Quelle: MEW 26.3 Theorien über den Mehrwert - Dritter Teil


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       #64#
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       [ZWANZIGSTES KAPITEL]
       Auflösung der Ricardoschen Schule
       
       1. [R. Torrens]
       
       [a) Smith  und Ricardo  über das Verhältnis von Durchschnittspro-
       fitrate und Wertgesetz]
       
       ¦¦782¦ R.  Torrens, "An  Essay on the Production of Wealth etc.",
       London 1821.
       Beobachtung der  Konkurrenz -  der  Phänomene  der  Produktion  -
       zeigt, daß  Kapitalien von  gleicher Größe,  on  an  average  1*)
       gleich viel  Profit liefern, oder daß, den average rate of profit
       2*) gegeben (und weiter heißt average rate of profit nichts), die
       Masse des  Profits von  der Größe  des vorgeschoßnen Kapitals ab-
       hängt.
       A. Smith  registrierte dies  fact. Es machte ihm weiter keine Ge-
       wissensskrupel über  seinen Zusammenhang  mit der  von ihm aufge-
       stellten Werttheorie,  um so weniger, als er neben seiner sozusa-
       gen esoterischen Theorie noch verschiedne andre aufgestellt hatte
       und nach  Belieben sich  an die  eine oder andre erinnern konnte.
       Die einzige  Reflexion, zu  der die Sache ihn veranlaßt, ist eine
       Polemik gegen die Ansicht, die den Profit in wages of superinten-
       dence 3*) auflösen will, since, apart from any other circumstance
       4*), die Arbeit of superintendence nicht im selben Maß wächst wie
       die Stufenleiter  der Produktion,  und zudem  der Wert des vorge-
       schoßnen Kapitals  (infolge z.B.  der Teuerkeit des Rohmaterials)
       wachsen kann,  ohne daß  die Stufenleiter  der Produktion wächst.
       5*) Ein  immanentes Gesetz  für die Bestimmung des average profit
       6*) und  seiner Größe  selbst hat er nicht. Er sagt bloß, daß die
       Konkurrenz dies x verkleinert.
       Ricardo identifiziert  (einige wenige und nur zufällige Bemerkun-
       gen abgerechnet)
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       1*) im Durchschnitt  - 2*) Durchschnittsprofitrate - 3*) Lohn der
       Oberaufsicht -  4*) da, abgesehen  von jedem  anderen  Umstand  -
       5*) vgl.    1.     Teil    dieses     Bandes,    S.    62-64    -
       6*) Durchschnittsprofits
       
       #65# Auflösung der Ricardoschen Schule
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       überall den Profit unmittelbar mit der surplus value 1*). Die Wa-
       ren verkaufen  sich daher  bei ihm  mit  P r o f i t,  nicht weil
       sie   ü b e r   ihrem Wert,  sondern weil  sie   z u    i h r e m
       W e r t   verkauft werden.  Bei der Betrachtung der value 2*) je-
       doch (ch.  I der  "Principles") ist  er der  erste, der überhaupt
       nachdenkt über  das Verhältnis der  W e r t e b e s t i m m u n g
       der Waren zu der Erscheinung, daß gleich große Kapitalien gleiche
       Profite liefern.  Sie können  dies nur, soweit die Waren, die sie
       produzieren, zwar  nicht zu  gleichen Preisen verkauft werden (es
       kann jedoch  gesagt werden,  daß ihr Resultat gleichen Preis hat,
       insofern der  Wert des  nicht konsumierten Teils des capital fixe
       mit  zum  Produkt  gerechnet  wird),  wohl  aber    g l e i c h e
       s u r p l u s   v a l u e,   gleichen Überschuß  des Preises über
       den Preis  der Avancen  liefern. Nun aber machte Ric[ardo] zuerst
       darauf aufmerksam, daß gleich große Kapitalien durchaus nicht von
       gleicher organischer  Komposition sind.  Den  Unterschied  dieser
       Komposition nahm  er so, wie er ihn von A. Smith überliefert fand
       - circulating  und fixed  capital 3 -, also nur die Unterschiede,
       die aus dem Zirkulationsprozeß entspringen.
       Er spricht  es durchaus  nicht direkt  aus, daß es dem Gesetz der
       Werte prima facie 4*) widerspricht, daß Kapitalien von ungleicher
       organischer Komposition,  die also  ungleiche Massen of immediate
       labour 5*)  in Bewegung setzen, Waren vom selben Wert produzieren
       und dieselbe  surplus value (was er identifiziert mit Profit) ab-
       werfen. Vielmehr geht er an die Untersuchung des Werts unter Vor-
       aussetzung des  Kapitals und  einer  allgemeinen  Profitrate.  Er
       identifiziert von  vorn[herein]    K o s t e n p r e i s e    und
       W e r t e   und sieht nicht, daß diese Unterstellung von vornher-
       ein prima facie dem Gesetz des Werts widerspricht. Erst auf Basis
       dieser Unterstellung,  die den Hauptwiderspruch und die eigentli-
       che Schwierigkeit  einschließt, kömmt  er zu  einem  partikularen
       Fall -  der   V a r i a t i o n   d e s  A r b e i t s l o h n s,
       Steigen oder  Fallen desselben.  Damit die Profitrate nun gleich-
       bleibt, muß  das Steigen oder Fallen des Arbeitslohns, dem Fallen
       oder Steigen  des Profits entspricht, ungleich wirken auf Kapita-
       lien von  verschiedner organischer  Komposition. Steigt  der  Ar-
       beitslohn, fällt also der Profit, so fallen die Preise der Waren,
       die in  größrem Verhältnis  mit fixem  Kapital produziert werden.
       Wenn umgekehrt,  umgekehrt. Die "exchangenble values" 6*) der Wa-
       ren sind  daher nicht  in diesem Fall bestimmt durch die zu ihrer
       wechselseitigen Produktion  erheischte  Arbeitszeit.  Mit  andren
       Worten: Diese Bestimmung gleicher Profitrate (aber nur im einzel-
       nen Fall und auf diesem Umweg kommt Ric[ardo]
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       1*) dem Mehrwert  - 2*) des  Werts - 3*) zirkulierendes und fixes
       Kapital -  4*) auf den  ersten Blick - 5*) unmittelbarer Arbeit -
       6*) "Tauschwerte"
       
