Quelle: Briefe Januar 1875 bis Dezember 1880


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       #487#
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       Beilagen
       
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       Verzeichnis der Beilagen
       
       A. Karl  Marx: Konspekt  der Reichstagsdebatte  über das Soziali-
       stengesetz
       B. Elf Briefe von Marx an Dritte, deren Inhalt unvollständig nach
       Sekundärquellen wiedergegeben wird, sowie eine Mitteilung Engels'
       im "Vorwärts"  und ein  Interview, das Marx der "Chicago Tribune"
       gewährte
       C. Neun Briefe von Jenny Marx, Eleanor Marx und Jenny Longuet
       
       #489#
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       A. Karl Marx
       Konspekt der Reichstagsdebatte über das Sozialistengesetz
       
       #490#
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       #491#
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       Karl Marx
       
       [Konspekt der Reichstagsdebatte über das Sozialistengesetz [577]]
       
       Reichstagssitzung vom 16. und 17. Sept. 1878
       
       Vize-Bismarck - von Stolberg sprach 4 Minuten, 7 Sekunden.
       
       Aus dem stenographischen Bericht [578]
       
       Reichstag. 4.Sitzung. Montag, 16.Sept. 1878.
       Präsident: Forckenbeck.
       {Sitzung eröffnet 11 Uhr, 30 Minuten. Schluß 3 Uhr, 40 Minuten.}
       Stellvertreter des  Reichskanzlers, Staatsminister  Graf zu Stol-
       berg-Wernigerode:
       "Es wird  darauf ankommen...,  daß dafür  gesorgt wird, daß nicht
       diese Agitation   u n t e r   i r g e n d e i n e m   S c h e i n
       v o n   G e s e t z l i c h k e i t    künftig  betrieben  werden
       könne."
       
       Aus den Reden der Sitzung vom 16. Sept.
       Attentat [446]
       
       Bebel: "Meine Herren, bei Beginn der heutigen Versammlung ist von
       Seiten des  Vertreters des Reichskanzlers sowie vor einigen Tagen
       in  der   Thronrede  und   ebenso  in  den  Motiven  zu  dem  uns
       vorliegenden Gesetz  insbesondre auf  die  Attentate  hingewiesen
       worden; alle  Redner heute  haben ebenfalls mehr oder weniger die
       Attentate berührt, und alle haben sie die Attentate als die näch-
       ste Veranlassung  zu diesem Ausnahmsgesetz bezeichnet, und nichts
       ist offenbarer  wie dieses, daß sie die Ursache waren. - Da hätte
       man, meine  Herrn, billigerweise  erwarten können, daß die Regie-
       rung in  dieser Beziehung sich klar und präzis aussprach, daß sie
       nachwies, welche  Entdeckungen sie  gemacht,  welche  [belastende
       Tatsachen gegen  uns zutage  gefördert wurden,  welche  e i n e n
       wenn auch  nur  ideellen  Zusammenhang  der  Attentäter  mit  der
       Sozialdemokratie  nachwiesen.   Es  ist  aber  bis  heute  nichts
       dergleichen geschehen,  es ist  bei leeren Worten und  Anschuldi-
       gungen geblieben.  Gleichwohl ist fortgesetzt das Stichwort: 'Die
       Sozialdemokratie hat  die  Attentate  verschuldet.'  Es  ist  die
       Anschuldigung: 'Die  Sozialdemokratie ist  die Partei der Kaiser-
       mörder' etc.  ... Wir sind schlechterdings nicht gewillt, uns ge-
       fallen zu lassen, daß man heute noch
       
