Quelle: MEW 8 August 1851 - März 1853


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       XI
       
       [Der Wiener Oktoberaufstand]
       
       Wir kommen  jetzt zu  jenen entscheidenden  Ereignissen,  die  in
       Deutschland das revolutionäre Gegenstück zum Pariser Juniaufstand
       bilden und  mit einem Schlag entscheidend zugunsten der konterre-
       volutionären Partei  in die  Waagschale fielen  - zum Wiener Auf-
       stand vom Oktober 1848.
       Wir haben  gesehen, welche  Stellung die verschiedenen Klassen in
       Wien nach  dem Siege vom 12. März einnahmen. Wir haben ferner ge-
       sehen, wie die Bewegung in Deutschösterreich mit den Vorgängen in
       den nichtdeutschen Gebieten Österreichs verflochten und durch sie
       gehemmt war.  Wir brauchen also nur noch kurz einen Blick auf die
       Ursachen zu  werfen, die zu dieser letzten und gewaltigsten Erhe-
       bung in Deutschösterreich führten.
       Der Hochadel  und die  Börsen-Bourgeoisie,  die  inoffiziell  die
       Hauptstützen des  Metternichschen Regimes  gewesen,  waren  sogar
       nach den  Märzereignissen noch  fähig, ihren  maßgebenden Einfluß
       auf die Regierung zu behaupten, nicht nur dank dem Hof, der Armee
       und der Bürokratie, sondern mehr noch infolge der tödlichen Angst
       vor der "Anarchie", die in der Bourgeoisie reißend um sich griff.
       Sehr bald  wagten diese Kreise einige Fühler auszustrecken in Ge-
       stalt eines Pressegesetzes [39], einer unbeschreiblich aristokra-
       tischen Verfassung und eines Wahlgesetzes, das auf der alten Ein-
       teilung in "Stände" beruhte [40]. Das sogenannte konstitutionelle
       Ministerium, das  aus halbliberalen, ängstlichen, unfähigen Büro-
       kraten bestand, wagte am 14. Mai sogar einen direkten Angriff auf
       die revolutionären  Organisationen der  Massen, indem es das Zen-
       tralkomitee der  Delegierten der  Nationalgarde und  der Akademi-
       schen Legion  [41] auflöste,  eine Körperschaft, die ausdrücklich
       zu dem Zweck gebildet worden war, die Regierung zu überwachen und
       im Notfall  die Kräfte  des Volkes  gegen sie  aufzurufen. Dieses
       Vorgehen führte jedoch nur zu der Erhebung vom 15. Mai, durch die
       die Regierung  gezwungen wurde,  das  Komitee  anzuerkennen,  die
       Verfassung und  das Wahlgesetz  zu widerrufen und einen auf Grund
       des allgemeinen
       