       #66# Zwanzigstes Kapitel
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       hierzu) bei  Kapitalien von verschiedner organischer Zusammenset-
       zung   w i d e r s p r i c h t   dem Gesetz  des Werts  oder, wie
       Ric[ardo] sagt,  bildet  A u s n a h m e  davon, worauf M[althus]
       richtig bemerkt,  daß die Regel die Ausnahme und die Ausnahme die
       Regel im  progress of  ¦¦783¦ industry  1*) wird.  2*) Der Wider-
       spruch selbst  wird bei  R[icardo] nicht klar ausgesprochen, näm-
       lich nicht  in der  Form: Obgleich  die eine Ware mehr unbezahlte
       Arbeit enthält  wie die  andre - denn das Quantum unbezahlter Ar-
       beit hängt  [ab] von  dem Quantum bezahlter, also dem Quantum der
       angewandten immediate  labour bei  gleicher Rate der Exploitation
       der Arbeiter  -, liefern sie dennoch dieselben Werte oder densel-
       ben Überschuß  der unbezahlten über die bezahlte Arbeit. Vielmehr
       kommt der  Widerspruch bei ihm nur in der singulären Form vor: In
       gewissen Fällen affiziert der  A r b e i t s l o h n  - Variation
       im Arbeitslohn  - die  Kostpreise (exchangeable  values, sagt er)
       der Waren.
       Ebenso verschiedne  Umlaufszeiten des  Kapitals - ob es länger im
       Produktionsprozeß (wenn auch nicht im Arbeitsprozeß) oder im Zir-
       kulationsprozeß verharrt, nicht mehr Arbeit, sondern mehr Zeit zu
       seinem return 3*) braucht - affizieren ebensowenig die Gleichheit
       der Profite; und dies widerspricht wieder - ist nach Ricardo wie-
       der  A u s n a h m e  - dem Gesetz der Werte.
       Er hat  also die Sache sehr einseitig dargestellt. Stellte er sie
       im allgemeinen  Ausdruck dar, so hatte er auch die allgemeine Lö-
       sung.
       Aber das  große Verdienst  bleibt ihm:  Ric[ardo] ahnt den Unter-
       schied zwischen  Werten und  Kostpreisen, und  er spricht für be-
       stimmte Fälle  den Widerspruch  aus, wenn  auch nur als Ausnahmen
       vom Gesetz, daß Kapitalien von ungleicher organischer Komposition
       (also in  letzter Instanz immer Kapitalien, die nicht gleich viel
       lebendige Arbeit  exploitieren) gleiche  surplus values (Profite)
       liefern und  - abgezogen,  daß beim fixen Kapital ein Teil in den
       Arbeitsprozeß eingeht,  ohne in den Verwertungsprozeß einzugehn -
       gleiche Werte,  Waren von  gleichen Werten  (vielmehr    K o s t-
       p r e i s e n,  aber er verwechselt das).
       
       [b) Torrens' Verwirrung bei der Bestimmung des "Werts der Arbeit"
       und der Quelle des Profits]
       
       Malthus nun,  wie wir sahn 4*), benutzt das, um das R[icardo]sche
       Gesetz des Werts zu leugnen.
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       1*) Fortschritt der  Industrie -  2*) siehe  vorl. Band,  S. 25 -
       3*) Umlauf - 4*) siehe vorl. Band, S. 8 und 23-25
       
       #67# Auflösung der Ricardoschen Schule
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       Torrens geht  gleich im Beginn seiner Schrift von diesem Fund Ri-
       cardos aus;  keineswegs, um  das Problem zu lösen, sondern um das
       "Phänomen" als das Gesetz des Phänomens auszusprechen.
       
       "Gesetzt, Kapital  von verschiedenen  Graden der  Dauerhaftigkeit
       werde angewandt. Wenn ein Tuch- und ein Seidenmanufakturist jeder
       ein Kapital von 2000 l. anwenden und der erste 1500 l. in dauern-
       den Maschinen und 500 l. in Arbeitslohn und Materialien anwendet,
       während der  letztre nur  500 l.  in dauernden Maschinen anwendet
       und 1500  in Arbeitslohn und Materialien ... Gesetzt, 1/10 dieses
       fixen Kapitals  sei jährlich  konsumiert und die Rate des Profits
       10%, dann  - da  das Kapital des Tuchmanufakturisten von 2000l. £
       2200 einbringen  muß, um  ihm diesen  Profit zu geben, und da der
       Wert des fixen Kapitals durch den Prozeß der Produktion reduziert
       ist, von  1500 auf  1350 - müssen die produzierten Waren verkauft
       werden für  850 l. Und in gleicher Weise, da das fixe Kapital des
       Seidenmanufakturisten durch  den Produktionsprozeß  um 1/10 redu-
       ziert ist, oder von 500 auf 450, so muß die produzierte Seide, um
       ihm die   h e r k ö m m l i c h e   P r o f i t r a t e  auf sein
       Gesamtkapital von  2000 l.  abzuwerfen, für 1750 l. verkauft wer-
       den... Wenn Kapitalien von gleicher Größe, aber von verschiedenen
       Graden der  Dauerhaftigkeit angewandt  werden, werden  die produ-
       zierten Artikel   z u s a m m e n   m i t   d e m  R e s t  d e s
       K a p i t a l s    in  dem    e i n e n    P r o d u k t i o n s-
       z w e i g   im Tauschwert gleich sein den produzierten Dingen und
       dem Rest  des Kapitals  in einem    a n d e r e n    P r o d u k-
       t i o n s z w e i g."  (p. 28, 29.)
       
       Hier ist  nur die  Erscheinung, die sich in der Konkurrenz zeigt,
       ausgesprochen, registriert.  Ditto a  "customary rate  of profit"
       1*)   u n t e r s t e l l t,   ohne zu  zeigen, woher  sie kommt,
       oder auch nur zu ahnen, daß dies gezeigt werden müsse.
       
       "G l e i c h e   K a p i t a l i e n    oder  in  andren  Worten,
       g l e i c h e   M e n g e n  a u f g e h ä u f t e r  A r b e i t
       w e r d e n   o f t   v e r s c h i e l e n e   M e n g e n  u n-
       m i t t e l b a r e r   A r b e i t  i n  B e w e g u n g  s e t-
       z e n;  dies ändert aber nichts an der Sache" (p. 29, 30),
       
       nämlich an  der Sache, daß der Wert des Produkts plus dem residue
       of the capital not consumed 2*) gleiche Werte liefern - oder, was
       dasselbe, gleiche Profite.
       Das Verdienst  in diesem  Satz besteht nicht darin, daß T[orrens]
       auch hier  wieder bloß  die Erscheinung  registriert, ohne sie zu
       erklären, sondern  darin, daß  er -  was er jedoch dadurch wieder
       spoils 3*),  daß er dies als "besondren" Fall hinstellt - den Un-
       terschied dahin bestimmt, daß gleiche Kapitalien ungleiche Massen
       lebendiger Arbeit in Bewegung setzen. Wenn der Wert = der Arbeit,
       die in  einer Ware  aufgearbeitet, realisiert ist, so klar, daß -
       wenn die  Waren zu ihrem Wert verkauft werden - die in ihnen ent-
       haltne surplus value nur = sein kann der in ihnen enthaltnen
       -----
       1*) eine "herkömmliche  Profitrate" -  2*) Rest des  nicht konsu-
       mierten Kapitals - 3*) verdirbt
       
       #68# Zwanzigstes Kapitel
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       unbezahlten Arbeit oder surplus labour. Aber diese surplus labour
       - bei  derselben Rate der Exploitation des Arbeiters - kann nicht
       gleich sein bei Kapitalien, which put in motion different quanti-
       ties of  immediate labour  1*), sei es, daß der unmittelbare Pro-
       duktionsprozeß, sei  es, daß  die Zirkulationszeit  diesen Unter-
       schied verursacht.  Dies also  das Verdienst  T[orrens]', daß  er
       diesen Ausdruck  hat. Was  schließt er daraus? Daß hier ¦¦784¦ in
       der kapitalistischen  Produktion ein Umschlag im Gesetz des Werts
       stattfindet. D.h.,  daß das Gesetz des Werts, das aus der kapita-
       listischen Produktion abstrahiert ist, ihren Erscheinungen wider-
       spricht. Und  was setzt  er an die Stelle? Absolut nichts als den
       rohen gedankenlosen  sprachlichen Ausdruck  des Phänomens, das zu
       erklären ist.
       