       #492# Beilagen
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       schweigt ...  Wir haben  zu allernächst  das  lebhafte  Interesse
       daran, zu  wissen, was in den  zahlreichen Protokollen, die wegen
       der Attentate  niedergeschrieben wurden,  enthalten ist. Wir ver-
       langen namentlich  zu wissen, was in den außerordentlich zahlrei-
       chen Verhören,  die in den verschiednen Gegenden Deutschlands mit
       Parteigenossen Von  uns und Nichtparteigenossen stattgefunden ha-
       ben, mit  Leuten der Verschiedensten Richtung, die mit den Atten-
       tätern auch  in noch  so ferner Beziehung gestanden haben, an das
       Tageslicht gekommen ist. Wir, auf die man die Schuld und die Ver-
       antwortlichkeit lenkt,  verlangen  endlich  Klarheit.  Namentlich
       auch in  bezug auf das letzte Attentat, das die allernächste Ver-
       anlassung für  die Neuwahl des Reichstags [445] und zur Vorlegung
       dieses Gesetzes  war ...  Ich entfernte mich" {vom "Vorwärts", wo
       er Erkundigungen über Dr. Nobiling einzog, dies am 2. Juni (1878)
       spätabends}, "sehr zufrieden mit dem Gehörten, und kam einige Mi-
       nuten später  an einen  Laden, wo  ich zu meiner höchsten Überra-
       schung eine Depesche angeschlagen fand, welche lautete:
       'Berlin, 2  Uhr nachts. Bei der späteren gerichtlichen Vernehmung
       hat der  Attentäter Nobiling bekannt, daß er sozialistischen Ten-
       denzen huldige,  daß er auch wiederholt hier sozialistischen Ver-
       sammlungen beigewohnt  und daß  er schon  seit acht Tagen die Ab-
       sicht gehabt  habe, seine  Majestät den  Kaiser [zu]  erschießen,
       weil er  es für das Staatswohl ersprießlich gehalten, das Staats-
       oberhaupt zu beseitigen.'
       ... Die  Depesche, die  diese Nachricht  in die Welt schleuderte,
       ist ausdrücklich als offizielle bezeichnet. Ich habe hier die De-
       pesche in der Hand, welche der Redaktion der 'Kreuz-Zeitung' amt-
       lich zugestellt worden ist, mit Noten von der Hand des Redakteurs
       der 'Kreuz-Zeitung'. Es besteht über den amtlichen Charakter die-
       ser Depesche nicht der geringste Zweifel. Nun ist aber durch ver-
       schiedentliche  glaubwürdige  Nachrichten  dargetan  worden,  daß
       überhaupt kein  gerichtliches Verhör mit Nobiling am Tage des At-
       tentats oder  in der drauffolgenden Nacht vorgenommen worden ist,
       daß nichts festgestellt worden sei, was irgendwie als ernsthafter
       Anhaltepunkt für  die Motive des Mörders und seine politische Ge-
       sinnung angesehen  werden könnte.  Jeder von  Ihnen, meine Herrn,
       weiß, wie  es mit  dem Wolffschen Telegraphenbüro beschaffen ist"
       (Zustimmung), "jeder  weiß, daß derartige Depeschen absolut nicht
       passieren können,  ohne amtlich  approbiert zu sein. Zum Überfluß
       ist dieser  Depesche noch  ausdrücklich das Wort 'offiziell' amt-
       lich beigefügt.  Es ist  also meines  Erachtens gar kein Zweifel,
       daß diese Depesche von amtlicher Seite mit Bewußtsein und Absicht
       gefälscht und  als solche  in die  Welt  geschickt  worden  ist."
       (Hört, hört!)  "Die Depesche  enthält eine der infamsten Verleum-
       dungen, welche  je von offizieller Seite in die Welt geschleudert
       worden ist, und zwar mit der Absicht, eine ganze, große Partei in
       schmählichster Weise  zu verdächtigen und zum Mitschuldigen eines
       Verbrechens zu stempeln ... Ich frage weiter, wie es möglich war,
       daß die Regierungsorgane, die gesamte
       