       #62# Friedrich Engels
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       Wahlrechts gewählten konstituierenden Reichstag mit der Ausarbei-
       tung des  Entwurfs eines  neuen Staatsgrundgesetzes  zu betrauen.
       All das  wurde am  folgenden Tag durch eine kaiserliche Proklama-
       tion bestätigt. Aber die reaktionäre Partei, die gleichfalls ihre
       Vertreter im  Ministerium hatte,  brachte es  bald  zuwege,  ihre
       "liberalen" Kollegen  zu einem  neuen Angriff  auf die  Errungen-
       schaften des  Volkes zu  veranlassen. Die Akademische Legion, die
       Hochburg  der   Bewegungspartei,  war   gerade  als  Zentrum  un-
       ausgesetzter Agitation  den gemäßigteren Wiener Bürgern besonders
       zuwider geworden;  am 26. wurde sie durch ministerielle Verfügung
       aufgelöst. Vielleicht  wäre dieser Streich geglückt, wenn man die
       Ausführung einem  Teil der Nationalgarde allein übertragen hätte;
       aber die  Regierung, die  auch dieser  nicht traute,  bot Militär
       auf; daraufhin  schwenkte  die  Nationalgarde  sofort  gegen  die
       Regierung ein,  machte mit der Akademischen Legion gemeinsame Sa-
       che und vereitelte so den ministeriellen Plan.
       Mittlerweile hatte  jedoch der  Kaiser 1*)  mit seinem Hof am 16.
       Mai Wien  verlassen und in Innsbruck Zuflucht genommen. Hier, in-
       mitten der  bigotten Tiroler,  deren Loyalität angesichts der Ge-
       fahr eines  Einfalls der  sardinisch-lombardischen Armee  in  ihr
       Land erneut aufflammte, gestützt auf die Nähe der Truppen Radetz-
       kys, in deren Schußbereich Innsbruck lag, hier fand die konterre-
       volutionäre Partei  ein Asyl,  von dem  aus  sie  unkontrolliert,
       unbeobachtet und ungefährdet ihre zersprengten Kräfte sammeln und
       wiederherstellen und von neuem das Netz ihrer Verschwörungen über
       das ganze  Land spinnen konnte. Mit Radetzky, Jellachich und Win-
       dischgrätz sowie mit den zuverlässigen Leuten innerhalb der admi-
       nistrativen Hierarchie  der verschiedenen  Provinzen  wurden  die
       Verbindungen wiederaufgenommen,  mit den Führern der Slawen Ränke
       geschmiedet. Auf  diese Weise wurde eine wirkliche Macht geschaf-
       fen, die  der konterrevolutionären Kamarilla zur Verfügung stand,
       während man  den machtlosen  Ministern in  Wien gestattete,  ihre
       kurzlebige, schwache  Popularität in ständigen Reibereien mit den
       revolutionären Massen und in den Debatten der demnächst zusammen-
       tretenden konstituierenden  Versammlung abzunützen.  So  war  die
       Taktik, die  Bewegung in der Hauptstadt eine Zeitlang sich selbst
       zu überlassen,  eine Taktik, die in einem zentralisierten und ho-
       mogenen Lande  wie Frankreich  unbedingt dazu  geführt hätte, daß
       die Bewegungspartei allmächtig geworden wäre, hier in Österreich,
       diesem Mischmasch  heterogener politischer Kräfte, eines der Mit-
       tel, die  unfehlbar der  Reaktion wieder  in den Sattel verhelfen
       mußten. Die  Wiener Bourgeoisie,  die sich  einredete, nach  drei
       aufeinanderfolgenden
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       1*) Ferdinand I.
       