       "In der frühen Periode der Gesellschaft"
       
       (also grade, wenn der Tauschwert überhaupt - das Produkt als Ware
       - kaum entwickelt ist, also auch das Gesetz des Werts nicht)
       
       "ist es  die   G e s a m t m e n g e   d e r   i n  d e r  P r o-
       d u k t i o n   v e r a u s g a b t e n    A r b e i t,    a u f-
       g e h ä u f t e r   u n d   u n m i t t e l b a r e r,   die  den
       relativen Wert  der Waren  bestimmt. Sobald  aber   K a p i t a l
       a n g e h ä u f t   und eine   K l a s s e   v o n   K a p i t a-
       l i s t e n   sich unterscheidet  von einer   K l a s s e   v o n
       A r b e i t e r n,  sobald derjenige, der in irgendeinem Gewerbs-
       zweig als  Unternehmer auftritt, seine eigene Arbeit nicht selbst
       verrichtet, sondern  dazu  Subsistenzmittel  und  Materialien  an
       andere vorschießt, dann ist es die in der Produktion aufgewendete
       S u m m e  K a p i t a l  oder die  M e n g e  a u f g e h ä u f-
       t e r   A r b e i t,   die die  Tauschkraft der  Waren bestimmt."
       (l.c.p. 33,  34.) "Solange  zwei Kapitalien  gleich, [sind]  ihre
       Produkte von  gleichem Wert,   w i e   a u c h   i m m e r  w i r
       d i e   M e n g e  u n m i t t e l b a r e r  A r b e i t  v e r-
       ä n d e r n   m ö g e n,   d i e   s i e   i n    B e w e g u n g
       s e t z e n   oder die   i h r e    P r o d u k t e    e r h e i-
       s c h e n.    Sind  sie  ungleich,  [werden]  ihre  Produkte  von
       ungleichem Wert  [sein], auch  wenn die  Gesamtmasse der  auf sie
       aufgewandten Arbeit  genau gleich  sein sollte."  (p. 39.)  "Also
       nach dieser    T r e n n u n g    v o n   K a p i t a l i s t e n
       u n d   A r b e i t e r n   ist es die  S u m m e  K a p i t a l,
       die  Menge   aufgehäufter  Arbeit   und  nicht,    w i e    v o r
       d i e s e r   T r e n n u n g,  die Summe aufgehäufter und unmit-
       telbarer in  der Produktion  aufgewandter Arbeit, die den Tausch-
       wert bestimmt." (l.c.p. 39, 40.)
       
       Hier haben  wir wieder  nichts als die Erscheinung ausgesprochen,
       daß gleich  große Kapitalien  gleich große Profite abwerfen, oder
       daß der Kostenpreis der Ware gleich dem Preis des avancierten Ka-
       pitals plus  dem average  2*) Profit;  zugleich mit dem hint 3*),
       daß diese   E r s c h e i n u n g,   since  equal capitals put in
       motion different  quantities of immediate labour 4*), prima facie
       5*) nicht vereinbar ist mit der Wertbestimmung der Ware durch die
       in ihr  enthaltne Arbeitszeit.  Die Bemerkung, daß diese Erschei-
       nung der kapitalistischen
       
       1*) die verschiedene Mengen unmittelbarer Arbeit in Bewegung set-
       zen - 2*) durchschnittlichen - 3*) Hinweis - 4*) da gleiche Kapi-
       talien verschiedene  Mengen unmittelbarer  Arbeit (in  der  Hand-
       schrift of profit) in Bewegung setzen - 5*) auf den ersten Blick
       
       #69# Auflösung der Ricardoschen Schule
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       Produktion sich  erst zeigt,  sobald Kapital  existiert - Klassen
       von Kapitalisten  und Arbeitern, Verselbständigung der objektiven
       Arbeitsbedingungen als Kapital-, ist Tautologie.
       W i e  aber die Trennung der zur Produktion der Ware [notwendigen
       Faktoren] - als Kapitalisten und Arbeiter, Kapital und Lohnarbeit
       - das Wertgesetz der Ware umwirft, ist bloß "geschlossen" aus der
       unbegriffenen Erscheinung.
       Ric[ardo] hatte  nachzuweisen gesucht,  daß die Trennung zwischen
       Kapital und  Lohnarbeit nichts  ändert - mit gewissen Ausnahmen -
       an der Wertbestimmung der Waren. Auf die R[icardo]schen Ausnahmen
       gestützt, leugnet  T[orrens] das  Gesetz. Er  kehrt zurück  zu A.
       Smith (gegen  den sich die R[icardo]sche Demonstration kehrt) und
       nach dem zwar "in the early period" 1*), wo die Menschen sich nur
       noch als  Warenbesitzer und Warenaustauscher gegenübertreten, der
       Wert der  Ware durch  die in  ihr enthaltne  Arbeitszeit bestimmt
       wird, nicht  aber, sobald Kapital und Grundeigentum sich gebildet
       haben. Es  heißt dies  (wie ich  schon im  ersten  Teil  bemerkte
       [19]), daß  das Gesetz,  was für  die Waren als Waren gilt, nicht
       für sie  gilt, sobald sie als Kapital oder als Produkte des Kapi-
       tals betrachtet werden, sobald überhaupt von der Ware zum Kapital
       fortgegangen wird.  Andrerseits nimmt  das Produkt erst allseitig
       die Gestalt  der Ware  an - sowohl dadurch, daß das ganze Produkt
       in Tauschwert  verwandelt werden  muß, als  daß die Ingredienzien
       seiner Produktion  selbst als Waren in es eingehn -, es wird erst
       allseitig Ware  mit der Entwicklung und auf Grundlage der kapita-
       listischen Produktion.  Also das  Gesetz der Ware soll da sein in
       einer Produktion,  die keine  Waren (oder nur teilweise) erzeugt,
       und soll  nicht da sein auf Grundlage der Produktion, deren Basis
       das Dasein  des Produkts als Ware. Das Gesetz selbst wie die Ware
       als allgemeine  Form des Produkts ist abstrahiert aus der kapita-
       listischen Produktion, und grade für sie soll es nicht gelten.
       Der Einfluß  der Trennung  zwischen "capital  und labour" auf die
       Wertbestimmung ist  übrigens -  abgesehn von der Tautologie, daß,
       solang kein Kapital existiert, Kapital nicht die Preise bestimmen
       kann -  wieder eine ganz flache Übersetzung einer an der Oberflä-
       che der  kapitalistischen Produktion sich zeigenden Tatsache. So-
       lang jeder  selbst mit seinen Instrumenten arbeitet, das Produkt,
       das er  produziert, selbst  verkauft {nur daß in der Wirklichkeit
       die Notwendigkeit  des Verkaufs  des Produkts  auf ¦¦785¦ gesell-
       schaftlicher Stufenleiter  nie zusammenfällt  mit dem  mit seinen
       eignen
       -----
       1*) "in der frühen Periode"
       