       #493# Marx - Konspekt Reichstagsdebatte über Sozialistengesetz
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       offiziöse und  offizielle Presse,  und ihnen  folgte fast die ge-
       samte übrige Presse, gestützt auf die bezeichnete Depesche, fort-
       gesetzt wochen-  und monatelang, Tag für Tag in der unerhörtesten
       und verleumderischsten  Weise gegen  uns losschlagen durften; daß
       sie Tag für Tag die grauenhaftesten und beunruhigendsten Berichte
       über entdeckte  Komplotte, Mitschuldige  usw. in die Welt schleu-
       dern konnten,  ohne daß ein einziges Mal von Regierungsseite etc.
       ... Es  ist vielmehr  von Regierungsseite alles geschehen, um den
       Glauben an  die Richtigkeit  der unwahren Behauptungen in der öf-
       fentlichen Meinung  weiter und  weiter zu verbreiten und zu befe-
       stigen; und  bis zu dieser Stunde haben sich die offiziellen Ver-
       treter der  Regierung nicht  einmal herbeigelassen, über die vor-
       handnen Dunkelheiten  die geringste Aufklärung zu geben..." Bebel
       kommt nun (S. 39, Kolumne II) auf die Hetzereien. "Man hat offen-
       bar alles  aufgeboten, um  Unruhen zu provozieren; man wollte uns
       aufs äußerste  reizen, damit  wir zu  Gewaltschritten irgendeiner
       Art uns  verleiten ließen.  Man hatte augenscheinlich nicht genug
       an den  Attentaten. Man  hätte sich  in  gewissen  Kreisen  zwei-
       felsohne gefreut,  wenn wir uns durch diese Hetzereien zu Gewalt-
       schritten hätten  verleiten lassen,  um dann  um so reichlicheres
       und gewichtigeres  Material gegen uns zum schärfsten Einschreiten
       zu besitzen  etc." Bebel  verlangt darauf, daß endlich einmal die
       Protokolle zutage  gefördert werden, daß dem Reichstag und spezi-
       ell der  Kommission, welche  diesen Gesetzentwurf  zu prüfen hat,
       dieselben im  Druck vorgelegt  werden. "Ich stelle hier eine ähn-
       liche Forderung,  wie sie  vor ein paar Tagen bereits bei der Be-
       sprechung des  Unfalls des  'Großen Kurfürst'  [579]  mit  vollem
       Recht, unter  Zustimmung fast  aller Seiten  des Hauses, in bezug
       auf den  erwähnten Unfall  ausgesprochen worden ist und deren Be-
       willigung der  Marineminisier" (von  Stosch), "soweit  es von ihm
       abhinge (!), ausdrücklich zugestanden hat." (Bebels Verlangen mit
       "Sehr richtig! Sehr gut!" vom Reichstag begrüßt!!
       {Was antwortet  nun die  preußische Regierung  auf diese  nieder-
       schmetternde Anklage? Sie antwortet durch den Mund des Eulenburg,
       daß sie die Protokolle nicht vorlegen wird und daß überhaupt kein
       Anklagematerial vorhanden ist.}
       Minister des  Innern Graf zu Eulenburg: "In der ersten Beziehung"
       {Auskunft von  den Vertretern der Bundesregierungen "über die ge-
       gen den  inzwischen verstorbnen  Verbrecher Nobiling stattgehabte
       Untersuchung"}...
       1. "In der  ersten Beziehung  habe ich  zu erklären, daß über die
       Möglichkeit oder  Zulässigkeit der  Mitteilung der  Verhandlungen
       des Prozesses,  welcher gegen Nobiling eingeleitet war, die preu-
       ßische Justizbehörde  zu befinden haben würde, wenn die Vorlegung
       verlangt wird.  Soviel aber,  meine Herrn,  kann ich Ihnen sagen,
       daß eine  Vernehmung Nobilings  stattgefunden hat  und daß  er in
       dieser  Vernehmung,   soviel  mir  davon  bekannt  geworden  ist,
       ausgesagt  hat,  daß  er  an  sozialdemokratischen  Versammlungen
       teilgenommen  und   an  den  dort  vorgetragnen  Lehren  Gefallen
       gefunden habe.
       
       #494# Beilagen
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       Mehr mitzuteilen,  muß ich mit Rücksicht auf den Umstand, daß die
       preußische Justizbehörde über die Vorlegung der Akten zu befinden
       hat, mich enthalten."
       (Positives sagt  Eulenburg nur: 1. daß "eine" Vernehmung stattge-
       funden; er  hütet sich  zu sagen: eine "gerichtliche" Vernehmung.
       Er sagt ebensowenig, wann die eine Vernehmung stattgefunden (wohl
       nachdem infolge der durch den Kopf gejagten Kugel Teil seines Ge-
       hirns ausgetreten?).}  Was Eulenburg  aber den Nobiling in dieser
       "einen" Vernehmung  sagen läßt (angenommen, Nobiling habe sich in
       zurechnungsfähigem Zustand  befunden}, beweist  erstens:  daß  er
       sich nicht  für einen Sozialdemokraten ausgab, nicht für ein Mit-
       glied der  sozialdemokratischen Partei; er hat nur gesagt, daß er
       einigen Meetings  derselben beiwohnte  wie elende Spießbürger und
       "an den  vorgetragenen Lehren Gefallen gefunden habe". Die Lehren
       waren also  nicht seine  Lehren. Er  verhielt sich als Neuling zu
       ihnen. Zweitens:  daß er  sein "Attentat" in keine Verbindung mit
       den Meetings und den dort vorgebrachten Lehren stellte.
       Aber die  Kuriosa sind  noch nicht fertig: Das "soviel", was Herr
       Eulenburg sagen kann, macht er selbst oder sagt er problematisch:
       "daß er  in dieser  Vernehmung, soviel mir davon bekannt geworden
       ist, ausgesagt  hat". Herr  Eulenburg hat also hienach das Proto-
       koll niemals  gesehn; er kennt es nur vom Hörensagen und kann nur
       soviel sagen,  "als ihm  auf diesem  Wege davon  bekannt geworden
       ist". Aber gleich darauf straft er sich selbst Lügen. Eben hat er
       alles gesagt,  "was ihm  davon bekannt geworden ist". Aber im un-
       mittelbar nachfolgenden Satz heißt es: "Mehr mitzuteilen, muß ich
       mit Rücksicht  auf den  Umstand, daß die preußische Justizbehörde
       über die Vorlegung der Akten zu befinden hat, mich enthalten." In
       andern Worten:  Er würde dann die Regierung kompromittieren, wenn
       er "mitteilte", was er weiß.
       Nebenbei bemerkt:  Wenn nur  ein Verhör stattgefunden hat, wissen
       wir auch  "wann", nämlich  am Tag, wo Nobiling mit Kugeln im Kopf
       und Säbelhieb  im Kopf verhaftet wurde, nämlich am Tag, am Tag wo
       das berüchtigte  Telegramm losgelassen  worden, 2  Uhr nachts, 2.
       Juni. Später  aber suchte  die Regierung  die ultramontane Partei
       für den  Nobiling verantwortlich zu machen. Das Verhör hatte also
       keineswegs irgendwelchen Zusammenhang des Nobilingschen Attentats
       mit der Sozialdemokratie ergeben.
       Aber Eulenburg ist noch nicht fertig mit seinen Geständnissen. Er
       muß "ausdrücklich  darauf hinweisen,  daß ich  im Mai  von dieser
       Stelle aus bereits gesagt habe, die Behauptung ginge nicht dahin,
       daß diese  Taten direkt von der Sozialdemokratie angestiftet wor-
       den seien; ich bin auch jetzt nicht in der Lage, diese Behauptung
       aufzustellen oder überhaupt in dieser Richtung Neues beizufügen".
       Bravo! Eulenburg  gesteht rundheraus,  daß die ganze seit dem At-
       tentat von  Hödel bis  zum Meeting  des Reichstags  stattgefundne
       schmähliche Polizei- und Untersuchungshatz kein Atom eines Tatbe-
       stands für die von der Regierung beliebte "Theorie" der Attentate
       geliefert hat!
       
