs sich wohl
       auf eine  Anzahl "liberaler,  moralischer und aufgeklärter Grund-
       sätze" gründet,  daß es  ihr aber  seit den  mehr als  150 Jahren
       ihres Bestehens,  immer wenn sie an der Macht war, bedauerlicher-
       weise unmöglich  gemacht wurde,  ihre  Prinzipien  durchzusetzen.
       Also vertreten  die Whigs, wie es ihr eigener Geschichtsschreiber
       gesteht, in  Wirklichkeit etwas ganz anderes als ihre angeblichen
       "liberalen und aufgeklärten Grundsätze". Sie sind also in dersel-
       ben Lage wie jener Trunkenbold, der dem Lord-Mayor 1*) vorgeführt
       wurde und  dabei angab,  daß er zwar die Prinzipien der Temperenz
       vertrete, sich  aber sonntags, infolge irgendeines Zufalls, stets
       betrinke.
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       1*) Oberbürgermeister
       
       #339# Die Wahlen in England - Tories und Whigs
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       Aber lassen  wir jetzt  ihre Grundsätze!  Die Tatsachen  der  Ge-
       schichte, das, was sie wirklich tun, lassen uns eher dahinterkom-
       men, wer  die Whigs  sind, wie  das, wofür sie sich einst hielten
       und was sie heute noch der Welt über ihr Wesen weismachen wollen.
       Wie die  Tories bilden auch die Whigs einen Teil der Großgrundbe-
       sitzer Englands.  Mehr noch: die ältesten, reichsten und arrogan-
       testen Familien  unter den Grundherrn Englands sind sogar der ei-
       gentliche Kern der Whigpartei.
       Was unterscheidet  sie nun  von den  Tories? Die  Whigs sind  die
       a r i s t o  k r a t i s c h e n   V e r t r e t e r   der  Bour-
       geoisie, der  industriellen und kommerziellen Mittelklasse. Unter
       der Bedingung,  daß die  Bourgeoisie ihnen, also einer Oligarchie
       aristokratischer Familien,  das Regierungsmonopol  und alle Ämter
       überläßt, machen sie ihr alle jene Konzessionen - aber auch nicht
       mehr und  nicht weniger -, die sich im Laufe der sozialen und po-
       litischen  Entwicklung   als     u n v e r m e i d l i c h    und
       u n a u f s c h i e b b a r  erwiesen haben, und helfen der Bour-
       geoisie, diese  Konzessionen durchzusetzen.  Und sooft  solch ein
       unvermeidliches Gesetz  angenommen wird,  verkünden sie laut, daß
       hiermit das  Ende allen  historischen Fortschritts  erreicht sei,
       daß die  ganze soziale  Bewegung ihr  höchstes Ziel  durchgesetzt
       habe, und  dann "klammern  sie sich fest an diesem unverrückbaren
       Abschluß" [249].  Sie können leichter als die Tories eine Vermin-
       derung ihrer  Revenuen aus der Grundrente ertragen, weil sie sich
       als die  von Gott eingesetzten Pächter jener Revenuen betrachten,
       die das  Kolonialreich, die  das Imperium abwirft. Sie können auf
       das Monopol  verzichten, das die Korngesetze ihnen gaben, solange
       sie das  Regierungsmonopol als  ihr  Familieneigentum  behaupten.
       Seit der  "glorreichen Revolution"  von 1688 [250] sind die Whigs
       im Genuß  der öffentlichen Ämter verblieben, abgesehen von kurzen
       Unterbrechungen, die  hauptsächlich durch  die erste französische
       Revolution und  die durch sie ausgelöste Reaktion verursacht wor-
       den waren.  Wer sich dieser Zeitspanne in der Geschichte Englands
       erinnert, wird finden, daß der Whiggismus sich damals nur dadurch
       auszeichnete, daß  er seine  Familienoligarchie  aufrechterhielt.
       Andere Interessen  und Prinzipien, die die Whigs jeweils außerdem
       vertreten, sind  nicht ihre eigentlichen Interessen, sondern wer-
       den ihnen durch die Entwicklung der industriellen und kommerziel-
       len Klasse,  der Bourgeoisie,  aufgezwungen. Nach 1688 finden wir
       sie vereint  mit den  Finanzmagnaten, die zu jener Zeit Bedeutung
       erlangten, genau  wie wir sie 1846 vereint finden mit den Fabrik-
       magnaten.  Die  Whigs  setzten  ebensowenig  die  Reformbill  von
       1831 [251] wie die Freihandelsbill  von  1846  durch.  Beide  Re-
       formbewegungen, die  politische wie  auch die kommerzielle, waren
       Bewegungen
       