       #70# Zwanzigstes Kapitel
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       Arbeitsbedingungen Produzieren},  gehören zu  s e i n e n  Kosten
       sowohl die  Kost des  Instruments als  der   A r b e i t, die  er
       selbst verrichtet.   D i e   K o s t    d e s    K a p i t a l i-
       s t e n   b e s t e h t   i n  d e m  a v a n c i e r t e n  K a-
       p i t a l   1*), in  der Wertsumme,  die er  auf  die  Produktion
       expends 2*),   n i c h t   i n   d e r   A r b e i t,  d i e  e r
       n i c h t   v e r r i c h t e t   1*), und  die   i h m   nur das
       kostet, was er für sie gezahlt hat. Dies ist ein sehr guter Grund
       für  die  Kapitalisten,  die  surplus  value  (gesellschaftliche)
       untereinander zu  berechnen und  zu  verteilen,  nicht  nach  dem
       Quantum of  immediate labour which a given capital puts in motion
       3*), sondern  nach der  Größe des von ihnen avancierten Kapitals.
       Es ist  aber durchaus  kein Erklärungsgrund,  woher diese  so  zu
       verteilende und verteilte surplus value herkommt.
       T[orrens] hält  noch soweit  an R[icardo]  fest, daß der Wert der
       Ware bestimmt sein soll durch Arbeitsquantität, aber [es ist] nur
       "the quantity of accumulated labour" expended upon the production
       of commodities  4*), die  ihren Wert  bestimmen soll.  Hier gerät
       T[orrens] aber in schönen Wirrwarr.
       Also z.B.  der Wert des Wollenzeugs ist bestimmt durch die in der
       Webmaschine und  der Wolle etc. und den wages, die die Ingredien-
       zien seiner  Produktion 5*)  bilden, accumulated labour, was hier
       nichts heißt  als realized  labour, vergegenständlichte  Arbeits-
       zeit. Wenn  aber nun  das Wollzeug fertig, die Produktion am Ende
       ist, so  hat sich die in dem Wollenzeug expended immediate labour
       6*) ebenfalls  in accumulated  oder realized  labour  verwandelt.
       Warum soll also der Wert des Webstuhls und der Wolle durch die in
       ihnen enthaltne  realized labour (die nichts als immediate labour
       realized in  an object,  in a  result, in a useful thing 7*)) be-
       stimmt sein  und der  Wert des Wollzeugs nicht? Geht das Wollzeug
       wieder ein  als Ingredienz  of production,  z.B. in Färberei oder
       Schneiderei, so  ist es  "accumulated labour",  und der  Wert des
       Rocks ist  bestimmt durch  den Wert der wages der Arbeiter, ihrer
       Instrumente und  des Wollzeugs,  dessen Wert  selbst durch in ihm
       "accumulated labour"  bestimmt ist.  Betrachte ich  die Ware  als
       K a p i t a l,   d.h. hier  zugleich als Produktionsbedingung, so
       löst sich  ihr Wert in immediate labour auf, die "accumulated la-
       bour" heißt,  weil sie  in [ver]gegenständlichter Form existiert.
       Betrachte ich dieselbe Ware dagegen als Ware, als Produkt und Re-
       sultat des Prozesses, so ist sie bestimmt nicht durch die labour,
       die in  ihr selbst  akkumuliert ist,  sondern durch  die in ihren
       Produktionsbedingungen akkumulierte labour.
       -----
       1*) In der  Handschrift ist  die hier  kursiv gegebene Textstelle
       mit Bleistift  unterstrichen - 2*) verausgabt - 3*) unmittelbarer
       Arbeit, das  ein gegebenes  Kapital in  Bewegung setzt - 4*) "die
       Menge aufgehäufter Arbeit", die auf die Produktion der Waren ver-
       ausgabt wird  - 5*) in  der  Handschrift:  ihrer  Akkumulation  -
       6*) verausgabte unmittelbare  Arbeit  -  7*) unmittelbare  Arbeit
       ist, vergegenständlicht  in einem  Objekt, in  einem Resultat, in
       einem nützlichen Ding
       
       #71# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       In der  Tat schöner  cercle vicieux  1*), den Wert der Ware durch
       den Wert  des Kapitals bestimmen zu wollen, da der Wert des Kapi-
       tals gleich  dem Wert  der Waren,  woraus es besteht. Diesem Bur-
       schen gegenüber [hat James Mill recht, wenn er sagt:
       
       "Capital is commodities 2*), und zu sagen, daß der Wert der Waren
       durch den  Wert des  Kapitals bestimmt  sei, heißt sagen, daß der
       Wert der Ware durch den Wert der Ware bestimmt ist." [James Mill,
       "Elements of Political Economy", London 1821, p. 74,] [20]
       
       Es ist  hier noch  eins zu merken. Da [nach Torrens] der Wert der
       Ware bestimmt  ist durch  den Wert  des Kapitals,  das sie produ-
       ziert, oder,  in andren  Worten, durch  die Masse labour, die la-
       bour, accumulated  und realized 3*) in diesem Kapital, so ist nur
       zweierlei möglich:
       Erstens, die Ware enthält den Wert des aufgenutzten capital fixe;
       zweitens, den  Wert des Rohmaterials oder die in capital fixe und
       Rohmaterial enthaltne  Arbeitsquantität. Drittens,  die  Arbeits-
       quantität, die in dem Geld oder den Waren vergegenständlicht ist,
       die als wages funktionieren.
       Nun zweierlei [möglich].
       Die in  dem capital fixe und Rohmaterial enthaltne "akkumulierte"
       Arbeit bleibt  dieselbe nach  dem Produktionsprozeß,  die sie vor
       demselben  war.   Was  aber   den  dritten   Teil  der   advanced
       "accumulated labour"  4*) betrifft,  so ersetzt  der Arbeiter ihn
       durch seine immediate labour -, d.h. die dem Rohmaterial etc. zu-
       gesetzte "immediate Arbeit" stellt in der Ware, dem Produkt, ganz
       so viel  accumulated labour  vor, wie in den wages enthalten war.
       Oder sie  stellt mehr  vor. Stellt  sie mehr  vor, so enthält die
       Ware mehr  accumulated labour  wie das vorgeschoßne Kapital. Dann
       entspringt der Profit grade aus dem Überschuß der accumulated la-
       bour, die  in der  Ware enthalten, Über die accumulated [labour],
       die in  dem capital  advanced 5*)  enthalten. Und  dann  ist  der
       W e r t   der ¦¦786¦ Ware nach wie vor durch die in ihr enthaltne
       Quantität Arbeit  (accumulated plus  immediate) bestimmt  (welche
       letztre in  der Ware  auch als  accumulated, nicht mehr immediate
       existiert. Immediate  ist sie  im Produktionsprozeß,  accumulated
       ist sie im Produkt).
       Oder sie  stellt  nur  das  in  den  wages  vorgeschoßne  Quantum
       [Arbeit] vor, ist nur ein Äquivalent desselben. (Wäre sie weniger
       als das, so wäre nicht zu erklären, warum der Kapitalist gewinnt,
       sondern wie  es kömmt,  daß er  nicht verliert.)  Woher kommt  im
       letztern Fall der Profit? Woher entspringt die surplus value, der
       Überschuß des Werts der Ware über den
       -----
       1*) Zirkelschluß -  2*) Kapital ist  gleich Waren  -  3*) Arbeit,
       aufgehäuft   und    vergegenständlicht   -    4*) vorgeschossenen
       "aufgehäuften Arbeit" - 5*) vorgeschossenen Kapital
       
       #72# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       Wert der  Produktionsingredienzien, oder der Wert des vorgeschoß-
       nen Kapitals?  Nicht aus  dem Produktionsprozeß selbst, so daß er
       sich im  exchange 1*)  oder Zirkulationsprozeß  nur  realisierte,
       sondern aus dem exchange, aus dem Zirkulationsprozeß. Dann kommen
       wir zu  Malthus und  der merkantilistischen rohen Vorstellung des
       "profit upon expropriation" 2*) zurück. Und damit kömmt denn auch
       Herr Torrens  konsequent, obgleich er wieder so inkonsequent ist,
       diesen   Z a h l w e r t  nicht aus einem unerklärlichen vom Him-
       mel gefallenen  funds zu  erklären, nämlich  dem funds, das nicht
       nur ein  Äquivalent für die Ware, sondern ein Surplus über diesem
       Äquivalent bildet,  aus means  3*) des  Käufers, der  stets fähig
       ist, die Ware über ihrem Wert zu zahlen, ohne daß er sie über ih-
       rem Wert  verkauft, wodurch  sich die Sache in nichts auflöst. Er
       4*) ist nicht so konsequent wie Malthus, zu einer solchen Fiktion
       zu greifen,  sondern behauptet  umgekehrt, die "effectual demand"
       5*) -  also die Wertsumme, die das Produkt zahlt - entspringe nur
       aus der  supply 6*), sei also ebenfalls Ware; wobei absolut nicht
       abzusehn, da  beide Seiten  Verkäufer und  Käufer, wie  sie  sich
       wechselseitig at the same rate 7*) prellen können.
       "Die effektive  Nachfrage nach einer Ware wird immer bestimmt und
       entspricht bei einer gegebenen Profitrate stets der Menge der Be-
       standteile des  Kapitals oder der zu ihrer Produktion erheischten
       Dinge, die  die Konsumenten  in Austausch  für sie  zu bieten im-
       stande und geneigt sind." (l.c.p. 344.)
       