       #495# Marx - Konspekt Reichstagsdebatte über Sozialistengesetz
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       Die Eulenburg  und Konsorten,  die solche zarte "Rücksicht" haben
       auf die  Befugnisse der  "preußischen Justizbehörde",  daß sie an
       ihr  ein   präsumptives  Hindernis   finden,  dem  Reichstag  die
       "Protokolle" vorzulegen,  nachdem Hödel  geköpft und Nobiling ge-
       storben, also die Untersuchung ein für allemal abgeschlossen ist,
       genieren sich  nicht beim Beginn der Untersuchung gegen Nobiling,
       am Tag  seines Attentats  selbst, durch  ein tendenziös gefärbtes
       "Telegramm" über  das angebliche erste Verhör Nobilings das Deli-
       rium tremens  des deutschen Philisters hervorrufen und darauf ein
       Lügengebäude durch ihre Presse aufbauen zu lassen! Welche Achtung
       vor der  Justizbehörde und namentlich auch vor den von der Regie-
       rung Mit-Angeschuldigten!
       Nachdem Herr  Eulenburg so  erklärt, daß  kein Tatbestand für die
       Anklage der  Sozialdemokratie auf Grund dieser Attentate vorliegt
       - und er daher auch die Vorlage der Protokolle verweigert, welche
       diesen ekligen  Umstand in groteskem Licht beleuchten wird, fährt
       er damit  fort, daß  die Gesetzvorlage  in der  Tat nur auf einer
       "Theorie" beruht,  der Regierungstheorie, "daß die Lehren der So-
       zialdemokratie in  der Art  und Weise,  wie sie  in einer leiden-
       schaftlichen Agitation verbreitet werden, wohl geeignet wären, in
       verwilderten Gemütern  dergleichen traurige Früchte zur Zeitigung
       zu bringen,  wie wir sie zu unsrem tiefsten Bedauern haben erfah-
       ren  müssen".  {Die  traurigen  Früchte  wie  Sefeloge,  Tschech,
       Schneider, Becker, Kullmann, Cohen (alias Blind?). "Und an dieser
       Behauptung, meine  Herren, glaube  ich in Übereinstimmung mit der
       gesamten deutschen  Presse" {i.e.,  soweit sie reptilisiert [162]
       ist, i.e., mit alleiniger Ausnahme der unabhängigen Blätter aller
       Richtungen}, "mit  alleiniger Ausnahme  der sozialdemokratischen,
       auch heute noch zu sein." (Wieder reine Lügen!)
       {Die Versammlungen, denen Nobiling beiwohnte, fanden wie alle un-
       ter polizeilicher  Aufsicht eines  Polizisten statt;  also nichts
       Verfängliches dran; die Lehren, die er hörte, können sich nur auf
       die an der Tagesordnung befindlichen Gegenstände bezogen haben.)
       Nach  diesen   tatsächlichen  falschen   Aufstellungen  über  die
       "gesamte deutsche  Presse" ist  Herr Eulenburg "sicher, in dieser
       Richtung einem Widerspruch nicht zu begegnen".
       Dem Bebel  gegenüber muß  er "daran erinnern, welche Stellung die
       sozialdemokratische Presse diesen Ereignissen gegenüber eingenom-
       men hat", um zu beweisen, "daß die Sozialdemokratie den Mord, un-
       ter welcher  Gestalt er  auch auftrete", nicht, wie sie behaupte,
       "verabscheue".
       Beweis: 1. "Es wurde zunächst in den Organen der Sozialdemokratie
       der Versuch  gemacht, den  Nachweis zu  führen, daß die Attentate
       bestellte Arbeit gewesen seien." (Crownprince.)
       {Klagen  der   "Norddeutschen  Allgemeinen  [Zeitung]"  über  den
       gesetzlichen Charakter  der deutschen sozialdemokratischen Agita-
       tion.}
       2. "Als man einsah, daß auf diesem Weg nicht fortzukommen sei...,
       ging man dazu über, die Unzurechnungsfähigkeit der beiden Verbre-
       cher
       