       #63# Revolution und Konterrevolution in Deutschland
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       Niederlagen und  angesichts einer  auf dem  allgemeinen Wahlrecht
       beruhenden konstituierenden  Versammlung sei  der Hof  als Gegner
       nicht mehr zu fürchten, verfiel mehr und mehr jener müden Gleich-
       gültigkeit und  jener ewigen Sehnsucht nach Ruhe und Ordnung, die
       diese Klasse nach heftigen, mit Störungen des Geschäftsgangs ver-
       bundenen Erschütterungen noch überall befallen hat. Die Industrie
       der österreichischen  Hauptstadt beschränkt sich fast ausschließ-
       lich auf  Luxusartikel, nach  denen seit  der Revolution  und der
       Flucht des  Hofes naturgemäß  nur sehr geringe Nachfrage bestand.
       Der Ruf  nach Rückkehr  zu einem  geordneten Regierungssystem und
       nach Rückkehr  des Hofes  - beides  Dinge, von denen man eine ge-
       schäftliche Wiederbelebung  erwartete -,  dieser Ruf  wurde jetzt
       allgemein in  der Bourgeoisie.  Der Zusammentritt der konstituie-
       renden Versammlung im Juli wurde jubelnd begrüßt als das Ende der
       revolutionären Ära,  ebenso die Rückkehr des Hofes, der sich nach
       den Siegen Radetzkys in Italien und nach Bildung des reaktionären
       Ministeriums Doblhoff  stark genug fühlte, dem Ansturm des Volkes
       zu trotzen,  und der in Wien gleichzeitig notwendig war, um seine
       Intrigen mit  der slawischen Mehrheit des Reichstags zum Abschluß
       zu bringen.  Während der  konstituierende Reichstag  die  Gesetze
       über die Befreiung der Bauernschaft von den Fesseln des Feudalis-
       mus und  der Leistung  von  Frondiensten  für  den  Adel  beriet,
       brachte der Hof ein Meisterstück zuwege. Man bewog den Kaiser, am
       19. August  eine Truppenschau  über die Nationalgarde abzunehmen;
       die kaiserliche  Familie, der Hofstaat, die Generalität überboten
       einander in Schmeicheleien an die Adresse der bewaffneten Bürger,
       denen der Stolz, sich derart öffentlich als eine der ausschlagge-
       benden Mächte  des Staates  anerkannt zu sehen, schon berauschend
       zu Kopf  gestiegen war;  aber unmittelbar darauf erschien mit der
       Unterschrift des  Herrn Schwarzer,  des einzigen  populären Mini-
       sters im Kabinett, ein Erlaß, der den Arbeitslosen die bisher ge-
       währte staatliche  Unterstützung entzog.  Der Trick hatte Erfolg.
       Die Arbeiter veranstalteten eine Demonstration; die Bourgeois von
       der Nationalgarde  erklärten sich  für den Erlaß ihres Ministers;
       sie wurden  auf die  "Anarchisten" losgelassen,  fielen wie Tiger
       über die unbewaffneten, keinen Widerstand leistenden Arbeiter her
       und richteten  am 23.August ein großes Blutbad unter ihnen an. So
       wurde die  Einheit und  Macht der revolutionären Kräfte zerschla-
       gen; der  Klassenkampf zwischen  Bourgeoisie und  Proletariat war
       auch in  Wien blutig zum Ausbruch gekommen, und die konterrevolu-
       tionäre Kamarilla  sah den  Tag herannahen,  an dem  sie es wagen
       konnte, zu ihrem großen Schlag auszuholen.
       Die ungarischen Angelegenheiten gaben ihr bald Gelegenheit, offen
       zu verkünden,  nach welchen  Grundsätzen sie vorzugehen gedachte.
       Am
       