       "Wachsende Zufuhr  ist die einzige Ursache des Anwachsens der ef-
       fektiven Nachfrage" (p. 348).
       
       wogegen Malthus,  den Satz  aus Torrens  zitierend, denn auch ihm
       gegenüber mit  Recht Protest  einlegt. ("Def.  in P.  Ec.", Lond.
       1827, p. 59.) 8*)
       Daß Torrens aber zu jener abgeschmackten Konsequenz kommt, zeigen
       folgende Sätze über die Produktionskosten etc.:
       
       "Der  M a r k t p r e i s"  (bei Malthus der Kaufwert, purchasing
       value) "schließt  stets ein  die herkömmliche  Profitrate für die
       gegebene Zeit.  Der  n a t ü r l i c h e  P r e i s,  der aus den
       P r o d u k t i o n s k o s t e n   besteht oder, in anderen Wor-
       ten,   a u s   d e r  K a p i t a l a u s l a g e  in der Produk-
       tion oder  Fabrikation von  Ware, kann  nicht die Profitrate ein-
       schließen." (l.c.p. 51.)
       "Es wäre  dasselbe, als  wenn ein  Pächter für  100 qrs. Korn 120
       qrs. zurückerhielte,  dann wären  20 qrs. der Profit; es wäre ab-
       surd, diesen Exzeß oder Profit einen Teil seiner Auslagen zu nen-
       nen... Ebenso erhielte der Manufakturist eine Menge fertiger Pro-
       dukte von  einem höheren   T a u s c h w e r t   zurück  als  die
       [vorgeschossenen] Materialien etc. (p. 51-53.)
       -----
       1*) Austausch  -   2*) "Entäußerungsprofits"  -   3*) Mitteln   -
       4*) Torrens - 5*) "effektive Nachfrage" - 6*) Zufuhr - 7*) in dem
       gleichen Maße - 8*) siehe vorl. Band, S. 53
       
       #73# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       "Die effektive  Nachfrage besteht in dem Vermögen und der Neigung
       d e r   K o n s u m e n t e n,   sei es  durch unmittelbaren oder
       vermittelten  Austausch   für  Waren,    e i n e    g e w i s s e
       g r ö ß e r e  P o r t i o n  aller Ingredienzien des Kapitals zu
       geben, als deren Produktion kostet." (l.c.p.349.)
       
       120 qrs.  Korn sind  unbedingt mehr  als 100  qrs. Aber  es  wäre
       falsch zu  sagen -  wenn man,  wie hier  der Fall,  bloß den  Ge-
       brauchswert betrachtet  und den  Prozeß, den  er durchläuft, also
       eigentlich den  vegetativen oder physiologischen ¦¦787¦ Prozeß -,
       daß zwar  nicht die 20 qrs., wohl aber die sie bildenden Elemente
       nicht in den  P r o d u k t i o n s p r o z e ß  eingehn. Andrer-
       seits könnten  sie nicht aus ihm herauskommen. Außer den 100 qrs.
       Korn -  dem Samen  - gehn von dem Dünger zugeführte chemische Be-
       standteile, in der Erde enthaltne Salze, Wasser, Luft, Licht alle
       ein in  den Prozeß, der 100 qrs. Korn in 120 verwandelt. Die Ver-
       wandlung und das Eingehn der Elemente, der Ingredienzien, der Be-
       dingungen -  der expenditure  of nature  1*), die 100 qrs. in 120
       verwandelt -  geht im   P r o d u k t i o n s p r o z e ß  selbst
       vor, und  die Elemente dieser 20 qrs. gehn als "expenditure" 2*),
       physiologische, in  diesen Prozeß selbst ein, als dessen Resultat
       die Verwandlung von 100 qrs. in 120 qrs. erscheint.
       Diese 20  qrs. sind kein bloßer Profit, vom bloßen Standpunkt des
       Gebrauchswerts behandelt. Es ist nur von dem organischen Teil Un-
       organisches assimiliert  und in  Organisches  verwandelt  worden.
       Ohne das  Hinzukommen von  Stoff - und dieser ist die physiologi-
       sche expenditure  - würden  nie und  nimmer 120  qrs. aus 100. Es
       kann also  in der  Tat gesagt werden selbst von dem bloßen Stand-
       punkt des  Gebrauchswerts aus, des Korns als Korn, daß in unorga-
       nischer  Form   als   expenditure   in   es   einging,   was   in
       o r g a n i s c h e r   Form als vorhandnes Resultat erscheint in
       den 20 qrs., als Überschuß des geernteten Korns über das gesäte.
       Diese Betrachtungsweise  an und  für sich  hat aber mit der Frage
       über den  Profit so  wenig zu  tun, als  wollten wir  sagen,  daß
       Drahtfäden, die tausendmal länger gezogen sind durch den Arbeits-
       prozeß als das Metall, aus dem sie gezogen wurden - da ihre Länge
       sich vertausendfacht  -, einen  tausendfachen   P r o f i t  dar-
       stellen. Im  case 3*)  der Fäden  die Länge vermehrt; im case des
       Korns die  Anzahl. Aber  weder der  Überschuß der  Länge noch der
       Überschuß der  Anzahl bildet   P r o f i t,  der sich nur auf den
       Tauschwert bezieht, obgleich sich dieser Tauschwert in einem sur-
       plus produce darstellt.
       Was aber  den Tauschwert  betrifft, braucht wohl nicht weiter er-
       läutert
       -----
       1*) des Aufwandes der Natur - 2*) "Ausgabe" - 3*) Fall
       
       #74# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       zu werden,  daß 90  qrs. Korn 50 viel (und mehr) wert sein können
       als 100, 100 mehr als 120 und 120 mehr als 500.
       Aus einem Beispiel also, was  n i c h t s  mit dem Profit zu tun,
       mit dem  Überschuß des  W e r t s  des Produkts über den  W e r t
       der avances  1*), schließt  T[orrens] auf  den Profit. Und selbst
       physiologisch -  dem Gebrauchswert  nach -  betrachtet, sein Bei-
       spiel falsch,  da in  der Tat  die 20  qrs. Korn, die als surplus
       produce eingehn,  d'une manière  ou d'une autre 2*), wenn auch in
       andrer Form, im Produktionsprozeß selbst schon vorhanden sind.
       Übrigens platzt T[orrens] schließlich denn auch mit der alten ge-
       nialen Vorstellung  heraus, daß der Profit profit upon expropria-
       tion.
       