       #496# Beilagen
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       zu behaupten,  sie als  isolierte Idioten  und ihre Taten als Er-
       scheinungen darzustellen,  wie sie zu allen Zeiten hin und wieder
       vorgekommen seien"  {ist dem  nicht so?} "und für die niemand an-
       ders verantwortlich  zu machen sei." {(Beweist Liebe zum "Mord".)
       (Geschah von vielen nicht sozialdemokratischen Journalen.)}
       Herr Eulenburg,  statt die  "Protokolle" vorzulegen, von denen er
       nach seiner früheren Aussage nichts weiß - oder, was er weiß, aus
       Rücksicht auf  die "preußische  Justizbehörde" sich auszuplaudern
       "enthalten" muß  - verlangt  jetzt, daß man auf Grund dieser vor-
       enthaltnen "Protokolle" ihm glauben muß folgendes: "Meine Herren,
       die Untersuchung,  die geführt  worden ist, hat nicht den gering-
       sten Anhaltspunkt  dafür ergeben, daß die beiden Männer irgendwie
       nicht imstande  gewesen seien, die Folgen und die Bedeutung ihrer
       Taten nicht zu überlegen. Im Gegenteil, alles, was sich hat fest-
       stellen lassen, ist das, daß mit vollkommner Zurechnungsfähigkeit
       und im  letzten Fall  mit einer boshaften abgefeimten Prämeditie-
       rung" {also  bei dem  geköpften Hödel  nicht?} "gehandelt  worden
       ist, wie sie wohl selten vorgekommen ist."
       3. "Es ist in vielen Organen der Sozialdemokratie dazu übergegan-
       gen, diese  Taten zu entschuldigen, die Täter zu exkulpieren. Man
       hat nicht  sie, sondern  die Gesellschaft" {die Regierung hat sie
       exkulpiert, indem  sie nicht sie, sondern "die Lehren der Sozial-
       demokratie" und  die Agitatoren  der Arbeiterklasse  - also einen
       Teil der  Gesellschaft und  ihrer "Lehren"  - verantwortlich  ge-
       macht} "verantwortlich  gemacht für  die Verbrechen"  {man exkul-
       pierte also nicht die Taten, sonst hätte man sie nicht als - Ver-
       brechen" betrachtet  und die "Schuld"frage gar nicht diskutiert},
       "welche begangen  worden waren." (Zitiert - Vorwärts", bezog sich
       auf Hödel, mit vollem Recht.)
       Nach allem diesem Larifari:
       4. "Parallel damit,  meine Herren, gingen die Äußerungen über die
       frevelhaften Taten,  die in  Rußland gegen  hohe Beamte versucht,
       beziehungsweise vollführt sind. In Beziehung auf das Attentat der
       Vera Sassulitsch" {der Petersburger Tag und die Presse der ganzen
       Welt!} "und  den Mord  des Generals  von Mesenzow" [580] {darüber
       später bei Bismarck} "haben Sie in einem hier erscheinenden Blatt
       die Frage  gelesen: 'Nun,  was blieb jenen denn übrig? Wie anders
       konnten sie sich helfen?'"
       5. "Endlich hat  die Sozialdemokratie im Ausland ausdrücklich und
       mit direkten  Worten ihre  Sympathie mit  diesen Taten ausgespro-
       chen. Der Kongreß der Juraföderation, welcher im Juli dieses Jah-
       res in  Freiburg getagt  hat, hat  ausdrücklich erklärt, die Akte
       Hödels und  Nobilings wären  revolutionäre Akte,  die seine volle
       Sympathie hätten etc." [581]
       Aber ist  die deutsche  Sozialdemokratie "verantwortlich" für die
       Äußerungen und  movements 1*)  einer ihr  feindlichen Clique, die
       Meuchelmorde
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       1*) Taten
       