       #64# Friedrich Engels
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       5. Oktober  erklärte ein  kaiserlicher Erlaß  in der "Wiener Zei-
       tung" -  ein Erlaß,  der von keinem der verantwortlichen Minister
       für Ungarn  gegengezeichnet war  - den  ungarischen Reichstag für
       aufgelöst und  ernannte den Banus Jellachich von Kroatien zum Zi-
       vil- und Militärgouverneur in Ungarn - Jellachich, den Führer der
       südslawischen Reaktion, einen Mann, der sich mit den gesetzlichen
       Gewalten Ungarns  im Kriegszustand befand. Gleichzeitig erhielten
       die Truppen  in Wien  den Befehl zum Abmarsch und zur Vereinigung
       mit der  Armee, die  Jellachichs Autorität  gewaltsam durchsetzen
       sollte. Damit  ließ man  aber den Pferdefuß allzu deutlich sehen;
       jedermann in  Wien fühlte, daß Krieg gegen Ungarn Krieg gegen das
       Prinzip einer konstitutionellen Regierung bedeutete, ein Prinzip,
       das durch den erwähnten Erlaß mit Füßen getreten worden war, denn
       der Kaiser  hatte versucht, ohne Gegenzeichnung eines verantwort-
       lichen Ministers  Verordnungen mit Gesetzeskraft zu erlassen. Das
       Volk, die  Akademische Legion,  die Wiener  Nationalgarde erhoben
       sich am  6. Oktober in Massen und widersetzten sich dem Ausmarsch
       der Truppen.  Einige Grenadiere gingen zum Volke über. Ein kurzer
       Kampf entspann  sich zwischen  den bewaffneten Kräften des Volkes
       und den  Truppen. Der  Kriegsminister Latour  wurde vom Volke er-
       schlagen, und  am Abend  war das  Volk Sieger. Inzwischen war der
       Banus Jellachich, bei Stuhlweißenburg 1*) von Perczel geschlagen,
       auf deutschösterreichisches  Gebiet unweit  Wien geflüchtet.  Die
       Wiener Truppen, die ihm zu Hilfe eilen sollten, nahmen jetzt eine
       ausgesprochen feindliche,  abwehrbereite Stellung  ihm  gegenüber
       ein, und  der Kaiser  mitsamt dem  Hof war  wiederum  geflüchtet,
       diesmal nach Olmütz 2*), auf halbslawisches Gebiet.
       In Olmütz befand sich der Hof indessen in einer ganz anderen Lage
       als seinerzeit  in Innsbruck. Umgeben von den slawischen Abgeord-
       neten der  Konstituante, die scharenweise nach Olmütz eilten, und
       von slawischen  Enthusiasten aus  allen Teilen der Monarchie, war
       er jetzt imstande, ohne weiteres den Feldzug gegen die Revolution
       zu eröffnen.  Dieser Feldzug  sollte in ihren Augen ein Krieg für
       die Wiederaufrichtung  des Slawentums  werden, ein  Vernichtungs-
       krieg gegen  die beiden  Eindringlinge in  das von ihnen als sla-
       wisch betrachtete  Gebiet, gegen  die Deutschen und die Magyaren.
       Windischgrätz, der  Eroberer von Prag, jetzt der Befehlshaber der
       Armee, die  man rings  um Wien  konzentrierte, wurde mit einemmal
       zum slawischen  Nationalhelden. Und  seine Armee  wurde rasch von
       überallher zusammengezogen.  Aus Böhmen,  Mähren, der Steiermark,
       Oberösterreich und  Italien marschierte  Regiment auf Regiment in
       Richtung Wien, um sich mit den Truppen
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       1*) Székesfehérvár - 2*) Olomouc
       