       [c) Torrens und der Begriff der Produktionskosten]
       
       Ein Verdienst  bei T[orrens],  daß er  überhaupt die  Streitfrage
       über das,  was Produktionskosten sind, anregt. Ric[ardo] verwech-
       selt   fortwährend   den      W e r t      der   Ware   mit   den
       P r o d u k t i o n s k o s t e n  (soweit sie gleich dem Kosten-
       preis) und  daher seine  Verwunderung, daß  Say, obgleich  er den
       Preis durch  die Produktionskosten  bestimmt, andre  Konsequenzen
       zieht. 3*)  Malthus behauptet  wie R[icardo],  daß der  Preis der
       Ware durch die Produktionskosten bestimmt ist, und er rechnet den
       Profit wie  R[icardo] in  die Produktionskosten  ein. Dennoch be-
       stimmt er  den Wert ganz verschieden, nicht durch das Quantum Ar-
       beit, das  in der  Ware enthalten,  sondern durch das Quantum Ar-
       beit, das sie kommandieren kann.
       Die  Zweideutigkeiten   des  Begriffes     P r o d u k t i o n s-
       k o s t e n   gehn aus  der Natur der kapitalistischen Produktion
       selbst hervor.
       E r s t e n s:   Die Kosten  der (von  ihm produzierten) Ware für
       den Kapitalisten  sind natürlich das, was sie ihm kostet. Ihm ko-
       stet sie  nichts - d.h., er expends no value upon it 4*) -, außer
       dem Wert des capital advanced. Wenn er 100 l. in Rohmaterial, In-
       strumenten, wages  etc. auslegt,  um die  Ware zu produzieren, so
       kostet sie  ihm 100  l., ni  plus ni moins 5*). Außer der Arbeit,
       die in  diesen advances  enthalten -  außer der akkumulierten Ar-
       beit, die im vorgeschoßnen Kapital enthalten, den Wert der vorge-
       schoßnen Waren  bestimmt -,  kostet sie ihm keine Arbeit. Was ihm
       die immediate  labour kostet,  sind die  wages, die  er  für  sie
       zahlt. Außer  den wages  kostet ihm die, immediate labour nichts,
       und außer  der immediate  labour hat  er überhaupt  nichts vorge-
       schossen, except the value of the constant capital 6*).
       -----
       1*) Vorschüsse - 2*) auf die eine oder andere Weise - 3*) vgl. 2.
       Teil dieses Bandes. S. 470 - 4*) verausgabt auf sie keinen Wert -
       5*) nicht mehr, nicht weniger - 6*) ausgenommen den Wert des kon-
       stanten Kapitals
       
       #75# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       ¦¦788¦ In  diesem Sinn nimmt T[orrens] die Produktionskosten, und
       in diesem  Sinn nimmt  sie jeder  Kapitalist, wenn er den Profit,
       whatever its rate may be 1, berechnet.
       Produktionskosten hier  = advances of the capitalist, = the value
       of the  capital advanced,  = the  quantity of labour contained in
       the advanced  comodities 2*). Und als advances, extenses 3*) etc.
       braucht jeder  Ökonom, auch Ricardo, diese Bestimmung der Produk-
       tionskosten. Es  ist das,  was Malthus the producing price 4*) im
       Gegensatz zum  Preis des  purchasers 5*) nennt. Dieser Bestimmung
       der advances  entspricht die Verwandlung der surplus value in die
       Form des Profits.
       Z w e i t e n s:   Die Produktionskosten in der ersten Bestimmung
       sind der  Preis, den  der Kapitalist  z a h l t  für die Herstel-
       lung der  Ware during  the process  of production 6*); was  i h m
       daher die Ware kostet. Was aber die Produktion der Ware dem Kapi-
       talisten   k o s t e t   und was  die  P r o d u k t i o n  d e r
       W a r e   s e l b s t   k o s t e t,   sind zwei ganz verschiedne
       Dinge. Die  Arbeit (realized  und immediate), die er für die Pro-
       duktion der  Ware   z a h l t,  und die Arbeit, die nötig ist, um
       die Ware  zu   p r o d u z i e r e n,  sind durchaus verschieden.
       Ihre Differenz  bildet die  Differenz zwischen der value advanced
       7*) und der value earned 8*); zwischen dem Kaufpreis der Ware für
       ihn und  ihrem Verkaufspreis (wenn sie nämlich zu ihrem Wert ver-
       kauft wird).  Existierte diese  Unterschied nicht, so würden sich
       Geld oder  Ware nie  in Kapital verwandeln. Mit der surplus value
       hörte die  Quelle des  Profits auf.  Die   P r o d u k t i o n s-
       k o s t e n   d e r   W a r e   s e l b s t  bestehn aus dem Wert
       des in  ihrem Produktionsprozeß  konsumierten Kapitals,  d.h. der
       Quantität vergegenständlichter  Arbeit, die  in sie eingeht + der
       Q u a n t i t ä t   o f  i m m e d i a t e  l a b o u r  which is
       expended upon  it 9*).  Die Totalsumme  der in  ihr  konsumierten
       "realized" +  "immediate labour"  10*) bildet  die   P r o d u k-
       t i o n s k o s t   d e r   W a r e   s e l b s t.   Sie kann nur
       hergestellt  werden  durch  die  industrielle  Konsumtion  dieses
       Quantums of  realized and  immediate  labour.  Es  ist  dies  die
       Bedingung, damit  sie als  Produkt, als  Ware und  selbst als Ge-
       brauchswert aus  dem Produktionsprozeß  hervorgeht. Und wie immer
       Profit oder  Arbeitslohn variieren mögen, diese immanente Produk-
       tionskost der  Ware bleibt  dieselbe, solange die technologischen
       Bedingungen des  realen Arbeitsprozesses  dieselben bleiben  oder
       was dasselbe, solange keine Variation stattfindet in der gegebnen
       Entwicklung
       -----
       1*) was immer  dessen Rate sein mag - 2*) den Vorschüssen des Ka-
       pitalisten, = dem Wert des vorgeschossenen Kapitals, = der in den
       vorgeschossenen Waren  enthaltenen Menge Arbeit - 3*) Vorschüsse,
       Auslagen -  4*) den Produktionspreis  - 5*) Käufers - 6*) während
       des   Produktionsprozesses    -   7*) vorgeschossenen    Wert   -
       8*) erzielten Wert  - 9*) unmittelbarer Arbeit, die dabei veraus-
       gabt wurde  - 10*) "vergegenständlichten" plus "unmittelbaren Ar-
       beit"
       