       #497# Marx - Konspekt Reichstagsdebatte über Sozialistengesetz
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       und der[artiges]  2*) bisher  in Italien,  Schweiz, Spanien {auch
       Rußland: Netschajew}  nur gegen  Glieder "der Richtung Marx" ver-
       übt?
       {Vorher schon  hatte Herr Eulenburg mit Bezug auf dieselben Anar-
       chisten gesagt,  man habe  die Ansicht,  daß "die  Attentate  be-
       stellte Arbeit  gewesen", aufgeben  müssen, "als sogar Organe der
       Sozialdemokratie -  ich werde hernach eine Probe davon geben - im
       Ausland erklärten,  daß sie  überzeugt seien,  es wäre derartiges
       nicht der Fall"; er vergißt, die "Probe" zu geben.}
       Folgt nun  der schöne  Passus über  die "Richtung  Marx" und  die
       "Richtung der sog. Anarchisten" (p. 50, Kolumne I). Sie sind ver-
       schieden, aber  "es ist  nicht zu leugnen, daß diese Verbindungen
       alle in  einem gewissen" (welchem? feindlichen) "Zusammenhang zu-
       einander stehn",  wie dieser gewisse Zusammenhang in der Tat zwi-
       schen allen  Erscheinungen einer  und derselben  Epoche  besteht.
       Will man  diesen "Zusammenhang" zu einem cas pendable 3*) machen,
       so muß  man vor  allem seinen bestimmten Charakter nachweisen und
       sich nicht  mit einer  Phrase begnügen,  die auf  alles und jedes
       paßt im  Universum, wo alles mit allem in einem "gewissen" Zusam-
       menhang steht.  Die "Richtung Marx" hat nachgewiesen, daß ein be-
       stimmter  "Zusammenhang"   zwischen  den  Lehren  und  Taten  der
       "Anarchisten" und  denen der  europäischen "Polizei" besteht. Als
       in der Veröffentlichung "L'Alliance" 4*) etc. dieser Zusammenhang
       im Detail enthüllt wurde, schwieg die ganze Reptilien- und gutge-
       sinnte Presse.  Diese "Enthüllungen"  paßten ihr  nicht in  ihren
       "Zusammenhang". (Mordattentate  hat diese  Clique bisher  nur auf
       die Mitglieder der Richtung "Marx" verübt.)
       Nach diesem  faux fuyant  5*) knüpft  Herr  Eulenburg  durch  ein
       unscheinbares "und"  einen Satz  an,  der  diesen  "Zusammenhang"
       nachzuweisen sucht  durch einen  falschen locus communis 6*), der
       dazu noch in besonders "kritischer" Form ausgesprochen:
       "...und", fährt  er fort,  "und es  ist eine Erfahrung in solchen
       Bewegungen, die auf dem Gesetz der Schwere beruht" {eine Bewegung
       kann auf  dem Gesetz  der Schwere  beruhn, z.B.  die Bewegung des
       Falls, aber die Erfahrung beruht prima facie 7*) auf dem Phänomen
       des Falls),  "daß die  extremen Richtungen"  {z.B. im Christentum
       die Selbstverstümmelung)  "allmählich die  Oberhand gewinnen  und
       die gemäßigteren sich ihnen gegenüber nicht aufrechterhalten kön-
       nen." Erstens ist es ein falscher locus communis, daß in histori-
       schen Bewegungen die sog. extremen Richtungen der zeitgemäßen Be-
       wegung die  Oberhand gewinnen,  Luther contra  Thomas Münzer, die
       Puritaner contra Levellers, die Jakobiner contra Hebertisten. Die
       Geschichte  beweist  grade  das  Gegenteil.  Zweitens  aber:  Die
       "Anarchisten"richtung
       -----
       2*) in der  Handschrift schwer  zu entziffern - 3*) todeswürdigen
       Verbrechen -  4*) Karl Marx  und Friedrich  Engels: "Ein Komplott
       gegen die  Internationale Arbeiter-Association" - 5*) Nach dieser
       Ausflucht - 6*) Gemeinplatz - 7*) auf den ersten Blick
       