       #65# Revolution und Konterrevolution in Deutschland
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       Jellachichs und  der früheren Garnison der Hauptstadt zu vereini-
       gen. So  waren gegen  Ende Oktober über 60 000 Mann zusammengezo-
       gen, die  bald begannen,  die Kaiserstadt von allen Seiten einzu-
       schließen, bis sie am 30. Oktober so weit vorgedrungen waren, daß
       sie den entscheidenden Angriff wagen konnten.
       In Wien  herrschten unterdessen  Verwirrung und Ratlosigkeit. Die
       Bourgeoisie war  nach dem  Sieg alsbald  wieder ihrem  alten Miß-
       trauen gegen  die "anarchische" Arbeiterklasse verfallen. Die Ar-
       beiter, die die ihnen sechs Wochen zuvor von den bewaffneten Krä-
       mern zuteil  gewordene Behandlung  so wenig  vergessen hatten wie
       die unstete,  schwankende Politik des Bürgertums überhaupt, woll-
       ten diesem  die Verteidigung der Stadt nicht anvertrauen und ver-
       langten Waffen  und eine  eigene militärische  Organisation.  Die
       Akademische Legion,  die darauf  brannte, gegen  den kaiserlichen
       Despotismus zu kämpfen, war völlig außerstande, den tieferen Sinn
       der Entfremdung zwischen den beiden Klassen zu verstehen oder die
       Erfordernisse der  Lage sonst  zu begreifen. Verwirrung herrschte
       in den  Köpfen des  Volkes, Verwirrung  in den führenden Kreisen.
       Der Rest  des Reichstags  - deutsche Deputierte und ein paar Sla-
       wen, die,  von einigen revolutionären polnischen Abgeordneten ab-
       gesehen, für ihre Freunde in Olmütz Spitzeldienste leisteten-tag-
       ten in  Permanenz; aber statt eine entschiedene Haltung einzuneh-
       men, vertrödelten sie ihre ganze Zeit mit nutzlosen Debatten über
       die Möglichkeit  eines Widerstandes  gegen die kaiserliche Armee,
       ohne die  Grenzen der  konstitutionellen Formen zu überschreiten.
       Der Sicherheitsausschuß,  zusammengesetzt aus  Abgeordneten  fast
       aller Organisationen des Volkes von Wien, war wohl zum Widerstand
       entschlossen, stand  aber unter der Herrschaft einer Mehrheit von
       Pfahlbürgern und  Kleinkrämern, die  ihn nie  zu konsequent  ent-
       schlossenem, tatkräftigem Handeln kommen ließen. Der Ausschuß der
       Akademischen Legion  faßte heroische  Beschlüsse, war aber völlig
       unfähig, die  Führung zu  übernehmen. Die Arbeiter, mit Mißtrauen
       betrachtet, ohne  Waffen, ohne Organisation, der Geistesknechtung
       des alten  Regimes kaum entronnen, eben erst erwachend, nicht zum
       Bewußtsein, sondern  zum rein instinktiven Erfassen ihrer gesell-
       schaftlichen Lage und der sich daraus ergebenden politischen Hal-
       tung, konnten  sich nur  durch laute  Demonstrationen Gehör  ver-
       schaffen; man  durfte von  ihnen nicht  erwarten, sie  würden die
       Schwierigkeiten des  Augenblicks meistern.  Aber sie  waren - wie
       überall in  Deutschland während  der Revolution - bereit, bis zum
       Äußersten zu kämpfen, sobald sie nur Waffen erhielten.
       So standen  die Dinge  in Wien. Draußen die reorganisierte öster-
       reichische Armee,  berauscht von den Siegen Radetzkys in Italien,
       sechzig- bis siebzigtausend
       
       #66# Friedrich Engels
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       Mann, gut  bewaffnet, gut  organisiert, und wenn die Führung auch
       nicht viel taugte, so doch immerhin mit Führern versehen. Drinnen
       Verwirrung, Klassenspaltung, Desorganisation; eine Nationalgarde,
       von der  ein Teil  entschlossen war,  überhaupt nicht zu kämpfen,
       während ein  anderer Teil  noch zu  keinem Entschluß gekommen und
       nur der  kleinste Teil zum Handeln bereit war; eine proletarische
       Masse, stark  an Zahl,  aber ohne  Führer, ohne  jede  politische
       Schulung, ebenso  leicht geneigt zu Panik wie zu beinahe grundlo-
       sen Wutausbrüchen, eine Beute jedes falschen Gerüchts, das ausge-
       streut wurde,  durchaus bereit  zu kämpfen, doch ohne Waffen, we-
       nigstens zu  Beginn, und auch später, als man sie schließlich zum
       Kampfe führte, nur unvollständig bewaffnet und fast gar nicht or-
       ganisiert; ein  hilfloser Reichstag,  der noch  über theoretische
       Haarspaltereien diskutierte, als ihm schon fast das Dach über dem
       Kopfe brannte;  ein leitender Ausschuß ohne innere Triebkraft und
       Energie. Alles  war anders  geworden seit  den Tagen des März und
       Mai,  als   im  Lager  der  Konterrevolution  völlige  Verwirrung
       herrschte und  nur eine  einzige organisierte  Macht bestand: die
       von der  Revolution geschaffene.  Über den  Ausgang eines solchen
       Kampfes konnte  es kaum  einen Zweifel  geben, und  wenn es  noch
       einen gab,  so wurde  er behoben durch die Ereignisse des 30. und
       31.Oktober und des 1. November.
       London, März 1852
       

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