       #76# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       der Produktivkraft  der Arbeit.  In diesem Sinn ist  P r o d u k-
       t i o n s k o s t   d e r   W a r e   gleich ihrem  W e r t.  Die
       lebendige Arbeit,  expended  upon  the  commodity  1*),  und  die
       lebendige Arbeit,  paid by  the capitalist  2*), sind verschiedne
       Dinge. Hence  de prime  abord 3*) verschieden die Produktionskost
       der  Ware   für  den  capitalist  (his  advances)  und  die  Pro-
       duktionskost der  Ware selbst,  ihr Wert. The excess of its value
       4*) (also dessen, was die Ware selbst kostet) over and beyond the
       value of  the advances 5*) (also dessen, was sie dem Kapitalisten
       kostet),     b i l d e t     d e n     P r o f i t,    w h i c h,
       t h e r e f o r e,  r e s u l t s,  n o t  f r o m  s e l l i n g
       t h e   c o m m o d i t y   b e y o n d  i t s  v a l u e,  b u t
       b e y o n d   t h e   v a l u e   o f    t h e    a d v a n c e s
       p a i d  b y  t h e  c a p i t a l i s t  6*).
       Diese Bestimmung  der Produktionskosten,   d e r   i m m a n e n-
       t e n   P r o d u k t i o n s k o s t e n  der Ware, gleich ihrem
       Wert, i.e.  der zu  ihrer Produktion  erheischten Totalsumme  von
       Arbeitszeit (realized and immediate), bleibt Fundamentalbedingung
       ihrer Produktion  und bleibt  unveränderlich, solange die Produk-
       tivkraft der Arbeit unverändert bleibt.
       D r i t t e n s:   Ich habe aber früher nachgewiesen 7*), daß der
       Kapitalist in  jedem besondren trade or particular occupation 8*)
       - also  auch die  Ware, die  das Produkt des besondren trade oder
       der besondren  occupation oder sphere of production 9*) - keines-
       wegs die  Ware zu  dem Wert verkauft, der in ihr selbst enthalten
       ist, also  daß der amount of its profit is not identical with the
       amount of surplus value, of surplus labour oder unpaid labour re-
       alized in  the commodities  he sells  10*). Er kann vielmehr - on
       the average  11*) -  nur so viel surplus value in der Ware reali-
       sieren, als ihr zufällt als Produkt eines aliquoten Teils des ge-
       sellschaftlichen Kapitals.  Wenn das  gesellschaftliche Kapital =
       1000 und  das Kapital in einer besondren ¦¦789¦ occupation = 100,
       und wenn  der total amount of surplus value (hence of the surplus
       produce, in  which that surplus value is realized) 12 = 200, also
       20 p.c.,  so würde  das Kapital  100 in  der besondren occupation
       seine Ware zum Preis von 120 verkaufen, whatever might be the va-
       lue of that commodity, whether 120, less or more; whether, there-
       fore, the unpaid labour contained in his
       -----
       1*) verausgabt auf  die Ware - 2*) bezahlt vom Kapitalisten - 3*)
       Daher sind  von vornherein  - 4*) Der  Überschuß ihres  Wertes  -
       5*) über den  Wert der  Vorschüsse -  6*) der  also  nicht  daher
       rührt, daß  die Ware über ihrem Wert, sondern daher, daß sie über
       dem Wert  der vom Kapitalisten gezahlten Vorschüsse verkauft wird
       (in der  Handschrift ist  die hier kursiv gegebene Textstelle mit
       Bleistift unterstrichen)  - 7*) siehe  2. Teil  dieses Bandes, S.
       21-24, 29,  59-65 und  172-234 - 8*) Gewerbszweig oder besonderen
       Produktion -  9*) Produktionssphäre -  10*) die Masse seines Pro-
       fits nicht identisch ist mit der Masse des Mehrwerts, der Mehrar-
       beit oder unbezahlten Arbeit, die in den von ihm verkauften Waren
       vergegenständlicht ist  - 11*) im Durchschnitt - 12*) die Gesamt-
       masse des  Mehrwerts (also  des Mehrprodukts, in dem dieser Mehr-
       wert vergegenständlicht ist)
       
       #77# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       commodity, form  1/5th of  the labour advanced upon it, or wether
       it do not 1*).
       D i e s   ist der  K o s t p r e i s,  und wenn von  P r o d u k-
       t i o n s k o s t e n   im eigentlichen Sinn (ökonomischen, kapi-
       talistischen) gesprochen  wird,  so  ist  es  the  value  of  the
       advances plus the value of the average profits 2*).
       Es ist  klar, daß,  wie immer dieser Kostpreis der besondren Ware
       divergiere von ihrem Wert, er bestimmt ist durch den Wert der Ge-
       samtprodukte des  gesellschaftlichen Kapitals.  Es ist  durch die
       Ausgleichung der  Profite der  besondren Kapitalien, daß sie sich
       als aliquote Teile des gesellschaftlichen Gesamtkapitals zueinan-
       der verhalten,  und als  solche aliquote  Teile dividends aus dem
       common funds  of surplus value (surplus produce) oder surplus la-
       bour or  unpaid labour  3*) ziehn.  Es ändert dies nichts am Wert
       der Ware;  es ändert  dies nichts  daran, that  whether its cost-
       price be  equal to, greater or smaller than its value, it can ne-
       ver be produced  w i t h o u t  i t s  v a l u e  being produced,
       that is  to say,  without the  total amount of realized and imme-
       diate labour, required for its production, being expended upon it
       4*). Diese  Masse von Arbeit muß darauf verwandt werden, not only
       of paid, but of unpaid labour 5*), und es ändert an dem allgemei-
       nen Verhältnis  von capital und labour nichts, that in some occu-
       pations part of the unpaid labour is appropriated by "brother ca-
       pitalists" instead  of by  the capitalist  who puts the labour in
       motion in that peculiar department of industry 6*). Es ist ferner
       klar, that  whatever be  the relation  between the  value and the
       costprice of  a commodity, the latter will always change, rise or
       fall, according  with the  changes of  value, that  is to say the
       quantity of  labour required  for the production of the commodity
       7*). Es ist ferner klar: part of the profit must always represent
       surplus value, unpaid labour, realized in the commodity
       -----
       1*) welches immer  der Wert  jener Ware,  ob 120, ob weniger oder
       mehr; ob also die in seiner Ware enthaltene unbezahlte Arbeit 1/5
       der auf sie angewandten Arbeit ausmacht oder nicht - 2*) der Wert
       der  Vorschüsse   plus  dem   Wert  des   Durchschnittsprofits  -
       3*) Dividenden  aus   dem   gemeinsamen   Fonds   des   Mehrwerts
       (Mehrprodukts) oder  der Mehrarbeit  oder  unbezahlter  Arbeit  -
       4*) daß, mag ihr Kostenpreis gleich, größer oder kleiner sein als
       ihr Wert,  sie niemals  produziert werden  kann,   o h n e  d a ß
       i h r   W e r t  produziert wird, das heißt, ohne daß der Gesamt-
       betrag der  für ihre  Produktion erheischten vergegenständlichten
       und unmittelbaren  Arbeit auf  sie verwandt wird - 5*) nicht bloß
       von bezahlter,  sondern auch  von unbezahlter Arbeit - 6*) daß in
       manchen Produktionszweigen  ein Teil  der unbezahlten  Arbeit von
       "Bruderkapitalisten" angeeignet  wird und nicht von jenem Kapita-
       listen, der die Arbeit in diesem besonderen Industriezweig in Be-
       wegung setzt  - 7*) daß,  wie immer  das Verhältnis  zwischen dem
       Wert und  dem Kostenpreis einer Ware sein mag, der letztere immer
       wechseln, steigen  oder fallen  wird, wie  der Wert wechselt, das
       heißt die Arbeitsmenge, die für die Produktion der Ware erheischt
       ist
       