       #498# Beilagen
       -----
       ist kein  "Extrem" der  deutschen Sozialdemokratie, was Eulenburg
       beweisen soll,  statt dessen unterstellt. Dort handelt es sich um
       die wirkliche  historische Bewegung der Arbeiterklasse; die andre
       ist ein  Phantombild der  jeunesse sans issue 8*), die Geschichte
       machen wollen, und zeigt nur, wie die Ideen des französischen So-
       zialismus in  den hommes  déclassés 9*)  der höheren Klassen sich
       karikieren. Demgemäß  ist der Anarchismus faktisch überall unter-
       legen und vegetiert nur, wo es noch keine wirkliche Arbeiterbewe-
       gung gibt. Dies die Tatsache.
       Herr Eulenburg  beweist nur,  wie gefährlich,  wenn die "Polizei"
       sich aufs "Philosophieren" legt.
       Sieh den  Satz, der darauf folgt (Kolumne I, p. 51), wo Eulenburg
       quasi re bene gesta 10*) spricht.
       Er will nun das Gemeinschädliche "der Lehre und Ziele der Sozial-
       demokratie" beweisen! Aber wie? Durch 3 Zitate.
       Doch vorher noch die glänzende Übergangsphrase:
       "Und wenn  Sie diese  Lehren und Ziele der Sozialdemokratie etwas
       näher ins  Auge fassen,  dann ist nicht, wie vorhin gesagt worden
       ist, die  friedliche Entwicklung das Ziel, sondern die friedliche
       Entwicklung ist  nur eine  Etappe, welche  zu den  letzten Zielen
       führen soll, die auf keinem andern Weg als auf dem Weg der Gewalt
       erreicht werden  können." {Etwa  wie der  "Nationalverein"  [582]
       eine "Etappe" war, um zu der gewaltsamen Verpreußung Deutschlands
       zu führen,  so denkt  sich Herr  Eulenburg [mit] "Blut und Eisen"
       die Sache.}
       Nimmt man  den ersten  Teil des  Satzes, so  spricht er  nur eine
       Tautologie aus  oder  eine  Dummheit:  Hat  die  Entwicklung  ein
       "Ziel", "letzte  Ziele", so  sind diese  "Ziele" ihre "Ziele" und
       nicht   der    Charakter   der   Entwicklung   "friedlich"   oder
       "unfriedlich". Was  Eulenburg in  der Tat  sagen will,  ist:  Die
       friedliche Entwicklung  zum Ziele hin ist nur eine Etappe, welche
       zur gewaltsamen Entwicklung des Ziels führen soll, und zwar liegt
       diese spätere  Verwandlung der  "friedlichen" in die "gewaltsame"
       Entwicklung nach  Herrn Eulenburg  in der  Natur des angestrebten
       Ziels selbst.  Das Ziel im gegebnen Fall ist die Emanzipation der
       Arbeiterklasse und die darin enthaltne Umwälzung (Umwandlung) der
       Gesellschaft. "Friedlich"  kann eine  historische Entwicklung nur
       so lange  bleiben, als  ihr keine gewaltsamen Hindernisse seitens
       der jedesmaligen gesellschaftlichen Machthaber in den Weg treten.
       Gewinnt z.B. in England oder in [den] Vereinigten Staaten die Ar-
       beiterklasse die  Majorität im  Parlament oder Kongreß, so könnte
       sie auf  gesetzlichem Weg  die ihrer Entwicklung im Weg stehenden
       Gesetze und  Einrichtungen beseitigen,  und zwar auch nur, soweit
       die gesellschaftliche  Entwicklung dies  erfordre. Dennoch könnte
       die "friedliche"  Bewegung m  eine "gewaltsame"  umschlagen durch
       Auflehnung
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       8*) Jugend ohne  Ausweg -  9*) Deklassierten - 10*) gleichsam als
       wäre alles gut vollbracht
       