       #340# Karl Marx
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       der  Bourgeoisie. Sobald die Bewegungen  jeweils  soweit herange-
       reift,  daß  jeder  Widerstand  unmöglich  geworden,  sobald  sie
       gleichzeitig zum  sichersten Mittel  geworden, um  die Tories aus
       ihren Ämtern  zu verdrängen,  traten die Whigs hervor, übernahmen
       die Führung  der Regierung  und sicherten sich damit ihren Anteil
       am Sieg.  1831 gewährten sie auf der politischen Seite die Reform
       gerade soweit  wie nötig,  um die  Bourgeoisie nicht gänzlich un-
       befriedigt zu lassen; nach 1846 beschränkten sie ihre freihändle-
       rischen Maßnahmen  soweit wie  nötig, um für den aristokratischen
       Grundherrn möglichst viel an Privilegien zu retten. Jedesmal hat-
       ten sie  die Bewegung  nur zu dem Zwecke in die Hand genommen, um
       deren Entfaltung  zu verhindern  und um gleichzeitig ihre eigenen
       Posten zurückzuerobern.
       Es ist  klar, sobald  der adlige  Grundbesitz nicht mehr imstande
       ist, sich  als selbständige  Macht zu behaupten und als selbstän-
       dige Partei  um die Regierungsgewalt zu kämpfen, kurz, sobald die
       Tories endgültig  gestürzt sind, ist in der britischen Geschichte
       kein Platz  mehr für  die Whigs. Ist die Aristokratie erst einmal
       vernichtet, wozu  kann dann  noch eine aristokratische Vertretung
       der Bourgeoisie gegenüber eben jener Aristokratie dienen?
       Es ist allgemein bekannt, daß im Mittelalter die deutschen Kaiser
       die aufblühenden  Städte kaiserlichen  Gouverneuren,  sogenannten
       advocati 1*), unterstellten, um diese Städte gegen den benachbar-
       ten Adel  zu schützen.  Sobald jedoch  die  Bevölkerung  und  der
       Reichtum der Städte so weit gediehen waren, daß sie stark und un-
       abhängig genug  geworden, um sich zur Wehr zu setzen und den Adel
       sogar anzugreifen, vertrieben die Städte alsbald die adligen Gou-
       verneure, die advocati.
       Die Whigs  sind die  advocati der britischen Bourgeoisie gewesen,
       und ihr Regierungsmonopol muß zusammenbrechen, sobald das Monopol
       der Tories  als Grundherren  zusammenbricht. Die Partei der Whigs
       ist in  demselben Maße zu einer Koterie herabgesunken, in dem die
       Bourgeoisie sich als selbständige Kraft entwickelt hat.
       So muß  sich der  Charakter der  britischen Whigs schließlich als
       ein widerlich  heterogenes Gemisch  herausstellen: am Feudalismus
       Festhaltende, die gleichzeitig Malthusianer sind; der Profitwirt-
       schaft Verschriebene  mit feudalen Vorurteilen; Aristokraten ohne
       Ehrgefühl; Bourgeois  ohne industrielle Betätigung; bornierte fi-
       nality men  [249], die  fortschrittliche Phrasen im Munde führen;
       Anhänger des Fortschritts, die fanatisch konservativ sind; Refor-
       mer, die  den Fortschritt in homöopathischer Dosierung verzapfen;
       Förderer des  Nepotismus, Großmeister der Korruption, Heuchler in
       Dingen der Religion,
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       1*) Schutzherren
       
       #341# Die Wahlen in England - Tories und Whigs
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       Tartüffe in  der Politik.  Die Masse  des englischen  Volkes  hat
       einen gesunden  ästhetischen Instinkt  und daher  eine urwüchsige
       Abneigung gegen alles Zwiespältige und Zweideutige, gegen Fleder-
       mäuse und  Russelliten. Darüber hinaus teilt die Masse des engli-
       schen Volkes,  teilt das städtische und ländliche Proletariat den
       Haß der Tories gegen die "Geldmenschen". Mit der Bourgeoisie wie-
       derum teilt  es den Haß gegen die Aristokraten. In den Whigs haßt
       es beide,  den Aristokraten  und den  Bourgeois - den Grundherrn,
       der es unterdrückt, den Geldherrn, der es ausbeutet. In den Whigs
       haßt es  die Oligarchie,  die über  England seit  mehr als  einem
       Jahrhundert herrscht  und die  es dem  Volk verwehrt,  seine  Ge-
       schäfte selbst in die Hand zu nehmen.
       Die Peeliten  (liberale und konservative) sind keine Partei, son-
       dern nur  das Souvenir  an einen Parteimann, den verstorbenen Sir
       Robert Peel.  Der Engländer  aber ist  zu prosaisch,  um in einem
       Souvenir etwas  anderes zu  sehen als  den Ausgangspunkt für eine
       Elegie. Und  jetzt, da  das englische Volk im ganzen Land dem da-
       hingegangenen Sir  Robert Peel  Denkmäler aus  Erz und Marmor er-
       richtet hat,  glaubt es  um so  mehr, sich  ohne diese wandelnden
       Denkmäler Peels  - die  Grahams,  Gladstones,  Cardwells  usw.  -
       behelfen zu  können. Die  sogenannten Peeliten sind nichts andres
       als dieser  Stab von Bürokraten, den Robert Peel für seine Zwecke
       geschult hatte.  Und da  sie einen recht zahlreichen Stab bilden,
       so vergessen  sie zeitweise,  daß sie  keine  Armee  hinter  sich
       haben. Sie sind also alte Anhänger des Sir R. Peel, die sich noch
       im Zweifel  sind, welcher  Partei sie sich anschließen sollen. Es
       versteht sich aber von selbst, daß ein solcher Zweifel noch nicht
       ausreicht, um sich als selbständige Macht zu konstituieren.
       Verbleiben noch Freihändler und Chartisten, deren kurze Charakte-
       risierung ich im nächsten Briefe geben will.
       Karl Marx
       
       Aus dem Englischen.
       

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