       #78# Zwanzigstes Kapitel
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       itself, because  on the  basis of capitalistic production, in all
       commodities there  is more labour worked up than has been paid by
       the capitalist  putting that  labour in  motion. Some part of the
       profit may consist of labour not worked up in the commodity yiel-
       ded by a definite trade, or resulting from a given sphere of pro-
       duction; but, then, there is some other commodity, resulting from
       some other sphere of production, whose cost-price falls below its
       value, or  in whose  cost-price less  unpaid labour  is accounted
       for, paid for, than is contained in it. 1*)
       Es ist  daher klar, daß, obgleich cost-prices of most commodities
       must differ  from their values, and hence their "costs of produc-
       tion" from  the total  quantity of  labour contained in them, ne-
       vertheless those  costs of  production and  those cost-prices are
       not only determined by the values of commodities, confirm the law
       of value instead of contradicting it, but, moreover, that only on
       the foundation  of value and its law, the very existence of costs
       of production,  and cost-prices  can be  conceived, and becomes a
       meaningless absurdity without that premise 2*).
       Man sieht zugleich, wie die Ökonomen, die einerseits die tatsäch-
       liche Erscheinung  in der  Konkurrenz sehn,  andrerseits die Ver-
       mittlung between  the law  of value and the law of cost-price 3*)
       nicht begreifen,  zu der Fiktion flüchten, das Kapital, nicht die
       Arbeit bestimme  den Wert der Waren oder rather 4*), es gebe kei-
       nen Wert.
       ¦¦790¦ Der  Profit geht  in  die    P r o d u k t i o n s k o s t
       d e r   W a r e  ein; wird mit Recht von A. Smith in den "naturel
       prix" 5*)  der Ware  eingerechnet als Element, weil auf Grundlage
       der kapitalistischen  Produktion die  Ware -  in the long run, on
       the average - is not brought to market, if it does not yield
       -----
       1*) ein Teil  des Profits  muß immer  Mehrwert, unbezahlte Arbeit
       darstellen, die in der Ware selbst vergegenständlicht ist, da auf
       der Grundlage  der kapitalistischen Produktion in jeder Ware mehr
       Arbeit aufgespeichert  ist,  als  von  dem  Kapitalisten  bezahlt
       wurde, als  er jene  Arbeit in Bewegung setzte. Ein Teil des Pro-
       fits kann  in Arbeit  bestehen, die  nicht auf  die Ware verwandt
       wurde, die ein bestimmter Gewerbszweig liefert oder die einer ge-
       gebenen Produktionssphäre  entspringt; aber  dann gibt es irgend-
       eine andere Ware, die aus einer anderen Produktionssphäre hervor-
       geht, deren  Kostenpreis unter ihren Wert fällt oder in deren Ko-
       stenpreis weniger  unbezahlte Arbeit  berechnet und bezahlt wird,
       als in  ihr enthalten  ist. -  2*) Kostenpreise der meisten Waren
       von ihren  Werten und  daher ihre "Produktionskosten" von der Ge-
       samtmenge der  in ihnen enthaltenen Arbeit abweichen müssen, den-
       noch jene Produktionskosten und jene Kostenpreise nicht nur durch
       den Wert  der Waren  bestimmt werden, entsprechend dem Wertgesetz
       und nicht im Gegensatz dazu, sondern daß sogar nur auf der Grund-
       lage des Wertes und seines Gesetzes das Bestehen der Produktions-
       kosten und  der Kostenpreise selbst begriffen werden kann und daß
       sie ohne  diese Voraussetzung  eine sinnlose  Absurdität werden -
       3*) zwischen dem  Wertgesetz und  dem Gesetz  des Kostenpreises -
       4*) vielmehr - 5*) "natürlichen Preis"
       
       #79# Auflösung der Ricardoschen Schule
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       the cost-price  = the  value of the advances + the average profit
       1*). Oder  wie Malthus, obgleich er den Ursprung des Profits, its
       real causation  2*) nicht  versteht, weil  der Profit,  also  der
       Kostpreis, which  involves it, is a condition of the  s u p p l y
       of the commodity 3*) (auf Basis der kapitalistischen Produktion).
       To be  produced, to  be brought to the market, the commodity must
       fetch that  market-price at  least, that cost-price to the seller
       4*), whether  its own  value be  great or smaller than that cost-
       price. 5*)  Dem Kapitalisten  ist es  gleichgültig, ob seine Ware
       mehr unpaid  labour 6*) enthält oder weniger als andere Waren, if
       into its  price enters so much of the general stock of unpaid la-
       bour, or the surplus produce in which it is fixed, as every other
       equal quantity  of capital  will draw from that common stock 7*).
       In der  Art  s i n d  d i e  K a p i t a l i s t e n  "K o m m u-
       n i s t e n"     8*).  In  der  Konkurrenz  bestrebt  sich  jeder
       natürlich,   m e h r   a l s   d e n   a v e r a g e  p r o f i t
       z u   z i e h n,   w a s  n u r  m ö g l i c h,  i n d e m  d e r
       a n d r e  w e n i g e r  z i e h t  8*). Es ist grade durch die-
       sen Kampf, daß der average profit hergestellt wird.
       In der  Form des  Zinses auf das vorgeschoßne Kapital (sei es ge-
       liehn oder nicht) erscheint auch dem Kapitalisten ein Teil der im
       Profit   realisierten    surplus   value    als    avance,    als
       P r o d u k t i o n s k o s t,   die er  als  K a p i t a l i s t
       hat, wie ja überhaupt der Profit der unmittelbare Zweck der kapi-
       talistischen Produktion.  Aber im  Zins (namentlich bei geborgtem
       Kapital) erscheint  dies auch  als faktische Voraussetzung seiner
       Produktion.
       Es zeigt dies zugleich, was die Unterscheidung zwischen Produkti-
       onsund Distributionsformen auf sich [hat]. Profit, Distributions-
       form, ist  hier zugleich Produktionsform, eine Bedingung der Pro-
       duktion, a  necessary ingrediency  of the  process of  production
       9*). Wie  albern daher  - später  darauf zurückzukommen  - J. St.
       Mill etc.,  die die  bürgerlichen Produktionsformen  als absolut,
       die bürgerlichen Distributionsformen aber als relativ historisch,
       hence transitory  10*) auffassen.  Die Distributionsform  ist nur
       die Produktionsform  sub alia specie 11*). Die differentia speci-
       fica 12*) - also auch
       -----
       1*) auf die Dauer. im Durchschnitt - nicht auf den Markt gebracht
       wird, wenn  sie nicht den Kostenpreis abwirft = dem Wert der Vor-
       schüsse + dem Durchschnittsprofit - 2*) seine wirkliche Ursache -
       3*) der ihn  einschließt, eine  Bedingung der   Z u f u h r   der
       Ware ist  - 4*) in  der Handschrift:  purchaser (Käufer) - 5*) Um
       produziert, um auf den Markt gebracht zu werden, muß die Ware we-
       nigstens den  Marktpreis, den  Kostenpreis dem Verkäufer einbrin-
       gen, mag ihr eigener Wert größer oder kleiner sein als dieser Ko-
       stenpreis. -  6*) unbezahlte Arbeit - 7*) wenn in ihren Preis so-
       viel von  dem allgemeinen  Fonds unbezahlter  Arbeit oder von dem
       Mehrprodukt, in  dem sie  fixiert ist,  eingeht, als  jede andere
       gleiche Menge Kapital aus diesem gemeinsamen Fonds zieht - 8*) in
       der Handschrift ist die hier kursiv gegebene Textstelle mit Blei-
       stift unterstrichen - 9*) ein notwendiger Bestandteil des Produk-
       tionsprozesses -  10*) also vergänglich  - 11*) unter anderem Ge-
       sichtspunkt - 12*) der spezifische Unterschied
       
       #80# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       spezifische Borniertheit  -, die  die Schranke  der  bürgerlichen
       Distribution ausmacht, geht in die Produktion selbst als über sie
       übergreifende und  beherrschende Bestimmtheit  ein. Daß  sie aber
       durch ihre  eignen immanenten  Gesetze gezwungen  ist, einerseits
       die Produktivkräfte so zu entwickeln, als ob sie nicht Produktion
       auf einer bornierten gesellschaftlichen Grundlage sei, anderseits
       sie doch  wieder nur in den Schranken dieser Borniertheit entwic-
       keln kann,  ist der  innerste und geheimste Grund der Krisen, der
       in ihr  eklatierenden Widersprüche,  innerhalb deren sie sich be-
       wegt und  die sie  selbst dem  groben Blick  als bloß historische
       Übergangsform kennzeichnen.
       Es wird dies dann roh aufgefaßt und doch anderseits gewissermaßen
       richtig, von Sismondi z.B., als Widerspruch der Produktion um der
       Produktion willen  und einer  auf eine  absolute Entwicklung  der
       Produktivität eo ipso 1*) ausschließenden Distribution.
       -----
       1*) eben dadurch
       

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