       #499# Marx - Konspekt Reichstagsdebatte über Sozialistengesetz
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       der im alten Zustand Interessierten; werden sie (wie der Amerika-
       nische Bürgerkrieg  und [die]  Französische Revolution) durch Ge-
       walt niedergeschlagen,  so als  Rebellen gegen  die "gesetzliche"
       Gewalt.
       Was aber  Eulenburg predigt,  ist gewaltsame Reaktion seitens der
       Machthaber gegen die in "friedlicher Etappe" befindliche Entwick-
       lung, und  zwar um  spätere "gewaltsame"  Konflikte (seitens  der
       aufstrebenden Gesellschaftsklasse)  zu  verhindern;  Feldgeschrei
       der gewaltsamen  Kontrerevolution gegen die faktisch "friedliche"
       Entwicklung; in  der Tat versucht die Regierung, eine ihr mißlie-
       bige, aber gesetzlich unangreifbare Entwicklung gewaltsam nieder-
       zuschlagen. Dies die notwendige Einleitung gewaltsamer Revolutio-
       nen. Es ist eine alte Geschichte, doch bleibt sie ewig neu.
       Herr Eulenburg  beweist nun die Gewaltlehren der Sozialdemokratie
       durch 3 Zitate:
       1. Marx  sagt in  seiner Schrift über das Kapital: "Unsere Zwecke
       etc." {Aber  "unsere" Zwecke  ist gesagt im Namen nicht der deut-
       schen Sozialdemokratie,  sondern der kommunistischen Partei.} Die
       Stelle steht  nicht im "Kapital", das 1867 erschienen, sondern im
       "Kommunistischen Manifest", welches "1847" erschienen [war], 11*)
       also 20  Jahre vor  der wirklichen Formation der "deutschen Sozi-
       aldemokratie". [583]
       2. Und  an einer  andern Stelle,  welche in der Schrift des Herrn
       Bebel, "Unsere  Ziele", zitiert  wird, heißt es als ein Ausspruch
       von Marx:  {Er selbst, der aus dem "Kapital" eine Stelle zitiert,
       die nicht  drin steht,  zitiert natürlich  eine Stelle,  die drin
       steht, als  einen anderswo zitierten Ausspruch (vergleiche Stelle
       im "Kapital", 2. Ausgabe).} Aber die Stelle bei Bebel lautet:
       "So sehen  wir also,  wie in den verschiedenen Geschichtsperioden
       die Gewalt  ihre Rolle spielt, und wohl nicht mit Unrecht ruft K.
       Marx (in  seinem Buch  'Das Kapital',  wo er den Entwicklungsgang
       der kapitalistischen  Produktion schildert):  'Die Gewalt ist der
       Geburtshelfer jeder  alten  Gesellschaft,  die  mit  einer  neuen
       schwanger geht. Sie ist selbst eine ökonomische Potenz.'"
       3. Zitat aus  Bebel: "Unsere  Ziele" (Kolumne  I, p. 51), zitiert
       nämlich: "Der Verlauf dieser Entwicklung hängt von der Intensität
       (Kraft) ab, mit der die beteiligten Kreise die Bewegung erfassen;
       er hängt von dem Widerstand ab, den die Bewegung an ihren Gegnern
       findet. Das  eine ist  sicher: Je  heftiger der Widerstand, um so
       gewaltiger die  Herbeiführung des  neuen Zustandes.  Mit Sprengen
       von Rosenwasser wird die Frage auf keinen Fall gelöst." {Dies zi-
       tiert Eulenburg  aus Bebel,  "Unsere Ziele". Es steht p. 16, sieh
       die angestrichne Stelle 16 und ditto 15; vgl. ditto die angestri-
       chene Stelle  p. 43.)  Wieder "verfälscht", weil außer dem Zusam-
       menhang zitiert.
       Nach diesen  gewaltigen Leistungen  siehe den  kindischen und  in
       sich selbst zerfallenden Blödsinn, den er kohlt über Bismarcksche
       "Fühlungen" mit  den "Führern  der Sozialdemokratie"  (p. 51, Ko-
       lumne II) [584].
       -----
       11*) in der Handschrift schwer zu entziffern
       
       #500# Beilagen
       -----
       In derselben Sitzung:
       Nach Stolberg  spricht Reichensperger.  Seine Hauptangst: daß das
       Gesetz, welches  alles der Polizei unterwirft, auch auf andre der
       Regierung mißliebige Parteien anwendbar; dazu ewiges katholisches
       Gequäke. (Sieh die angestrichnen Stellen p. 30-35.)
       Nach Reichensperger  spricht  von  Helldorf-Bedra.  Das  naivste:
       "Meine Herren,  das gegenwärtige  Gesetz charakterisiert sich als
       ein Präventivgesetz  im eminentesten  Sinne des Wortes; es bringt
       keine Strafbestimmungen,  sondern es gibt nur die Befugnis zu Po-
       lizeiverboten und  knüpft Strafen an die Übertretungen dieser äu-
       ßerlich erkennbaren  Verbote" (p. 36, Kolumne I). {Es erlaubt nur
       der Polizei, alles zu verbieten, und straft keine Übertretung ir-
       gendeines Gesetzes,  sondern "Übertretung" der Polizeiukase. Eine
       sehr gelungene Manier, Strafgesetze überflüssig zu machen.}
       Die "Gefahr", gesteht Herr von Helldorf, liegt in den Wahlsiegen-
       der Sozialdemokraten,  die nicht  einmal durch  die Attentathetze
       beeinträchtigt! Dafür muß gezüchtigt werden. Anwendung des allge-
       meinen Wahlrechts  in einer der Regierung mißliebigen Weise! (36,
       Kolumne II.)
       Der Bursche  gibt jedoch Reichensperger darin recht, daß die "Be-
       schwerdeinstanz", die  "Bundesratkommission", Blödsinn.  "Es han-
       delt sich  einfach um die Entscheidung einer polizeilichen Frage,
       und eine  solche Instanz  mit Rechtsgarantien  zu umgeben  - ent-
       schieden falsch";  gegen Mißbrauch  hilft "Vertrauen in politisch
       hochgestellte Beamte" (37, I und II). Verlangt "Korrektur unseres
       Wahlrechts" (38, I).
       
       Geschrieben Ende September 1878.
       

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